Eigene Anreise
Fahrt mit dem Zug nach Tokyo/ Stadtteil Ueno. Am Nachmittag bummeln wir im Stadtbezirk Asakusa und Ueno. Zuerst aber suchen wir den Asakusa-Schrein auf und beten für eine gute Reise. Der Legende nach soll der Tempel im Stadtteil Asakusa 628 von drei Brüdern gegründet worden sein, die in ihren Fischernetzen eine goldene Statue der Göttin Kannon gefunden haben. Den Haupteingang bildet das Kaminarimon (Tor des Donner-Gottes) mit seiner 3,3 m hohen und 100 kg schweren Papierlaterne. Anschließend sehen wir uns den Fernseh- und Rundfunksendeturm "Sky Tree", die neue Attraktion von Tokyo an. Mit seinen 634 m Höhe wird er der höchste Fernsehturm und nach dem Turm von Dubai das zweithöchste freistehende Bauwerk der Welt sein. Feierliche Eröffnung soll im Frühjahr 2012 sein. Der Sky Tree wird doppelt so hoch sein wie der Tokyo Tower (333 m). Nicht weit entfernt von unserem Hotel verläuft die beliebte Einkaufsstraße “Ameyoko". Unterhalb der Gleise der Yamanote-Linie drängen sich viele winzige Geschäfte, und die Atmosphäre gleicht jener eines orientalischen Basars. Übernachtung im Hotel. (F)
Mit dem Schellzug Shinkansen “Asama" fahren wir in die Japanischen Alpen, in die Präfektur Nagano (Fahrzeit: 110 Minuten, Fahrstrecke: 220 km). Nagano, die von Bergen umgebene Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur, war Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1998. In der ruhigen Kleinstadt Obuse legen wir einen kurzen Stopp ein. Während der Edo-Zeit florierte die Stadt, heute wird sie von den Bewohnern der Region auch “Klein Kyoto" genannt. Wir besuchen eine Sake-Brauerei und das Museum des Künstlers Hokusai, der für seine Ukiyo-e Holzschnitte berühmt ist. Weiterfahrt zum Jigokudani-Nationalpark, um die Schneeaffen, die japanischen Rotgesichtsmakaken, bei ihrem Outdoor-Bad in den heißen Quellen zu beobachten. Heute sind wir im Ryokan Kokuya untergebracht. Das Kokuya mit nur 19 Gästezimmern liegt im Zentrum von Shibu Onsen und blickt auf eine 400 Jahre alte Hotel- und Badetradition zurück. Derzeit wird es in der 16. Generation geführt. Lernen Sie alte japanische Traditionen kennen! Das Abendessen - Kaiseki Style - ist die japanische Variante eines mehrgängigen Menüs. Alle Zimmer sind im japanischen Stil mit Tatami (Reisstrohmatten) ausgelegt. Übernachtung im Ryokan.(F)
Wir schnüren unsere Wanderschuhe. Zu Fuß sind wir heute auf dem “Ikemeguri Nature Trail" in den Shiga-Bergen unterwegs. Der Weg bis auf den Gipfel des Mt. Shigayama (2.040 m) führt uns an Seen, Teichen und Sümpfen vorbei, die durch die vulkanischen Aktivitäten des Berges Mt. Shigayama entstanden sind. Übernachtung im Hotel. (F)
Auf dem Olympia-Highway fahren wir nach Hakuba. Hakuba ist einer der schönsten Orte in den Japanischen Alpen und eines der Zentren für Bergwander und Bergsteiger. Am Nachmittag wandern wir auf der historischen Salzstraße “Shio No Michi" vom Ort Kotani bis nach Ohmachi. In der Edo-Zeit war dies eine wichtige Handelsroute, um das Salz ins Landesinnere nach Honshu zu transportieren. Zu beiden Seiten des Weges wurden viele Buddha- und Kannon-Skulpturen zum Schutz der Reisenden aufgestellt. Wir legen etwa 8 km zurück, ehe wir uns in der Pension Hayashi für 2 Nächte einquartieren. Übernachtung in einer Pension. (F, A)
Eine Tageswanderung führt uns heute hoch zum Happo-ike See. Wir steigen auf einem Pfad durch alpine Birkenwälder hinauf zum Gipfel des Karamatsu-Dake (2.696 m). Zu Beginn ist der Weg breit, wird aber zunehmend steiler und führt durch felsige Abschnitte. Weit schweift der Blick hinunter in die Täler und bis zum Japanischen Meer. Im Osten zeigt sich bei gutem Wetter der Gipfel des Mt. Fuji. Nach der Bergtour gönnen wir uns ein heißes Bad. Übernachtung in einer Pension. (F, A)
Mit dem Regionalzug fahren wir nach Matsumoto und sehen uns eine der größten Burganlagen Japans, die “Krähenburg" an. Mit ihrem schönen, sechsstöckigen Hauptturm ist sie das Wahrzeichen der Stadt. Ihren Namen verdankt diese Burg aus dem 16. Jh. ihrem schwarzen Anstrich. Nach einem Mittagessen fahren wir mit dem Zug weiter ins Kiso-Tal in den Japanischen Alpen. In den nächsten Tagen wandern wir auf dem historischen Nakasendo-Weg. Wir besuchen Poststationen aus der Edo-Zeit (1603-1868) an der alten Handelsstraße zwischen Edo (dem heutigen Tokio) und Kyoto. Poststationen waren Rastplätze; für Reisende gab es hier Unterkunft und Verpflegung. Unsere Wanderung beginnt in Narai und führt über den Magome-Pass bis zum Ort Magome. Wir wandern vorbei an Wasserfällen, durch schöne Mischwäder und legen im historischen Teehaus auf der Magome-Passhöhe eine Pause ein. Übernachtet wird heute in einem traditionellen japanischen Minshuku. Die durch ihre Schlichtheit bestechenden Gästezimmer sind mit Tatami ausgelegt und vermitteln einen Eindruck von japanischem Lebensstil in den früheren Wohn- und Gasthäusern. Übernachtung in einem Gästehaus. (F, A)
Diese Wegstrecke entlang des alten Postweges führt durch kleine Dörfer und Reisfelder. Wir haben Zeit, um durch die Gassen der Dörfer zu bummeln und auch die lokale Küche und Köstlichkeiten zu probieren. Sollten die Bedingungen gut sein, können wir heute alternativ den Berg Ontake (3.067 m) besteigen. Der Ontake ist ein aktiver Vulkan und zählt zu den vielen heiligen Bergen in Japan. Es gibt zahllose Stein- und Bronzestatuen am Weg. Auf dem Gipfel steht ein Schrein und Tempel, der besonders im Frühjahr von Landwirten besucht wird, die dort für eine gute Reisernte beten. Übernachtung im Hotel. (F)
Weiterfahrt mit dem Regionlazug über Nagoya nach Takayama. Bei klarer Sicht ist das Panorama der über 3.000 m hohen Bergkette zu sehen. Wir besuchen Takayama, das für seine historischen Gebäude bekannt ist. Unser Rundgang durch das reizvolle Städtchen beginnt mit einem Besuch der alten Provinzverwaltung, die interessante Einblicke in Alltagskultur und Gesellschaft unter dem Tokugawa-Shogunat bietet. Ein Bummel durch die Altstadt mit Sake-Brauereien, Miso-Geschäften und malerischen Straßenzügen rundet das Tagesprogramm ab. Übernachtung im Hotel. (F)
Am Morgen besuchen wir den Markt, auf dem regionale Produkte feilgeboten werden. Weiterfahrt mit dem Bus nach Shirakawa-go, einem malerischen Dorf mit strohgedeckten Bauernhäusern, das von der UNESCO in seiner Gesamtheit zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Nirgendwo sonst lässt sich das alte Japan bei einem Spaziergang schöner und eindrucksvoller erleben als hier. Wir übernachten in einem Minshuku, wie die traditionellen japanischen Familien-Pensionen heißen. Übernachtung in einer Pension. (F, A)
Per Bus reisen wir über die bergige Nordlandroute “Hokurikudo" zur alten Burgstadt Kanazawa. Wir besichtigen einen der drei schönsten Landschaftsgärten Japans, den Kenrokuen, eine traditionelle Porzellan-Manufaktur und Higashi-Chaya-machi, das ehemalige Geisha-Viertel mit altmodischen Straßenlaternen und typischen Holzhäusern. Übernachtung im Hotel. (F)
Fahrt mit dem Express-Zug (50 Minuten) in die Prefektur Fukui zum Tempel Eihei-ji. Eihei-ji wurde 1244 vom Zen-Meister Dogen Zenji (1200-1253) gegründet, der den Buddhismus in China studiert und den Soto Zen-Buddhismus in Japan eingeführt hat. Besichtigung des Tempels; es gibt etwa 70 Gebäude, die alle in einem herrlichen Zedernwald stehen und durch Korridore verbunden sind. Die Mönche nehmen sich gerne Zeit, um Besucher in die Zen-Philosophie einzuführen. An Gottesdiensten und Zen-Übungen kann teilgenommen werden. Übernachtung im Kloster. (F, A)
Bahnfahrt nach Kyoto. Mit ihrer Fülle an Kulturgütern zählt die ehemalige Kaiserstadt Kyoto zu den interessantesten Städten Ostasiens. Unser erster Besuch gilt dem Kiyomizo-Tempel, der im Jahre 789 gegründet wurde und der elfköpfigen Kannon (Göttin der Barmherzigkeit) geweiht ist. Wir spazieren durch die Einkaufsstraßen Ninenzaka und Sannenzaka und besuchen die Sanjo-Brücke, die das westliche Ende des Nakasendo Trails darstellt. Übernachtung im Hotel. (F)
Am Vormittag besuchen wir das Iga-ryu Ninja-Museum. Ein Ninja ist ein Partisanenkämpfer des vorindustriellen Japans, der als Kundschafter, Spion, Saboteur oder Meuchelmörder eingesetzt wurde. Höhepunkt der Besichtigung ist eine Ninja-Demonstration, bei der Anhänger der Ninja-Tradition ihre furchterregenden Fähigkeiten in einer aktionsreichen und unterhaltsamen Darstellung der Kämpfe mit echten Waffen zeigen. Am Nachmittag besuchen wir die Stadt Iga Ueno. Hier wurde der bekannteste Haiku-Dichter Basho geboren. Besuch des Matsuo Basho Memorial Museums und Rückkehr nach Kyoto. Übernachtung im Hotel. (F)
Heute entdecken wir die schönsten Tempel, Zen-Gärten und Shinto-Schreine in Kyoto. Am Nachmittag besuchen wir den Nishiki-Markt, auf dem wir all die leckeren Lebensmittel finden, die die bekannte und schmackhafte “Kyoto-Küche" kennzeichnen. Übernachtung im Hotel. (F)
Ende der Rundreise. (F)