2     Ausflugtipps – sehen und erleben

2.1  Regionen

2.2  Touren

2.3  Highlights und Insidertipps

2.4  Events

2.5  Kultur

2.6  Nachtleben

2.7  Sport

2.8  Dienstleistungen


2.1 Regionen

  • Hokkaido, die Insel selbst und die kleinen umliegenden Inseln:
    Hokkaido ist Japans zweitgrößte Insel. Sie befindet sich in der gemäßigten Monsunzone, auf der Insel gibt es noch aktive Vulkane und viele Thermalquellen, die die Schönheit der unbewohnten  Regionen noch hervorheben. Wer campen oder wandern möchte, ist hier richtig. Aber auch Freunde des  Wintersports werden sich auf Hokkaido wohlfühlen, ebenso Tierliebhaber,  denn man kann  hier viele Tiere in freier Wildbahn erleben. Zudem befinden sich auf der Insel mehrere Nationalparks.

  • Tohoku, das nördliche Honshu:
    Diese Region befindet sich auf der größten Insel Japans, Honshu. Tohoku hat nur einige Großstädte und ist eher dünn besiedelt. Die Küste der Insel besteht zum größten Teil aus Felsen, in den Bergen gibt es hunderte heiße Quellen.

  • Kanto, das östliche Honshu:
    Dies ist der östliche Teil der Insel Honshu und ähnlich wie Tohoku eher eine ländliche Gegend. Die Halbinsel Dagoshima ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Japaner, daher ist es dort gerade am Wochenende sehr überlaufen.

  • Chubu, das zentrale Honshu:
    Chubu ist der zentrale Teil von Honshu, die Region verbindet die zwei kulturellen zentralen Regionen Kansai und Kanto. Hier kann man das japanische Wahrzeichen, den Berg Fuji finden. Chubu lässt sich in drei weitere Regionen unterteilen, die sowohl klimatische, als auch landschaftliche Unterschiede aufweisen. Der nördliche Teil liegt am Japanischen Meer, wo oft ein raues Klima herrscht. Die Küste des Pazifiks ist dicht besiedelt und hat sich im Laufe der Zeit zu einem Industriegebiet entwickelt. Im Inland der Region liegen die Japanischen Alpen.

  • Kinki, west- zentral Honshu:
    Die Region liegt im westlichen Teil der japanischen Hauptinsel und hat auf der Halbinsel Shima eine schöne Küstenlandschaft. Zu dieser Region gehören die Städte Kobe und Osaka, also das Zentrum der Industrie und des Handels. Aber auch die Städte Kyoto und Nara ziehen jährlich tausende Touristen aus aller Welt an. 

  • Chugoku, das westliche Honshu:
    In dieser Region findet man sowohl Gebirge, als auch eine Anbindung ans Meer. Der nördliche Teil der Region ist eher dünn besiedelt, die Südküste hingegen ist dicht besiedelt. Interessante Städte für Urlauber sind Kurashiki und Hiroshima.

  • Shikoku, die Insel im Südosten:
    Es ist die kleinste der vier japanischen Hauptinseln. Zur Region gehört die Insel selbst und weitere kleine Inseln. Fast alle großen Städte befinden sich im nördlichen Teil der Region. Im Osten und Westen gibt es Berge. Der südliche Teil ist dünn besiedelt und gebirgig. Die Insel ist eher abgeschieden und lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft.  

  • Kyushu, die Insel im Südwesten:
    Diese Insel ist die drittgrößte Japans und die zweitbevölkerungsreichste des Landes. Auch diese Insel ist sehr gebirgig, zudem beheimatet sie den aktivsten Vulkan Japans, den Aso. Weitere Vulkane gibt es im Süden. Kyushu ist die südlichste Hauptinsel und spielt durch seinen Hafen eine große Rolle, wenn es um den Kontakt mit dem Ausland geht. Das Klima in dieser Region ist milder als in anderen Teilen des Landes. Das beliebteste Reiseziel dieser Region ist Nagasaki, das durch den Atombombenabwurf 1945 weltweit traurige Berühmtheit erlangt hat.


Fuji-san

Der Berg Fuji ist das Wahrzeichen Japans und mit 3.776 m nicht nur der höchste Berg Japans, sondern auch der symmetrischste Kegel weltweit. Er liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshu und wird als aktiv mit einem geringen Ausbruchsrisiko eingestuft. Die Kuppe des Berges überragt andere Gipfel und manchmal sogar die Wolken. In Japan wird er Fuji-san genannt, im Westen trifft man oft auf die Bezeichnung Fijiyama bzw. Fudschijama, die jedoch nicht korrekt ist und mit einem Lesefehler des Zeichens für “Berg” zu erklären ist. Der Namensursprung ist umstritten: Eine Geschichte besagt, dass der Name von dem Wort fujinendlos kommt. Ein japanischer Namensforscher geht jedoch vom Wortursprung fuji → für Regenbogen aus.

Der erste Ausbruch ereignete sich vor circa 8.ooo bis 10.000 Jahren und der letzte am 16. Dezember 1707. Der Berg ist schon seit einiger Zeit eine echte Touristenattraktion, sodass im Sommer rund 3.000 Menschen täglich den Gipfel besteigen. Früher durfte der Berg allerdings nur von Pilgern und Priestern bestiegen werden und der Aufstieg für Frauen ist erst seit dem Jahr 1872 erlaubt.

Den  besten Ausblick vom Gipfel hat man, wenn die Sonne über dem Pazifik aufgeht. Möchte man diesen Anblick genießen, sollte man auf einer Höhe von 3.000 bis 3.5000 m in einer Hütte eine Pause einlegen und um zwei Uhr nachts wieder aufbrechen. An den Hängen des Fuji-san wachsen rund 2.ooo verschiedene Pflanzenarten. Auf den oberen Hängen wächst nichts, da sie mit Vulkanasche bedeckt sind. Besonders schön sieht der Fuji aus, wenn er mit Schnee bedeckt ist. Der Fuji-san - und auch jeder andere Berg in Japan - ist jedoch im Winter der Aufenthaltsort der Bergheiligen und darf zu dieser Zeit nicht bestiegen werden. Der Berg wird erst im Frühjahr zum Bergsteigen freigegeben, wenn die Götter in die Reisfelder übersiedeln. Die offizielle Bergsteigsaison dauert vom 1. Juli bis 31. August, in der Zeit sind viele Japaner und auch Touristen auf dem Berg unterwegs. Zum Gipfel führen zehn Pfade, die 15-25 km lang und in jeweils zehn Abschnitte eingeteilt sind. Wer nicht den ganzen Weg laufen möchte, der kann auch den Bus nehmen. Dieser fährt bis zur fünften Etappe. Von dort aus sind es noch ungefähr vier Stunden bis zum Gipfel. Wer sich auf dem Weg dorthin stärken oder ausruhen möchte, der kann das in den zahlreichen Berghütten tun, die man an jeder Station findet. Man sollte allerdings beachten, dass die Preise hier höher sind als in der Stadt. Wer ganz nach oben möchte, muss warme und wetterbeständige Kleidung dabeihaben, denn auch im Juli/August herrschen auf dem Gipfel Temperaturen um die 5-6º C. Nicht vergessen sollte man auch Sonnencreme, eine Kopfbedeckung, Wanderschuhe, eine Taschenlampe und genügend Wasser. Der Aufstieg ist recht beschwerlich, da die Vulkanschlacke sehr rutschig ist. Auch die Höhenkrankheit kann sich oberhalb der achten Etappe einstellen. Leidet man an Übelkeit und Kopfschmerzen, sollte man sofort mit dem Abstieg beginnen. Auf dem Berg gibt es keinen Schutz vor den Elementen, der Wind ist sehr kräftig und auch die Sonne scheint sehr intensiv. Auf dem Gipfel wird man aber nicht nur durch den atemberaubenden Ausblick für den Aufstieg belohnt. Hier gibt es auch den Sengen-Schrein, der gerne von Touristen besucht wird. Zudem gibt es eine Post, eine Wetterstation, Stände mit Souvenirs und Nudelstände, die 24 Stunden am Tag geöffnet haben.

Wer kein Freund des Bergsteigens ist, kann auch um den Berg herum Erholung finden, denn am Fuße des Bergs liegen fünf Seen. Die Umgebung des Bergs ist ein ganzjähriges Erholungsgebiet. Im Sommer kann man dort wandern, angeln oder schwimmen und im Winter Eislaufen oder Skifahren. Entspannung kann man in einem der Hotels oder in einer heißen Quelle finden.

An der nördlichen Seite des Fuji-san liegen die fünf Seen, die nicht nur im Sommer ein beliebtes Reiseziel sind. Die Japaner kommen besonders gerne im Herbst hierher, da die Blattfärbung der Bäume wunderschön ist und die ganze Landschaft in wundervolle harmonische Farben getaucht wird. Die gesamte Landschaft hat für viele Menschen besonders an Herbsttagen eine spirituelle Bedeutung. Den schönsten Blick auf den Berg Fuji hat man vom Kawaguchi-ko. Dieser See hat eine Wasserfläche von 610 h. In der Nähe findet man den Vergnügungspark  Fujiku Highland, welche besonders für Familien schön ist.

Die symmetrische und anmutige Form, die Verwandlung im Tages- und Jahresverlauf und die majestätische Erscheinung haben den Berg zum Symbol des Landes und zu einem beliebten Kunstmotiv gemacht. Der Fuji-san ist auf zahlreichen Holzschnitten aus dem 19. Jahrhundert abgebildet. Die Künstler Ando Hiroshige (1797-1858) und Katsushika Hokusai (1790-1849) brachten Serien mit dem Titel “36 Ansichten des Fuji” heraus. Ando Hiroshige stellte den Berg auch in “Die 53 Stationen von Tokaido” dar, die im Jahr 1833/34 erschienen. Der Berg bildet ebenso häufig den Hintergrund bei Abbildungen von Tokio. Auch heute kann man ihn von dort aus sehen, zwischen den hohen Wolkenkratzern hindurch. Auch auf Schnitzereien, Fensterrahmen und Kimonos ist der Berg ein beliebtes Motiv. Gleichermaßen ist der Fuji-san ein beliebtes Thema der japanischen Literatur, besonders in Gedichten.


Onsen – Japans Badekultur
Dank der Feuerberge gibt es sie im ganzen Land, in Höhlen, auf dem Land, im Urwald, im Gebirge und sogar in den Großstädten und Autobahnraststätten. Die Rede ist von Japans Thermalquellen. Sie sprudeln überall im Land und sind vulkanischen Ursprungs. Insgesamt gibt es über 25.000 Thermalquellen in Japan. Aus der Erde des Landes sprudeln pro Minute ca. 2.500 Kubikmeter Wasser. Ein öffentliches Badehaus wird Onsen genannt. Es wird mit Thermalwasser gespeist, das extra aufbereitet wird, wenn eine Quelle weiter entfernt liegt. Der Besuch in so einem japanischen Badehaus ist nicht nur ein regenerierendes, heilsames und geselliges Erlebnis, sondern man kann auch Einblicke in die Alltagskultur der Japaner bekommen.

Wie im Gesellschaftleben auch, gibt es ebenso in den Onsen eine Etikette und somit einige Fettnäpfchen, in die man als unwissender Tourist tappen kann. Unkundige Ausländer werden in Japan auch “gaijins” genannt, allerdings ist man mit den Neulingen nachsichtig und verzeiht ihnen Fehler sehr schnell. Damit man aber nicht allzu große Fehler macht, sollte man sich an die wichtigsten Regeln halten.

In den Badehäusern baden Männer und Frauen getrennt voneinander und vollkommen nackt. In einigen Onsen ist auch gemischtes Baden erlaubt. Wer eine Umkleide aufsucht, der sollte aufpassen, denn sie sind nur mit japanischen Zeichen versehen. Oft gibt es aber einen Farbcode: Rot für Frauen und Blau für Männer. Gibt es keine farbigen Zeichen, sollte man lieber nachfragen. Bevor man sich in einer der Quellen entspannen kann, ist es unerlässlich sich gründlich zu waschen. Hierfür stehen kleine Sitzhocker, Wasserhähne und Duschbrausen zur Verfügung. Erst wenn auch der letzte Rest der Seife abgespült ist, darf man in das Wasser einsteigen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn viele Anfänger unterschätzen die Wassertemperaturen. Bevor man sich in das wohlige Nass begibt, sollte man die Temperatur überprüfen, denn nicht selten hat ein Becken bis zu 50º C. Daher sollte man ein Anfängerbecken mit ca. 38º C für den Anfang vorziehen.

Ein unverzichtbares Utensil ist ein kleines Handtuch, das nicht größer als ein Taschentuch ist. Man gebraucht es allerdings nicht zum Abtrocknen - dafür wäre es auch ziemlich klein geraten - sondern als Kopfbedeckung, kühlenden Waschlappen oder Bedeckung für den Schambereich.

Eine weitere Baderegel besagt, dass der Körper bis zu 10 cm oberhalb des Bauchnabels mit Wasser bedeckt sein muss und auch die allgemeine Badezeit sollte eingehalten werden. Als empfehlenswert werden 20 Minuten angesehen, denn das Blut benötigt ca. 60 Sekunden, um im Körper zu zirkulieren, bei 20 Minuten sind das folglich 20-mal und dies wird als ideal angesehen, um den Körper zu erwärmen. Wichtig ist es auch Ruhepausen einzulegen. Man sollte auch unbedingt darauf achten keine anderen Badegäste zu belästigen. Gespräche und laute Diskussionen sind genauso unerwünscht wie Spritzen und Planschen. In vielen Onsen werden keine Tätowierungen geduldet. Wenn man eine hat, sollte man sich im Vorfeld erkundigen.

Eine der Hochburgen, wenn es um Onsen geht, ist Beppu auf der japanischen Hauptinsel Kyushu. Hier gibt es 168 öffentliche Bäder und 3.000 Thermalquellen. Fast jedes traditionelle Ryokan (japanisches Reisegasthaus) und Hotel verfügt über seinen eigenen Onsen. Zudem gibt es hier die verschiedensten Onsen-Arten. Große Schlammbäder, viele Outdoor-Pools, Bäder, bei denen man bis zum Kopf in heißen Lavasand eingegraben wird oder romantische Bäder zu zweit, sogenannte Rotemburos. Wer lieber den ursprünglichen Genuss unter freiem Himmel vorzieht und dafür nichts bezahlen möchte, sollte nach Kawayu im Westen von der Insel Honshu reisen. Hier kann man sich am Oto-Fluss sein eigenes Mini- Onsen bauen. Dafür muss an nur eine Mulde in das Ufer aus Kieselsteinen buddeln und schon fängt das heiße Wasser an zu sprudeln. Der ultimative Sommerspaß wird es, wenn man zwischen der heißen Quelle und dem kühlen Fluss hin und her springt.

Die Badekultur Japans reicht weit zurück. Ausgrabungen haben ergeben, dass Japaner schon vor 10.000 Jahren in heißen Quellen gebadet haben. Sogar die bekannten Samurai Krieger haben schon ein entspannendes Bad in den Quellen genossen. So ziehen heute die heißen Quellen von Japan immer mehr Menschen an und das etwas andere Badevergnügen ist zu einem wichtigen Bestandteil der japanischen Tourismusindustrie geworden.


Japanische Alpen

Die Japanischen Alpen befinden sich auf der Hauptinsel Honshu. Aufgeteilt sind sie in Nordalpen (Hida- Gebirge), Südalpen (Akaishi- Gebirge) und die Zentralalpen (Kiso- Gebirge). Neben dem berühmten Berg Fuji-san gibt es noch andere Dreitausender, wie den Hotaka-dake (3190m) oder den Kita-dake (3193 m). Der 3067 m hohe Ontake ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Wallfahrten, er ist auch ein Vulkan, der aktiv ist. Die letzten Ausbrüche wurden in den Jahren 1979 und 1980 verzeichnet.

Die Wandersaison beginnt Anfang Juli und endet Mitte September. Einige Hütten haben aber schon ab Anfang Mai zur Goldenen Woche geöffnet. In den Nordalpen kann es besonders an den Wochenenden und in den ersten Tagen im August voll werden.

Bis zum 19. Jahrhundert war das Bergsteigen in Japan noch nicht wirklich beliebt. Lediglich Priester und Mönche machten sich auf den Weg zu den Gipfeln der Japanischen Alpen. Populär wurden Bergwanderungen erst durch den britischen Missionar Walter Weston. Er gilt bei vielen örtlichen Bergen als offizieller Erstbesteiger. Heute ist Bergsteigen bei männlichen Japanern ab 50 die beliebteste Freizeitbeschäftigung. Einen Boom gab es  im Jahr 1964, als das Buch “Die 100 berühmtesten Berge Japans” erschien. Junge Japaner hingegen findet man auf den Bergwanderwegen nur selten. Im Vergleich zu den europäischen Alpen sind die japanischen Alpen um einiges grüner, denn das milde Klima und die vielen Regenschauer sorgen für eine üppige Vegetation. Gegensätzlich zu Europa, gibt es in den japanischen Alpen keine Gletscher. Doch auch hier kann im Sommer noch Schnee auf den nördlichen Hängen der Dreitausender liegen sehen.

Besonders die Nordalpen sind für die Japaner ein wahres Wanderparadies. Da die Japanischen Alpen nicht weit entfernt der Ballungszentren Nagoya und Tokio liegen, sind sie vor allem im Sommer reich besucht. Nicht zuletzt, da sie durch ein Netz von Wanderwegen gut erschlossen sind. Für den Aufstieg benötigt man nicht unbedingt eine Kletterausrüstung, da gefährliche Stellen durch Seile und Ketten gesichert sind. Die Besteigung ist allerdings fast genauso schwer, wie die des Fuji-san, obwohl er noch einige hundert Meter höher ist. Wer sich erholen oder stärken will, kann das in einer der zahlreichen Berghütten tun. Die Preise sind hier natürlich höher als in der Stadt, was unter anderem daher kommt, dass die Waren per Hubschrauber eingeflogen werden müssen. In den Berghütten kann man nicht nur Essen und Trinken, sondern auch die Nacht verbringen. Jeder Gast hat einen Schlafplatz, der so groß ist wie eine Tatami- Matte. Je mehr Gäste Unterschlupf suchen, desto näher muss man zusammenrücken, was bei eher niedrigen Temperaturen in der Nacht nicht so schlimm ist. Eine Übernachtung inklusive Abendessen und Frühstück kostet pro Person zwischen 7.000 (ca. 55 EUR) und 9.000 Yen (ca. 71 EUR). Es gibt aber auch noch eine andere Übernachtungsmöglichkeit, die kostenlos ist. Es handelt sich um Notunterkünfte, die hinan-goya genannt werden, allerdings sind sie besonders im Sommer überfüllt. Wenn man seinen Schlafsack in so einer Unterkunft ausrollen möchte, muss man früh genug da sein.

Das Zentrum des Alpinismus in Japan bildet der schicke Ferienort Kamikochi in den Nordalpen. Wer sich nach einer Bergtour so richtig entspannen will, kann das in einer der zahlreichen heißen Quellen tun. Im Gegensatz zu den Nordalpen, sind  die Südalpen Japans nicht so gut erschlossen und auch schlechter eingebunden. Zudem herrscht hier auch wesentlich weniger Betrieb, als auf den Wanderwegen der Nordalpen. So kann es vorkommen, dass man bei seiner Wanderung keinem anderen Wanderer begegnet. Wer demnach auf Gesellschaft beim Bergsteigen lieber verzichten möchte, sollte die Abgeschiedenheit der Südalpen bevorzugen. Jedoch sind hier die Wanderwege nicht so gut ausgeschildert und auch die Distanz zwischen den Berghütten ist größer. Für einen Wochenendausflug bietet sich der von Tokio drei Stunden entfernte Yatsugatake an. Der erloschene Vulkan besteht aus acht Gipfeln. Einer Legende nach war dieser Berg einst höher als der Fuji-san, nach einem Vorherrschaftskampf wurde er aber von ihm besiegt und ist in acht Teile zerbrochen.

Nichts für Anfänger ist die Wanderung durch die Schlucht Daikiretto (“Der große Schnitt”) zwischen Okuhodaka und Yarigatake. Diese Kletterpassage ist Teil einer Wanderung, auf der an einem Tag sechs Berghöhen von Dreitausendern zu besteigen sind. Die Wanderstrecke ist voll von senkrechten Leitern und Klettersteigen, sie führt an Stahlketten entlang über Grate, an deren Seiten es hunderte Meter in die Tiefe geht. Die Route ist mit weißen Kreisen gekennzeichnet, trifft man auf rote Kreuze, bedeutet das, dass man schnell umkehren sollte. Diese Wanderung ist nur etwas für Menschen ohne Höhenangst und mit ein bisschen Erfahrung in Sachen Bergsteigen. Fühlt man sich der Herausforderung jedoch gewachsen, kann man sich auf ein einmaliges Erlebnis freuen, denn man darf eine der spektakulärsten Berglandschaften des Landes erleben. Man sollte beachten, dass es bei der Wanderung zu einem raschen Umschwung des Wetters kommen kann und auch Regen und Schnee können die Strecke erschweren.

Der Aufstieg auf den Tsurugi-dake ist gleichermaßen berühmt, wie berüchtigt. Der 2.998 m hohe Berg liegt in der nördlichen Präfektur Toyama und ist selbst für erfahrene Bergsteiger noch eine Herausforderung. Seinen Namen trägt der Berg, da er an die Form eines Schwertes erinnert. Besonders die letzten hundert Meter zum Gipfel sind beschwerlich. Der Aufstieg wird zwar von vielen Kletterhilfen und Seilen unterstützt, doch man bekommt es mit der Angst zu tun, wenn man einen Blick in den Abgrund riskiert. Hat man den Aufstieg aber geschafft, wird man von der atemberaubenden Aussicht für die Strapazen entschädigt.


2.2 Touren

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Wer in Japan seinen Urlaub verbringt, sollte sich gut überlegen, wie er seine Zeit in Japan einteilt. Denn diese ist zu kostbar, um die gesamte Zeit am selben Ort zu verbringen. Schließlich ist Japan vielfältig und hat seine Besonderheiten auf das ganze Land verteilt. Daher eignen sich am besten Touren, um seine Zeit voll auszunutzen und so viel wie möglich zu Gesicht zu bekommen. Egal ob quer durch das ganze Land oder nur quer durch Tokio. Wenn man unterwegs ist, kann man viele Eindrücke des Landes und der Kultur aufnehmen und langweilig wird es so auch nie.

Eine Tokio Tour für..

…Jugendliche

Beginnen können die jungen Entdecker die Tour im Harajuku, dem berühmten Zentrum der Mode und des Stils der japanischen Jugendlichen. Die neusten T-Shirt- Kreationen und Accessoires findet man auf der Takeshita- Einkaufsstraße. Um den unkonventionellen Geschmack von Tokio zu bekommen, geht man am besten zur Cat-Straße. Hier gibt es angesagte Cafés, Boutiquen und Modeläden, in denen die neusten Entwürfe heimischer Young-Designer ausgestellt werden. Als nächstes sucht man das Gebäude der Präfekturenverwaltung Tokio in Shinjuku auf. Hier kann man die Touristeninformation finden, bei der man viele interessante Touristenbroschüren erhalten kann. In den oberen Stockwerken des Gebäudes gibt es Aussichtspunkte, von denen aus man die ganze Stadt überblicken kann. Nahe  Shinjuku ist es möglich Meisterdemonstrationen in Karate zu beobachten. In einem traditionellen Dojo - einer Trainingseinrichtung - kann man Profis bei dem japanischen Traditionssport zuschauen, der nicht nur das körperliche, sondern auch geistige Wohlbefinden steigern soll. Am Abend empfiehlt sich dann zum krönenden Abschluss eine Zugfahrt über die Regenbogen-Brücke zum Odaiba Ufergebiet. Dort kann man mit dem berühmtesten Riesenrad der Stadt fahren und im Anschluss in einem der zahlreichen Restaurants essen, welche Mahlzeiten zu günstigen Preisen anbieten.

…Familien
Familien beginnen eine Tour am besten im historischen Asakusa-Viertel. Dort kann man die traditionellen Tempel besuchen, aber auch Geschäfte und Einkaufspassagen. Wer möchte, kann sich eine Fahrt mit einer Rikscha leisten, was besonders für Kinder spaßig ist. Im Anschluss kann man gut Souvenirs für die ganze Familie im Kappa-bashi-Viertel einkaufen. Hier gibt es alles zu kaufen. Von Küchenartikeln über Snacktüten, bis hin zu Sushi aus Plastik. Sollte gerade ein Sumo-Turnier stattfinden, bietet es sich an nach Ryogoku zu fahren, denn dort gibt es die bekannte Kokugikan-Sporthalle, in der die Wettkämpfe ausgetragen werden. Als Mahlzeit empfiehlt sich dort dann der traditionelle Sumo-Eintopf Chanko nabe, der in vielen Restaurants serviert wird. Hat man kein Interesse an Sumo, kann man alternativ zum Tokio Disney Resort reisen. Dort gibt es den Disney Sea Park und den Disneyland Park, der nicht nur für die Kleinen ein wahres Vergnügen sein kann. Zum Abschluss des Tages sollte man eines der vielen Familienrestaurants besuchen und sich ein stärkendes Essen gönnen, bevor es in eine der typischen Spielhallen weiter geht, in der jeder ein Spiel nach seinem Geschmack findet, auch Mama und Papa.

…Fahrradfahrer

Denkt man an Japan, besonders an Tokio, hat man gleich Hochhauskomplexe, überfüllte Straßen und Menschenmassen vor den Augen. An eine gemütliche Fahrradtour würden hier wohl die Wenigsten denken. Bei einer Radtour durch Tokio strampelt man gemütlich auf dem Bürgersteig und das ohne von Passanten beschimpft zu werden. Der Bürgersteig ist breit und bietet sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer genug Platz. Natürlich müssen beide Gruppen dennoch weiter gut aufpassen und in gefährlichen Situationen ausweichen. Trotzdem ist die Koexistenz zwischen Radfahrern und Fußgängern sehr friedlich.

Ein guter Ausgangspunkt für eine Fahrradtour durch die City von Tokio ist der Bahnhof. Die Fahrt entlang des Nihonbashi River ist erstaunlich leise. Kein Hupen oder Geschrei. Hier kann man sorglos in die Pedale treten. Eine kleine Pause bietet sich im historischen Fischerdorf Tsukudajima an. Mittlerweile ist es durch Brücken mit dem Rest der Stadt verbunden, doch früher war es eine kleine Insel. Im Anschluss ist die Weiterfahrt zum Fischmarkt Tsukiji empfehlenswert, denn hier bekommt man nicht nur ganz früh morgens frischen Fisch, wie sonst nirgendwo auf der Welt. Nach einer kleinen Stärkung sollte man nach Odaiba fahren, denn dieser Stadtteil in der Bucht Tokios ist sehr modern. Hier kann man Ausblicke auf die spektakuläre Architektur genießen. Im Anschluss kann man mit dem Wassertaxi zum Hinode Pier fahren. Wieder auf dem Drahtesel, fährt man am Zojyoji- Tempel vorbei Richtung Tokio Tower, der dem Eifelturm nachempfunden ist. Ein guter Abschluss für die Radtour ist der Kaiserliche Palast und ein leckeres japanisches Essen.

…Senioren

Auch ältere Menschen können in Tokio einiges erleben. Eine kleine Tour mit einem Abstecher in das Yanaka-Viertel ist ideal. In diesem Viertel kann man die Kultur Japans in seiner ganzen Tradition auf einmal erleben. Nicht weit voneinander entfernt kann man Schreine und Tempel besuchen, Kunsthandwerkgeschäfte besichtigen und Leckereien von Imbissständen probieren. Danach sollte sich ein Besuch im Tokio Nationalmuseum anschließen. Alternativ kann man dorthin mit dem Taxi oder dem Bus fahren oder einfach einen schönen Spaziergang genießen. Im Museum befindet sich die größte Sammlung an Kunstschätzen und Kunsthandwerksartikeln des Landes. Die Gartenterasse des Museums ist ein schöner luftiger Ort, von dem aus man einen guten Blick auf einen traditionellen japanischen Garten hat. Um schnell in das Ginza-Viertel zu kommen, nimmt man am besten die U-Bahn, vor der man als Tourist keine Angst zu haben braucht. In diesem Viertel kann man nach Lust und Laune einkaufen oder gemütlich spazieren gehen. Für eine Pause bietet sich ein Café oder Teehaus an, in denen man nicht nur Kaffee und Tee trinken kann. Hier werden auch Sandwiches und Süßigkeiten angeboten, also genau das Richtige für viele Naschkatzen. Zum Ausklang des Tages bietet sich der Besuch eines Theaters oder eines Konzertes an. Wer lieber entspannen möchte, sollte eine der zahlreichen heißen Quellen besuchen, die nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist neue Kräfte verleihen.

Unterwegs mit dem Auto
Eine Tour mit dem Auto bzw. Mietwagen bietet sich in Japan nicht unbedingt an. Dies liegt aber nicht nur an den ungewohnten Linksverkehr. In Japan gibt es kaum englischsprachige Straßenschilder, welche die Fahrt erheblich erschweren. Sollte man trotz mangelnder Sprachkenntnisse mutig genug sein, ist zu beachten, dass Deutsche und Schweizer zusätzlich zum Führerschein, auch noch eine Übersetzung der Lizenz ins Japanische benötigen, um in Japan am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Diese Übersetzung bekommt man beim japanischen Automobilclub JAF, der Deutschen Botschaft in Tokio oder beim Deutschen Generalkonsulat in Osaka.

Möchte man mit dem Auto fahren, bietet sich dies eher in den ländlichen Regionen an. Man sollte allerdings darauf achten, dass in Japan die Promillegrenze 0‰ beträgt. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind zu beachten. Auf Landstraßen darf man nicht schneller als 60 km/h fahren und auf Autobahnen nicht mehr als 100 km/h. Anders wie bei uns in Deutschland, wo man auf der Landstraße 70, teilweise sogar 100 Stundenkilometer fahren darf.
Das Tanken in Japan stellt keine Probleme dar, da viele Tankstellen über einen Full-Service verfügen. Dort wird das Fahrzeug von einem Tankwart getankt und gewaschen. Wer auf der sicheren Seite sein will, der sollte immer Bargeld mit sich führen, denn nicht alle Tankstellen akzeptieren internationale Kreditkarten. Wer es sich zutraut, kann auch an einem der Tankautomaten tanken, der einen per Anweisungen dirigiert, um so an sein gewünschtes Benzin zu kommen.

Einige Autobahnen sind in Japan mautpflichtig, so muss man auf der Strecke Tokio – Nagoya 7.100 Yen/ 51 € bezahlen, auf der Strecke Tokio – Osaka  sind es 10.650 Yen/ 77 € und von Tokio nach Fukuoka 22.050 Yen/ 160 €

Auf den Stadtautobahnen muss man einen Fixbetrag von 500-700 Yen/ 3,60-5 € bei der Auffahrt auf die Autobahn bezahlen.

Mietwagen
Wer in Japan über Land fahren möchte, sollte sich am besten  einen Mietwagen zulegen. Das gilt allerdings nicht in der Stadt. Da ist man besser mit Bus und Bahn unterwegs. Was auch wichtig zu wissen ist, das in Japan Linksverkehr  gilt und das man mit einem Deutschen Führerschein nicht weit kommt, man sollte ihn sich offiziell übersetzen lassen, am besten bei der Botschaft. Es gibt wenige Parkplätze in den Städten und hinzu kommt noch das sie sehr teuer sind.

Unterwegs mit dem Fahrrad
Sobald man den Stadtrand der Großstädte erreicht hat, befindet man sich oft in einsamster Natur. Ein gut ausgebautes Radwegnetz findet man vor, wenn man kleine wenig befahrene Waldwege und Bergstraßen entlang fährt.

Man kann davon ausgehen, dass sich neben größeren Straßen immer ein Radweg oder zumindest ein Feldweg befindet, der das ungestörte Radfahren möglich macht.
In einigen Gegenden kann es sein das die Wege sehr uneben sind, dafür findet man wiederum anderswo Radwege in gehobener Ausstattung. z.B. mit Rastplätzen, Campingplatzen und Toiletten. Ganz besonders in der Nähe von Flüssen und der Küste. Wenn man die Straßen mit Deutschland vergleicht, fallen sie in Japan eher schmal aus. Sorgen muss man sich deswegen jedoch nicht machen, denn Japaner sind in Bezug auf Radfahrer sehr zuvorkommend. Sie überholen langsam und machen einen großen Bogen um diese. Bewundernswert ist auch die Geduld der Japaner. Es kann gut sein, dass sie an engen Straßen auch ganze 15 Min. hinter einem Radfahrer herfahren, weil sie nicht überholen können.
Der Oberflächenbelag auf Hauptstraßen ist gut ausgebaut, kleine Bergstraßen und Nebenstrecken hingegen können recht holprig sein und in sehr seltenen Fällen sind sie unasphaltiert.
Auf Bergstraßen ist Vorsicht geboten. Sie sind meistens steil und eng. Die Hand sollte man aus Sicherheitsgründen immer an der Bremse lassen und mehr als 20 km/h wird auch nicht möglich sein.

Unterwegs auf den Beinen – Wandern
Im Zeichen von Buddhismus und Shintoismus wandern die Japaner schon seit über 1000 Jahren. Auch als Tourist kann man sich auf die traditionsreichen Pilgerpfade begeben und das Land und seine schöne Landschaft besser und von einer anderen Seite kennenlernen. Ein beliebtes Pilgerziel ist die Halbinsel Kii, denn hier gibt es prachtvolle Berge, rauschende Wasserfälle und herrliche Bambuswälder, einer der wohl schönsten Orte der Welt. Hier gibt es ein sehr dichtes Netz von Pilgerwegen. Folgt man ihnen, kann man eine Fülle an schintoistischen Schreinen und buddhistischen Tempeln bestaunen. Dieses Gebiet zieht jedes Jahr bis zu 15 Mio. Wanderer und Pilger magisch an, denn die Mischung aus Kultur und Natur ist nicht nur bei den Touristen beliebt.

Für viele Pilger ist die Tempelstadt Ausgangspunkt ihrer Pilgerreise. Sie befindet sich auf dem 900 m hohen Berg Koyasan. Hier gibt es über 100 Tempel, in denen man auch übernachten kann.

Bei Touristen sind vor allem Zweitagestouren beliebt. Von Takijiro-Oji zum Schrein Hongu oder von dort zum Schrein Nachi. Auf dieser Route kann man einen Abstecher zum Yunomine Onsen machen, welches einer der ältesten heißen Quellen des Landes ist. Dieses Erlebnis sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn das Baden in den heißen Quellen ist ein ebenso regenerierendes, wie heilsames Vergnügen. Zudem werden hier tiefe Einblicke in die Alltagskultur der Japaner offenbart.

Der berühmteste Pilgerweg befindet sich auf Shikoku der Geburtsinsel des verehrten Kukai

Er selbst soll auf der Suche nach Erleuchtung die 1200 Kilometer gepilgert sein. Tempel um Tempel reihen sich wie eine Schnur aneinander. Die typischen Pilger nennt man Henro, sie bestreiten die gesamte Strecke und sind nicht übersehbar, da sie in weißen Gewändern, den Pilgerstöcken und einem kegelförmigen Strohhut wandern. Die Wanderung dauert mehr als 40 Tage.

Eine Wandertour zu…

..den japanische Alpen

Von Shinjuku 45 Minuten Autofahrt entfernt liegen schon die Japanischen Alpen, die sich auf 1000 Meter Höhe befinden. Im Sommer ist eine Wanderung hier besonders angenehm, denn so kann man der Hitze der Stadt entkommen. Hier gibt es alles, was das Wanderherz begehrt: schöne Wege, viel Wasser und eine prachtvolle Landschaft. Allerdings sollte man sich nicht auf eine einsame Wanderung freuen, denn je nach Wetterlage wandert man mit hundert oder tausend anderen, aber diese Tatsache sollte das schöne Erlebnis nicht schmälern.

…dem Berg Fuji
Eine alte Volksweisheit der Japaner bezüglich des Fuji besagt: einmal ist nötig, zweimal ist töricht. Grund dieser Weisheit ist wohl die Höhe des heiligen Berges. Mit 3776 m ist er der größte Berg des Landes und liegt nur knapp 120 km von Tokio entfernt. Allerdings sind jedes Jahr tausende Japaner und auch Touristen töricht, denn bei vielen bleibt es nicht nur bei einer Fuji-Besteigung. Die verschiedensten Wanderrouten kann man von Anfang Juli bis Ende August besteigen. Die meisten Fuji Fans beginnen bei der 5. Station, die auf etwa 2500 Meter Höhe liegt. Um den Mount Fuji zu besteigen, benötigt man ca. 6 Stunden und hinunter ca. 3 Stunden. Als Vorsichtsmaßnahme sollte man unbedingt die Wettervorhersage verfolgen und natürlich genug Wasser bei sich führen.

…dem Kyotos Berg
Für jeden Wanderer, der das Wandern mit Sightseeing verknüpfen möchte, ist der Kyoto Berg ein Muss. Besonders schön ist die Strecke entlang des Kiyotaki Flusses nach Arashiyama und von dort aus durch den Bambushain des Tempels Tenryuji. So erlebt man Kyoto von einer ganz anderen Seite.

…der Insel Yakushima
Ein weiterer Insidertipp ist die Insel Yakushima. Sie ist etwas weiter von Kyoto und Tokio entfernt, aber definitiv eine Reise und Wanderung wert. Erreichen kann man die Insel per Flugzeug oder Fähre. Ist man erst einmal da, wird man feststellen, dass sich die Reise gelohnt hat. Auf der Insel gibt es sehr gute Wanderwege, auf denen man die Insel erkunden kann. Berge die dicht bewachsen sind, uralte Zedernwälder, unzählige beeindruckende Wasserfälle, Onsen Quellen, unbenutzte Strände und wilde Affen lassen diese Eindrücke nie mehr vergessen.


2.3 Highlights und Insidertipps

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Das meistfotografierte Objekt in Kyoto ist der goldene Pavillion Kinkaku- ji. Diesen Namen trägt das Gebäude nicht umsonst, denn außen sind die Wände der zwei oberen Etagen mit Blattgold belegt. Einen besonders schönen Anblick hat man, wenn sich der Pavillion im See des Gartens spiegelt, so entsteht eine einzigartige Farbenkomposition.

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Nikko ist Tokugawa Ieyasu´s Mausoleum Toshogu, das nur innerhalb von zwei Jahren von über 15.000 Handwerkern erbaut wurde. Die gesamte Anlage spiegelt bewusst Macht und Reichtum wieder. An jedem Bauwerk findet man ungewöhnliche Kunstwerke, wie etwa die drei berühmten Affen, die nichts hören, nichts sehen und sagen wollen. Das wahre Prachtstück jedoch ist das Sonnenlichttor Yomei- mon, das mit unendlich vielen Schnitzereien und Goldfolien verziert ist.

In Tokio sollte man unbedingt den Tsukiji- Fischmarkt besuchen. Täglich werden hier  2400 Tonnen Fisch und Meerestiere verkauft, das sind gut ein Drittel aller Meeresprodukte in Japan. Als Tourist kann man hier das wohl frischeste Sushi der ganzen Welt essen, allerdings muss man für diesen Ausflug früh aufstehen, denn das Leben beginnt hier schon um 4.30 Uhr morgens.

Shinjuku
ist ein Teil Tokios und hat als Hauptattraktion das 48-stöckige Rathaus, das Tokio Metropolitan Government Office anzubieten. Das Gebäude ist 243 m hoch und beherbergt mehr als 13.000 Angestellte und Beamte. Besonders schön ist der Ausblick von der Aussicht im 45. Stock, an besonders klaren Tagen kann man sogar den Fuji- Berg sehen, ein wahres Erlebnis.

Das angesehene 12- stöckige Kaufhaus Mitsukoshi Ginza (Tokio) ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Für Touristen ist besonders die Lebensmittelabteilung interessant, hier findet man phantastische Leckereien, denen man kaum wiederstehen kann. Zudem hat man eine enorme Auswahl beim Kauf von Reis, denn hier gibt es 80 Sorten, zwischen denen man auswählen kann.

Wer sich in Tokio aufhält, sollte es nicht versäumen in das angrenzende Yokohama zu fahren, denn diese Stadt hat seinen ganz eigenen Charme und ist mit Tokio nicht zu vergleichen. Yokohama hat viele Kontakte ins Ausland und nicht zuletzt durch den Hafen - er ist der größte im ganzen Land - hat die Stadt einen internationalen Flair. Hier sollte man die Promenade und eines der  vielen guten Restaurants in Chinatown besuchen. Im Neubauviertel Minato- Mirai steht das höchste Gebäude Japans, der Landmark Tower mit einer Höhe von 296 Meter. In dem Gebäude gibt es einen Aufzug, der 45 km/h schnell ist, sodass man den 70. Stock schnell erreicht hat. Dort befinden sich auch die Retaurants des Towers. Auf der 69. Etage befindet sich die Plattform, von der man einen beeindruckenden Ausblick hat.

In Kyoto gibt es den Saiho- ji, einen Moostempel, der das Vorzeigestück altjapanischer Gartenkunst ist. Auf der Anlage gibt es einen See, der die Form des Schriftzeichens „Herz“ hat und einen Zen- Steingarten. In diesem Garten sollen hundert unterschiedliche Arten von Moss wachsen, obwohl man nach Expertenmeinung nur 30-40 Arten belegen kann. Damit die Idylle des Gartens nicht gestört wird, werden täglich nicht mehr als 200 Besucher hineingelassen. Vor einem Besuch braucht man jedoch eine Anmeldung, nach welcher man am besten im Hotel nachfragt. Vor dem Besuch sollte man aber wissen, das es eine 90- minütige Besichtigung gibt, vor der ein religiöses Pflichtprogramm stattfindet. Diese ähnelt einer Zen-Meditation. Pünklichkeit wird vorausgesetzt, ebenso wie eine Spende von 3.000 Yen (21,68 €).

Insidertipps

Viele haben schon davon gehört, wie merkwürdig die Toiletten in Japan sind. Diese sind jedoch ein absolutes Highlight. Sie sind garantiert alle elektrisch und eine Sehenswürdigkeit für sich. Es beginnt mit diversen Spülprogrammen, Musik, Video und gepolsterten Klobrillen. Am Anfang bekommt man das Gefühl, dass man leicht überfordert ist. Man sollte auch beim Betätigen der diversen Knöpfe aufpassen, dass man nicht geduscht rauskommt.

Zum Thema Essen sollte man wissen, dass wenn ein Japaner ständig die Nase hochzieht, man ihm nie ein Taschentuch reichen sollte. Es ist einfach unüblich in Japan ein Taschentuch zu benutzen. Die Suppe wird auch lautstark geschlürft. Dies hat nicht mit schlechten Tischmanieren zu tun. Es ist mehr eine Geste, die zeigt, dass einem das Essen schmeckt. Die Essensstäbchen, mit denen in Japan ausschließlich gegessen wird, darf man auf keine Fall senkrecht in den Reis stecken. Das macht man nur zur Ehrung von Toten. Genauso wenig sollte man sein Stäbchen an den Tischnachbar weiterreichen, das ist auch eine Ehrung zur Totenfeier.  Ein kleiner Tipp: bevor man das erste Mal in der Öffentlichkeit mit Stäbchen ist, sollte man vorher üben. Denn manchmal bekommt man in Restaurants kein anderes Besteck.

Ebenfalls ganz wichtig zu wissen ist, dass die Japaner ein Menge Nationalstolz haben. Mit Englisch kommt man hier nicht weit. Es kann passieren, dass wenn man in der U-Bahn neben einen Japaner sitzt, dieser aufsteht und sich woanders hinsetzt. Nicht, weil er einen als Person unangenehm findet, sondern weil er Angst hat auf Englisch angesprochen zu werden.

Wer Perlen in allen Farben und Formen mag, ist im Mikimoto in Tokio genau richtig. Hier im Laden des brühmten Perlenzüchters Mikimoto findet man unzählige Perlen in allen Größen und Farben und auch für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Wer seinen Lieben also eine besondere Überraschung aus Japan mitbringen möchte, wird hier das passende Stück finden.


2.4 Events

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Japaner feiern gerne, das merkt man an den vielen Festen im ganzen Land. Viele der Feste sind Dankfeste und haben schon eine lange Tradition. Zudem veranstalten viele buddhistische Tempel und shintoistische Schreine große Feste.

 

7.-11. Februar

Schneefest in Sapporo: Eis- und Schneeskulpturen werden im Park aufgestellt.

1.-14. März

Brunnenöffnung in Naras Todaiji- Tempel: Um zwei Uhr nachts findet bei Musik ein rituelles Wasserschöpfen statt.

8. April

Hana Matsuri: Buddhas Geburtstag wird in ganz Japan gefeiert.

3. -4. Mai

Dontaku- Fest: Ein Umzug von reitenden Sagengottheiten in Fukuoka, die von kostümierten Menschen begleitet werden.

14. Juni

Reisanbau- Fest in Osaka: Mädchen in Traditionskleidung pflanzen im zeremoniellen Rahmen Reis an.

17. & 24. Juli

Gion- Fest in Kyoto: Es ist die größte Feslichkeit der Stadt mit Wagen ud Prozessionen aus dem 17.Jh.

1.-7. August

Nebuta- Fest In Hirosaki

Nebuta- Fest in Aomori: Beliebtes Fest, bei dem es einen Umzug von großen Figuren aus Pappmache auf Wagen gibt.

14.-16. September

Fest des Tsurugaoka Hachiman- Schreins in Kamakura: Umzug mit Bogenschützen auf Pferden und Wagen.

14.-19. Oktober

Doburoku Matsuri in Shirakawa-go: Erntefest, hier wird viel getrunken und getanzt.

22. Oktober

Fest der Stadtgeschichte in Kyoto: Die Geschichte der Stadt wird am Heian- Schrein nachgestellt

3. November

Daimyo- Prozession in Hakone: Prozession von Tokio nach Kyoto

15. November

Shichi- go- san- Fest: Ein Fest für Kinder, bei dem Familien Schreine besuchen, um für ihre Gesundheit zu danken und um Segen zu bitten.

31. Dezember

Namahage in Oga: Kinder werden von maskierten Männern erschreckt und ermahnt




2.5 Kultur

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Japan hat eine vielseitige und eigenständige Kultur, die nicht zuletzt aus der Isoliertheit des Landes entstanden ist. Einerseits eine Industrienation, ist dennoch das alte Japan mitsamt seinen Traditionen im ganzen Land allgegenwärtig und hat sich zusammen mit der Moderne zu einer harmonischen Einheit entwickelt. Um die Kultur Japans kennen zu lernen, bieten sich zum Beispiel Besuche in Museen oder Tempeln an, dort kann man die japanische Kultur bis zu ihren Anfängen verfolgen.

Sehenswürdigkeiten in…

…Kyoto

Chion-in:
Chion-in ist die ausgedehnteste Tempelanlage Japans. Mit 24m Höhe ist das große Haupttor San-mon das größte im Land. Die größte Glocke von Japan hängt ebenfalls in einem der Tempel. Sie wird jährlich zum Geburtstag des Priesters Honen angeschlagen. Dafür werden 17 Mönche benötigt. Der Priester Honen hat sich damals hier zu Tode gefastet, seitdem hat die gegründete Jodo-Schule einen religiösen Wert. In der Haupthalle kann man einen prächtigen goldenen Altar und ein Ebenbild des Sektengründers Honen finden. Der Holzfußboden in der Versammlungshalle „Dai Hojo“ wurde extra so verlegt, dass bei jedem Schritt ein „Quietsch Laut“ zu hören ist, damit man nicht belauscht werden konnte! Früher war das in Kyoto fast überall so üblich.

Daimonji-yama: Egal von welchem Ort, kann man Richtung Osten das große Schriftzeichen „dai“, am Hang des Berges sehen. Um die Seelen der Toten zu ihren Familien zu führen, geht es an jedem 16. August in Flammen auf. Es ist eines der wichtigsten Rituale beim O-Bon-Fest. Jeder, der sich den langen Aufstieg zumutet wird natürlich mit einem wunderbaren Panoramablick belohnt.

Daitoku-ji: Sie ist eine riesige Tempelanlage im Nordwesten von Kyoto, die aus 24 einzelnen Tempeln besteht und ein bedeutendes Zentrum der Zen-Schule Rinzai ist. 8 davon kann man jederzeit besuchen. Dabei darf man den Haupttempel „Daitokuji“ nicht vergessen. Hier findet man das Bild des Teemeisters Sen no Rikyu. Für die Japaner ist der Meister, der 1591 zum rituellen Selbstmord gezwungen wurde, ein Sinnbild für Reinheit.

Daisen-in: Daisen-in ist aufgrund seines berühmten Zen-Gartens, der bekannteste Tempel Japans. Anhand einer Spur aus Steinen und Kies kann man von der Terrasse aus ein Bild erkennen, dass den Fluss des Lebens oder die japanische Inlandsee darstellt, wobei sich an der Hauptfront ein Ozean bildet. Jeder Mensch findet an dieser perfekten Komposition aus Geist und Natur gefallen. Auf keinen Fall sollte man den kleinen Garten Koto-in im Herbst versäumen, wo die Ahornblätter mit ihrer tiefroten Farbe auf das Moos fallen.

Ginkaku-ji: Ein militärischer Anführer, auch „Shogun“ genannt, erbaute Ende 1500 die elegante Villa als geheimen Zufluchtsort. Der „Silberne Pavillon“ sollte eigentlich mit Blattsilber überzogen werden, was aber nie geschah. Trotzdem gehört diese Garten- und Tempelanlage zu den schönsten Orten von Kyoto. Zwischen den Kiefern ragen exakt geformte Sandkegel hervor.

Gion: Am Vormittag in einigen Straßen des Geisha-Distrikts kann man mit etwas Glück eine Geisha (Japanerin, die in den traditionellen Künsten unterwiesen wurde, z.B. Kalligrafie, Ikebana etc.) oder eine Maiko (Auszubildende zur Geisha) sehen. Hier hat man das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Aus den alten Teehäusern hört man fröhlichen Gesang und Shamisen-Kläge.

Gosho (Alter Kaiserpalast): Der alte Kaiserpalast ist für die Japaner eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, auch wenn es nicht die Schönste und nur schwer zugänglich ist. Der Palast ist mit 18 Gebäuden ausgestattet. Die Thronbesteigung findet in der Shinsin-den statt. Den offiziellen Kaiserstuhl findet man unter dem Baldachin mit einer Phönixfigur. Der Palast war eine Kaiserresidenz, die nach zahlreichen Bränden wieder vollständig erbaut wurde. Noch heute ist nur dem Kaiser der Durchgang durch das Südtor gestattet. Für die Kaiserin ist das Osttor vorgesehen.

Heian-Schrein: Zur 1100-Jahrfeier Kyotos wurde 1885 der kleine orangerote Nachbau des Kaiserpalastes errichtet. Um zur großen Staatshalle Daigokuden zu kommen, muss man erst durch das große rote Tor Otomon hindurch. Ebenfalls wenn man zu den Haupthallen und den Pagoden möchte. Hinter den Hallen befindet sich ein großer Teichgarten, der, wie bei den meisten Adeligen, mit einer großen Holzbrücke und einem Pavillon bestückt ist.

Hongan-ji: Der Osttempel (Higashi-Hongan-ji) wurde nach einem großen Brand 1895 wieder aufgebaut. In dem Tempel findet man ein Seil, dass aus den Haaren von den weiblichen Anhängern der buddhistischen Schulrichtung Jodo Shinshu (wahre Lehre vom reinen Land) geflochten wurde. Das Holz für den Neubau des Osttempels wurde damit beschafft.

Der Westtempel (Nishi Hongan-ji) zählt zu dem schönsten Bauwerk der Azuchi-Momoyama-Zeit. Er ist der Hauptsitz der Schule Jodo Shinshu. Mehr als über 12 Mio. Anhänger und 10000 Tempel gehören dazu.

Kinkaku-ji: Der „Goldene Pavillion“ diente Ende 1400 als Ruhesitz des Shoguns. Die beiden oberen Stockwerke sind mit Blattgold belegt. Es ist das meist besuchte Gebäude Kyotos.

Kiyomizudera: Dieser Tempel ist täglicher Anlaufpunkt für Jung und Alt. Hier hört man schon früh morgens die Holzdielen der Terrasse knarren. In dem Gebetshaus verharren still einige Mönche zum Gebet. Unterhalb der Haupthalle befindet sich eine Quelle, das „Tempelkloster des klaren Wassers“. Jeder, der Heilung sucht, holt sich mit langen Kellen das Wasser aus der Quelle und gießt es sich über die Hände. In den Gassen, die zum Tempel führen, kann man sich die besten Töpferwaren Kyotos kaufen. In den abzweigenden Kopfsteingassen kann man eine Tasse grünen Tee genießen.

Maruyama-Park: Jeder, der etwas Entspannung und Ruhe sucht, kommt hierher. Die Trauerkirche ist das Zentrum des Parks. Das Rathaus bietet eine traditionelle Küche an. Der Yasaka-Schrein befindet sich im Südosten. Er ist für den ersten Schreinbesuch in der Silvesternacht oder am Neujahrsmorgen ein beliebtes Ziel.

Nanzen-ji: Der schöne Zen-Tempel diente früher als kaiserlicher Ruhesitz und wird heute für die Rinzai-Schule genutzt. Wer Tee trinken möchte, kann dies in der Tempelhalle tun und vom zweiten Stock hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt.

Nijo-Schloss: Der Shogun ließ dieses Schloss in der Nähe des Tenno erbauen, um ihm zu zeigen, wer das Volk lenkt. In den Wohnräumen waren trotzdem Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Die Holzböden konnte niemand betreten, ohne bemerkt zu werden durch das Quietschen. In verschiedenen Geheimkammern warteten Leibwächter.

Ninna-ji: Das Tor dieser Anlage wird von finsteren Gestalten, Figuren aus Holz, bewacht. Sie sollte eigentlich als Palast dienen, wurde dann aber lediglich von einem kaiserlichen Prinzen bewohnt. Heute dient diese Anlage als Haupttempel der buddhistischen Omura-Schulrichtung.

Ryoan-ji: Jeder Japaner kennt diesen berühmten Zen-Garten der Rinzai-Schulen. Hier kann man 15 scheinbar zufällig verstreute Felsen sehen. Bis heute weiß niemand, wer der Schöpfer dieses Gartens war.

Sanjusangen-do: Der 1266 wieder aufgebaute Tempel verbirgt in seinem Inneren 1001 Stauen der buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit. Jedes Jahr am 15. Januar findet hier ein Toshiya-Fest statt. Wettkämpfe mit Bogenschützen, die von der Galerie durch die Halle schießen, sind hier zu bewundern.

Tetsugaku-no-michi: Dieser Spazierpfad, auch „Philosophenweg“ genannt, befindet sich zwischen dem Ginkaku-ji im Norden und den Nanzen-ji im Süden von Kyoto. In der Nähe wohnen berühmte Künstler und Wissenschaftler.

To-ji
: Diese Tempelanlage sollte eigentlich zum Schutz der Stadt dienen. Als sie militärisch nutzlos wurde, schenkte der Kaiser dem Mönch Kukai diese Anlage, wo er die buddhistische Shingon-Schule gründete. In der Lesehalle findet man 21 Bildnisse sowie in der Haupthalle den Heilenden Buddha Yakushi mit seinen zwei Begleitern.

Museen: In Kyoto gibt es das Nationalmuseum für moderne Kunst, populär ist es für die Sammlung zeitgenössischer Malerei und Keramik aus Japan. Ebenfalls in Kyoto findet man das Nomura Museum. Hier werden Geräte zur traditionellen Teezeremonie ausgestellt, aber auch Bilder, Schriftrollen und Keramik.

…Nara
Isui-Garten: Er ist einer der schönsten Gärten von Nara mit einem großen Karpfenteich. Mit einer Tasse Tee kann man hier hervorragend entspannen und sich ausruhen.

Kasuga Taisha: Der Klanschrein der Fujiware ist ein Laternenweg mit 3000 Stein- und Bronzelampen. Beim Laternenfest zweimal im Jahr werden die Lampen angezündet. Eine traditionelle Tanzvorstellung findet immer am Abschlusstag statt. In der Schatzkammer Homotsu-den befinden sich Insignien der Shinto-Zeremonien sowie Zubehör für die klassischen Theateraufführungen.

Kofuku-Tempel: Dieser Haupttempel wurde, nachdem Nara Hauptstadt wurde, von Kyoto umgesiedelt. Nur wenige von den 175 Gebäuden stehen noch. Das Wahrzeichen von Nara, die fünfstöckige Pagode, ist aber immer noch zu besichtigen. In der nationalen Schatzkammer befinden sich heute noch Kunstwerke aus allen Landesteilen.

Todai-ji: Diese riesige Tempelanlage wurde 745 von Kaiser Shomu als Hauptsitz aller buddhistischen Tempel Nippons gegründet. Auf dem Weg zur Haupthalle begegnen Ihnen zwei grimmig schauende Devas, die Wächter Buddhas. Sie gehen durch das Tor Nandaimon, welches durch 16 Säulen getragen wird. Die Halle ist das größte Holzbauwerk der Welt. Das Sehenswerteste in der Halle ist der große Buddha. Dort befindet sich ein Bronzepodest in Form einer Lotosblüte mit 56 Blättern, die ebenso viele Universen symbolisieren. Die rechte Hand des Buddhas bedeutet Frieden, die linke Hand die Erfüllung aller Wünsche. Die Statue ist das größte Bronzebildnis Japans. Auf der Rückseite des Buddha gibt es eine Holzsäule mit einem kleinen Eingang. Wer es schafft, durch die Öffnung zu kommen, findet angeblich Erleuchtung.

Shoso-in: Nicht weit von der Haupthalle entfernt findet man nördlich das alte kaiserliche Schatzhaus. Es war das älteste und wertvollste Gebäude Japans. Seit 1963 werden die Schätze aber im Nationalmuseum von Nara aufbewahrt.

Kaidan-in: Westlich der Haupthalle stehen im Kaidan-in berühmte Tonfiguren der vier Himmelskönige. Die Priesterweihe wurde hier früher vollzogen.

Nigatsu-do: Jedes Jahr findet in dieser Halle vom 1. bis 14. März die Zeremonie des Wasserschöpfens statt. Dies ist eine spezielle Weiheperiode für die Mönche des Tempels.

Sangatsu-do: In dieser Halle findet man eine überschaubare Ansammlung von Figuren aus der Nara-Zeit (710-794).

Museen: Schätze des 6. bis. 8. Jahrhunderts finden sich im Nationalmuseum in Nara. Ein ganzer Flügel ist buddhistischer Kunst gewidmet. Im anderen Teil des Museums gibt es wechselnde Ausstellungen. Kaiserschätze aus dem Shoso-in werden nur 2-3 Wochen (Okt.-Nov.) im Jahr gezeigt.

…Tokio

Asakusa: In diesem Stadtviertel bekommt man heute noch einen kleinen Eindruck davon, wie es früher einmal in Tokio war. Es war bekannt für seine Freudenhäuser, Theater und Jahrmärkte. Jetzt findet man dort Einkaufsläden, Restaurants und Handwerksbetriebe.

Das Zentrum von Asakusa ist der Asakusa-Kannon-Tempel. Möchte man dorthin, muss jeder zuerst durch das Donnertor (Kaminari-Mon). Dort sind heute noch die Köpfe der Götterstatuen Donner und Wind zu sehen. Eine kleine Gasse mit vielen Lädchen führt direkt zum Haupttempel. Das große Weihrauchgefäß ist dabei nicht zu übersehen. Die Gläubigen fächern sich den Rauch ins Gesicht. Der Weihrauch soll vor Krankheiten schützen.

Das Ebenbild der Göttin der Barmherzigkeit findet man in einem goldenen Schrein in diesem Tempel. Den Erzählungen nach, fanden 628 zwei Fischer diese Figur nahe einer Flussmündung. Hier beten die Japaner für Glück.

Das Bauwerk Awashima-do ist zum Wohle der Frauen errichtet worden.

Die Abtresidenz Dempo-in liegt westlich des Tempels und besitzt einen der schönsten Gärten von Tokio. Am Ufer des Teiches kann man sich die älteste Tokioter Glocke von 1387 ansehen.

Harajuku: Harajuku ist ein Stadtteil von Tokio, der Einkaufsmöglichkeiten für Jedermann bietet. Vor allem Jugendliche tummeln sich hier in den Seitenstraßen, wo es die preiswerten Läden gibt.

Kaiserpalast: Mitten Im Stadtzentrum von Tokio steht der Kaiserpalast, auf dem Gelände der ehemaligen Burg. Der Anblick gleicht einer riesigen grünen Insel. Nur 2mal im Jahr dürfen die Menschen den Palast besuchen, und das am 2. Januar und am Geburtstag des Kaisers.

Meiji-Schrein
: Das Shinto-Heiligtum wurde als Denkmal für den Meiji-Kaiser gebaut. Nach seinem Tode wurde Japan zu einem modernen Staat. Durch das größte hölzerne Schreintor (Ni-no-Torii) wandern in jeder Neujahrsnacht Japaner, um für Glück zu beten.

Shinjuku: Früher war Shinjuku (neue Unterkünfte) ein kleines Neubaugebiet, welches außerhalb der Stadt lag. Zu finden waren dort nur Absteigen und Bordelle. Erst 1932 wurde das Gebiet nach dem Bau eines Bahnhofs eingemeindet. Von da an wurde es zu einem Vergnügungsviertel für Einwohner mit etwas weniger Geld. Der Bahnhof ist mit Millionen Fahrgästen täglich der Verkehrsreichste der Welt. Das bewundernswerteste Gebäude ist das 48-stöckige Rathaus. Die Aussicht an sonnigen Tagen vom 45. Stock ist einfach traumhaft.

Sony Building: In diesem Gebäude stellt der Weltkonzern seine neusten Produkte für den Endverbraucher zum Testen aus.

Tsukiji-Fischmarkt: Der Fischmarkt ist der größte der Welt! Über 2400t verschiedenster Fischarten kann man hier kaufen. Köche, Feinschmecker oder Touristen sind hier anzutreffen. Die umliegenden Geschäfte und Lokale mit Obst, Gemüse und Fleisch haben auch geöffnet. Zwischendurch kann jeder das frischeste Sushi der Welt essen oder eine frische Nudelsuppe schlürfen.

Ueno-Park: Der öffentliche Park besitzt einige Tempel, eine berühmte Pagode (turmartiges Bauwerk) und die meisten Museen der Hauptstadt und dient als Oase der Ruhe. Der Kiyomizu-Tempel hat die Aufgabe, den Stadtteil vor bösen Geistern zu schützen. In der Nähe vom Ueno-Bahnhof, außerhalb des Parks, ist eine alte Passage mit zahlreichen Händlern und Marktschreiern.

Museen: Im Idemitsu-Kunstmuseum findet man chinesische und japanische Kunst unter einem Dach. Ausgestellt sind hier Malereien, Porzellan und Kalligrafien. Das Museum ist auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für die Tuscharbeiten des Zen-Mönchs Sengai.
Im Nationalmuseum werden über 90.000 Objekte ausgestellt. Hier findet man nicht nur Stücke der japanischen, sondern auch koreanischen und chinesischen Kunst. Da die Sammlung so groß und die Umfangreichste weltweit ist, können in den Museumsräumen nur Teile der Sammlung ausgestellt werden. Wer sich für Roboter interessiert, der sollte das Museum Miraikan besuchen. Es ist das Nationalmuseum für Entwicklung von Wissenschaft und Innovation. Hier bekommt man einen Überblick über den technischen Fortschritt und die aktuellsten Robotermodelle.

…Hakone
Hakone-Schrein
: Dieses Gebäude erreichen sie über einen Uferweg, der mit Zedernholz ausgelegt ist. Das rote Tor des Schreins leuchtet zum See hinüber. In der Nähe befindet sich noch eine Zollstelle der Edo-Zeit (1600-1868), die inzwischen als Museum zur Geschichte der Straße dient.

…Kamakura
Daibutsu (Großer Buddha): Der große Buddha ist die größte Hauptattraktion von Kamakura. Die hohe Figur stand damals in einer Tempelhalle, die 1495 von einer Flutwelle überrollt wurde. Jetzt befindet sich der große Buddha im Freien, wo seine Wirkung von Ruhe und Harmonie noch mehr zu Geltung kommt.

Engaku-Tempel: Dieser Tempel ist der älteste Zen-Gebäudekomplex Japans. Er befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Kita-Kamakura.

Kencho-Tempel: Ein chinesischer Priester gründete diesen größten Zen-Tempel 1253.

Tokei-Tempel: Früher war es nur den Männern vorbehalten, sich scheiden zu lassen. Deshalb wurde dieser Tempel, „Scheidungstempel genannt“, 1285 gegründet, indem sich Frauen flüchten konnten. Wenn sie 3 Jahre dort gelebt hatten, waren sie automatisch geschieden.

Tsurugaoka-Hachimangu: Dieser Schrein ist der wichtigste von Kamakura. In dem Schatzhaus befinden sich Kunstwerke aus mehr als 1000 Tempeln sowie Rüstungen, Masken und Schwerter.

…Nikko
Toshogu: Toshogu ist die berühmteste Begräbnisstätte Japans des Herrschers Tokugawa Ieyasu. 1634 wurde sein Enkel beauftragt diesen Schrein-Komplex zu bauen, was er innerhalb von 2 Jahren mit vielen Handwerkern auch schaffte. Die Wege sind aus Zegernholz und so vermittelt diese Stätte Reichtum und Macht. Möchte man den Schreinbezirk besichtigen, muß man über die heilige Shinkyo-Brücke, die mit vielen Steinstufen versehen ist. Hier findet man unter anderem die drei heiligen Speicher mit geschnitzten Elefanten. Der heilige Stall ist auch eine Besichtigung wert, dort befinden sich die drei Affen, die nichts hören, sagen und sehen wollen. Das Glanzstück der gesamten Anlage ist aber das mit Millionen Goldfolien und kostbaren Schnitzereien geschmückte „Sonnenlichttor“.

…Kanazawak
Kenroku-Garten: Kenroku bedeutet übersetzt „Die vereinigten Sechs“. Dies steht für: Abgeschlossenheit, Weitläufigkeit, Künstlichkeit, Altertümlichkeit, Wasser und weite Sicht. Am Ende des Teichs steht eine Steinlaterne, die auch „Kotoji“ genannt wird. Sie sieht aus wie eine Brücke in Form eines Zupfinstrumentes.

Samurai-Viertel Nagamachi: Dies ist eine wunderschöne kleine Gasse mit Erdwällen, Holzhäusern, Papierfenstern und versteckten Gärten. Jederzeit ist das Terajima-Haus zu besichtigen. Dort kann man im Teezimmer eine Schale grünen Tee trinken. Ein Muss ist auch das Seihatsuan Kaga Yuzen Silk Center, welches früher ein Samurai-Haus war, indem heute Kimonoseide gefärbt wird.

Seisonkaku: Die Villa von 1863 wurde von einem Fürst des Maeda-Klans für seine Mutter gebaut.

…Nagano
Zenko-Tempel: Über den Tempel werden viele Legenden erzählt, die aber bis heute niemand wirklich überzeugend erklären kann. Die erste Buddha-Statue ist im Jahr 552 auf dem Weg von Korea nach Japan verschwunden. Gerüchten zu Folge ist sie versteckt worden. Deshalb wird jetzt eine Kopie der Buddha-Statue alle 6 Jahre präsentiert. Eine Sehenswürdigkeit ist die Haupthalle (Hondo). Dort befindet sich eine Treppe ins Dunkel. Den Weg durch diese Gasse kann man sich nur ertasten und wenn man einen metallischen Gegenstand berührt, so hat man den „Schlüssel der Erlösung“ gefunden. Auch die Morgenandacht Ojuzu Chodai ist einen Besuch wert. Hier werden die buddhistischen Gebetsperlen gesegnet.

…Nagoya
Atsuta-Schrein: Der Atsuta-jingu gehört zu den heiligsten Gebäuden Japans. Hier befindet sich das kaiserliche Schwert (Kusanagi-no-Tsurugi). Nach Erzählungen bekam der Kaiser als Zeichen seines Status das Schwert sowie ein Juwel und einen Spiegel von der Sonnengöttin Amaterasu. Nur der Kaiser und seine Shinto-Priester durften es sehen.

Nagoya-Burg: Der Herrscher Tokugawa Ieyasu errichtete diese Burg. Besonders schön sind die zwei großen delphinähnlichen Geschöpfe aus Gold an den Giebelenden.

Museen: Das Tokugawa Kunstmuseum stellt Stücke der Shogun-Familie Tokugawa aus. Darunter sind Rollbilder, Keramiken und Lackarbeiten, wie auch Drucke und Kalligrafien. Die kostbarsten Stücke sind leider verschlossen, man kann sie nur auf einem Video bewundern.

…Okayama
Koraku-Garten: Der Koraku-Garten war der erste Garten Japans, der mit großen Rasenflächen, Bambus, Kiefern und Kirschbäumen versehen war.

…Hiroshima
Atombombenkuppel: Der Architekt Jan Leztel erbaute 1915 die ehemalige Industrie- und Handelskammer. 1945 zerstörte die zu Kriegszwecken eingesetzte Atombombe „Little Boy“ fast das ganze Gebäude. Heute steht nur noch eine Ruine. Zu jedem Jahrestag, dem 6. August, setzen die Einwohner Papierschiffchen mit brennenden Kerzen in den Ota-Fluss und erinnern so an die Toten der Familien.

Friedenspark (Heiwa-koen): Im Friedenspark befindet sich ein leeres Grabmal mit Satteldach. Hier brennt so lange eine Flamme, bis die letzte Nuklearwaffe auf der Welt abgeschafft worden ist. Für die Seelen der 200 000 Opfer steht dort am Turm geschrieben: „Ruhet in Frieden. Dieser Fehler wird sich nicht wiederholen!“

Kinderdenkmal: Dies ist ein sehr bewegendes Monument. Der Arzt der zehnjährigen radioaktiv verstrahlten Sasaki Sakado erklärte ihr, wenn sie es schaffe, 1000 bunte Papierkraniche zu falten, würde sie überleben. Sie schaffte 663 Kraniche und verstarb dann an Leukämie. Aus allen Landesteilen schmückten Menschen das Grab der kleinen Sasaki mit den restlichen Papierkranichen. Seitdem wird jedes Jahr der Friedenspark mit Papierkranichen, die für Leben und Glück stehen sollen, geschmückt.

Museen: Zu finden ist hier das Atombombenmuseum, das offiziell Peace Memorial Museum heißt, damit amerikanische Touristen nicht verärgert werden. Wie der Name schon sagt, kann man hier die Geschichte des Bombenabwurfs sehen. Auch die Folgen der Explosion werden aufgezeigt.

…Hemeji
Hemeji-jo: 1610 wurde die Burg mitten auf einen Berg gebaut. Sie gilt als das älteste noch erhaltene Bauwerk Japans. Die gesamte Anlage besteht aus 83 einzelnen Gebäuden. An der Mauer des Hauptturmes kann man heute noch gut erkennen, wie im japanischen Mittelalter gekämpft wurde. Die Anlage wird auch „Shirasagi-jö“ genannt, was auf Deutsch „Weißer Reiher“ bedeutet. Sie hat diesen Namen wegen der weißen Außenmauern bekommen. Durch die 46m hohe Wehranlage war es fast niemandem möglich, die Burg anzugreifen.

Koko-en: 1992 wurde dieser Garten mit neuen Gärten, zwei Teichen und einem Bach eröffnet. Den Edo-Stil kann man noch sehr gut erkennen. Früher standen hier zahlreiche Wohnhäuser der Samurai. Jetzt kann jeder im Pavillon eine schöne Tasse Tee genießen.

…Kobe
Chinatown: Nankinmachi ist ein kleines Stadtviertel mit einer typischen japanischen Meile von Gewürz- u. Andenkläden sowie Restaurants. Mit den bunten Fassaden und den roten Lampions werden die Menschen herzlich eingeladen. Chinatown ist ein Muss für jedermann, selbst die 40 000 Einwohner von Kobe kommen gerne her.

Kitano: Kobe war ein wichtiger Handelshafen und so beschlossen reiche Händler ein Villenviertel zu errichten. Viele Residenzen erkennt man an dem viktorianischen Baustil, die meisten davon kann man besichtigen.

Rokko-Seilbahn: Für einen romantischen Sonnenuntergang fährt man am besten mit der Seilbahn nahe dem Bahnhof Shin-Kobe auf den 400m hohen Bergkamm Rokko. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die Bucht der Inlandseen.

…Saka
Osaka-Burg: Diese Burg ist jetzt ein Geschichtsmuseum. Früher sollte sie als „uneinnehmbare Festung“ aus Granit dienen. Der Kriegsherr Toyotomi Hideyoshi ließ sie 1583 errichten. Die Burg hielt aber nur 32 Jahre, dann wurde sie vom Erzrivalen Shogun Tokugawa Ieyasu zerstört.

Roboterlaboratorium: Ende 2004 wurde das Laboratorium gegründet, indem Privatfirmen, Forschungsinstitute sowie die Stadtverwaltung verschiedene Roboterprojekte erforschen.

Sumiyoshitaisha-Schrein: Dieser Haupttempel wurde zum Gedenken einer Kaiserin errichtet. Er schützt das Wohlergehen der Familien und der Reisenden. Der Tempel gehört zu den seltensten Bauwerken, da die Hauptgebäude mit Stroh bedeckt sind und nicht mit Ziegeln, was auf den Einfluss des chinesischen Buddhismus zurückzuführen ist.

…Beppu
„Höllenviertel“ Kannawa: Die 8 Quellen mit seinen extremen Temperaturen werden von den Einheimischen zum heizen und kochen verwendet. 6 davon liegen nah beieinander. Jede Quelle hat ihre eigenen Eigenschaften.

Die „Seehölle“ mit intensiv blauem Wasser enthält viel Eisen und Schwefel und ist 98 Grad heiß.

Das „Blutbad“ ist eine tiefrot gefärbte Quelle.

Die „Berghölle“ sind Felsen, aus denen Nebelschwaden aufsteigen.

Die „Zyklonhölle“ ist ein Geysir. Alle 30 Minuten spuckt die Quelle heißes Wasser.

…Nagasaki
Dejima: Dejima ist eine künstlich angelegte Insel, wo sich früher ausschließlich holländische Kaufleute aufgehalten haben. Heute ist die Insel durch Aufschüttung ein Stadtteil von Nagasaki geworden. Sie dient als Museum und zeigt durch die Rekonstruktion der früheren Gebäude, wie dort im 19. Jahrhundert gelebt wurde.

Hypocenter Park: Im Park markiert ein schwarzer Stein den Ort der Atombombendetonation vom 09.08.1945. Eigentlich sollte die Kriegswerft Mitsubishi getroffen werden. Dabei wurden leider ca. 75 000 Zivilisten getötet und genauso viele schwer verwundet.

In dem Friedenspark, wo früher einmal das Zentralgefängnis stand, findet jährlich im Jahrestag eine Gedenkfeier statt.

Konfuzius-Tempel Sofuku-ji: Hier befindet sich das einzige Konfuzius-Mausoleum außerhalb von China. Zu besichtigen sind 20 Sammelwerke, die eingeritzt in Marmor sind. Sie spiegeln in 16 0000 Schriftzeichen die Lehre des Philosophen wider. Auf dem Tempelgrund steht ein riesiger Kochtopf. Mit dem sollen täglich 300 Bedürftige während der Hungersnot mit Hirsebrei versorgt worden sein.

Oura-Kirche: Diese Kirche wurde für die katholischen Ausländer errichtet und soll an die 26 gekreuzigten Christen im Jahr 1597 erinnern.

Urakami-Kirche: Die Kathedrale wurde 1914 gebaut und war das größte Gotteshaus Ostasiens, bis zur Zerstörung durch die Atombombe.

Museen in

Fukuoka
Im Fukuoka Kunstmuseum gibt es eine Bibliothek und Sammlung zum Thema zeitgenössische asiatische Kunst. Wer die kulturelle Verbindung der asiatischen Nachbarn zu Japan bestaunen möchte, der kann das im Fukuoka Stadtmuseum tun. Hier gibt es viele Beispiele für die Kulturverbindugen, wie Antiquitäten oder das Goldsiegel eines Kaisers aus China.

Okinawa
In Okinawa findet man das Friedensmuseum, das die japanasiche Sicht des Kampfes um Okinawa zeigt.

Osaka
In Osaka gibt es ein Freilichtmuseum, das aus allen Teilen des Landes traditionelle Bauernhäuser nachgebaut hat. Jedes der elf Häuser vertritt einen für die Region typischen Stil.
Im Osaka Naturkundemuseum werden immer unterschiedliche Themen aus der Naturkunde mit den modernsten Astronomie- und Astro-physikerkenntnissen nachvollziehbar ausgestellt. Hier gibt es auch ein Planetarium.

Denkmäler
Ein besonderes Denkmal findet man in Hiroshima. Der Atombombendom erinnert an den Atombombenabwurf vom 6. August 1945. Das Denkmal ist aus rostigem Stahl und leicht zerfallendem Beton und gilt als Wahrzeichen Hiroshimas.
In Fukuoka gibt es im Higashi-Park ein Denkmal, das an die zwei Mongoleninvasionen erinnern soll.
Das Märtyrer-Denkmal der 26 Christen findet man in Nagasaki. Das Denkmal zeigt die 26 Misssionare der Jesuiten und des Franziskanerordens.

Buddhistische Tempel

  • Als ältester buddhistischer Tempel gilt der Gango- ji in Nara.
  • Der Haupttempel der Chizan- ha, der Shingon- Shu und des Shingi- Shingon ist der Heiken- Ji in Kawasaki. Er ist einer der berühmtesten Tempel, da er den gläubigen Menschen Glück bringen soll. Er wird von circa 3 Mio. Menschen  jährlich aufgesucht.
  • Der Haupttempel der Rinzai- Schule des japanischen Zen ist der Kencho- ji in Kamakura, in ganz Japan hat er an die 500 Zweigtempel.


2.6 Nachtleben


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Wer in Japan am Abend und nachts etwas erleben möchte, der muss in Städten wie Tokio, Kyoto oder Osaka nicht lange suchen. Überall im Land gibt es zahlreiche Restaurants, die mit Leckerbissen in allen Preisklassen locken. Zum nächtlichen Vergnügungsangebot gehören auch Diskotheken, Bierhallen, Kinos, Kabaretts, Pubs und Bars. Besonders beliebt, nicht nur bei den Japanern selber, sind die bekannten Karaoke-Bars, in denen man sich stimmlich austoben kann. Für alle Liebhaber von Livemusik gibt es auch immer wieder Konzerte nationaler und internationaler Künstler, wie auch kleinere Lokale mit Livebands. Wer Interesse an den farbenfrohen Tanzshows der Nachtclubs hat, der sollte sich am besten einer nächtlichen Stadtrundfahrt anschließen, die von  Reiseagenturen angeboten wird.

Bars
Typisch japanische Bars sind diese, wo man Bier, Sake und viele japanische Gerichte bekommt. Für Ausländer sind die bekanntesten und angemessensten Bars die Kneipenketten Murasaki und Tengu. Hier herrscht eine gute Atmosphäre, die Preise sind im grünen Bereich und die Speisekarten sind mit Bildern gestaltet, so dass man weiß, was man bestellt hat. Am freundlichsten für Ausländer ist die Gegend von Roppongi (Tokio). Dort kann man von Klassikern bis Rock´n Roll alles finden. Hier sind mehr Menschen auf der Tanzfläche zu finden, als am Tresen.

Casinos
Japan hat nur sehr wenige Casinos und diese werden streng kontrolliert. Man findet im Stadtzentrum von Tokio nur ein einziges Casino, das „Tokio Dome-Komplex“. Hier können auch Nicht-Mitglieder eintreten. Die Japaner möchten das Glücksspiel auf keinen Fall fördern, deswegen ist die Auswahl der Spielgeräte wohl auch eher mager für den Ausländer.

Clubs
Es gibt eine wahsinnige Anzahl der verschiedensten Clubs. Der Club „Asia“ in Tokio veranstaltet regelmäßig wichtige DJ-Abende. In dem bekannten Club „The Ring“ werden Homo/Hetero Dance-Partys gemacht, ein Nebenraum ist da, um sich von dem vielen Tanzen zu erholen.  Hier kann man auch im Internet surfen. In weiteren Clubs gibt es riesige Tanzflächen und viel Platz um sich auszuruhen. Im „Liquid-Room“ werden regelmäßig Live Veranstaltungen abgehalten. Ein wahnsinnig großer Disko-Palast ist das „Verfarre“ in Roppongi, dass sich über mehrere Etagen ausbreitet. Allerdings herrscht hier eine strenge Kleiderordnung und der Eintrittspreis ist auch nicht ohne.

Live-Musik
In dunklen, diskoähnlichen Lokalitäten mit kleiner Bühne findet die lokale Pop- Rockszene von Tokio statt. Zu den wohl bekanntesten gehören „Das Loft“, „Club Quattro“ und das „Crocodile“. Eine Mischung aus einem Club und einem Live House kann man in der Rock-Stätte „Milk“ oder „Nishi-Ebisu“ finden. Das angesagteste Jazzlokal von Tokio ist das „Blue-Note“, hier treten regelmäßig internationale Interpreten auf.

Die wichtigsten Veranstaltungsorte für Rockkonzerte sind „The Budokan“ und der „Tokio Dome“. Die Karten sollte man im voraus erwerben, sind aber sehr teuer.

Die Kleiderordnung wird nicht so streng genommen, allerdings zahlt man in den Clubs hohe Eintrittspreise, wo aber meistens Getränke mit inbegriffen sind. Erfahrungsgemäß wird in japanischen Bars ein Mindestverzehr verlangt. Die Preise der Getränke richten sich nach der Gegend. Man kann günstig, aber auch völlig überteuerte Bars finden. In den besagten Hostessen-Clubs kann man schon ein Vermögen ausgeben, wenn man ein Bier in Begleitung einer netten Dame trinken möchte. Vorsicht ist bei den Schwulenbars in Shinjuku geboten. Hier reagiert man misstrauisch auf ausländische Gäste.

Begehrt sind die sogennanten Sky Bars in einigen Hotels, von wo man einen sagenhaften Ausblick auf die Stadt hat.

Anders wie in anderen Ländern, gibt es hier keine bestimmten Schankstunden, allerdings liegt das Mindestalter für den Konsum von Alkohol bei 20 Jahren. Öffnungszeiten sind von Club zu Club unterschiedlich und die Nachtszene ändert sich fortwährend.

Nachtleben in Tokio
In Tokio feiert man am besten im internationalen Vergnügungsviertel Roppongi. Neben zahlreihen internationalen Restaurants gibt es hier auch Pubs, Bars und Diskotheken. Besonders beliebt ist das Square Building, mit  Diskos und Clubs, wie den bekannten Birdland Jazz Club. Wer beim Essen gleichzeitig eine Show bewundern möchte, ist im Kukuwa genau richtig, hier gibt es ein Restaurant und Varieté, das mit schrägen Shows begeistert.

Wer sich für Kabuki- Theater interessiert, sich aber erst nur einen Eindruck von dieser Art des Theaters verschaffen möchte, der kann auch Tickets für nur einen Akt erwerben. Für Ausländer gibt es Ohrhörer, durch die man Kurzerklärungen bekommt. Das Kabuki- za ist das berühmteste Kabuki- Theater des Landes. Kabuki ist ein traditionelles Schauspiel mit Heldendramen und Tanzstücken, sehr kostümbetont und mit ausschließlich männlichen Darstellern.

Nachtleben in Kyoto
Auch in Kyoto muss man sich Abends nicht langweilen, jedoch ist das Nachtleben hier nicht so ausgiebig wie in Tokio und Osaks, obwohl es auch hier zahlreiche Bars und Clubs mit Live-Bands gibt. Im Gion Corner bekommt man beispielsweise gute Einblicke in Teezeremonien, japanischen Tanz und höfische Musik, wie auch Ikebana (Kunst des Blumenarrangierens). Einen kulturellen Höhepunkt bieten die traditionellen Kirschblütentänze, die von angehenden Geishas im  Theater Gion Kobu-Kaburenjo aufgeführt  werden.

Der ehemalige Hinrichtungsplatz in Kyoto ist heute eine moderne Vergnügungsmeile, an der sich ein Restaurant an das andere reiht. Hier kann man nicht nur nationale Gerichte genießen, sondern auch die traditionelle Küche genießen, ebenso wie moderne Speisen der ganzen Welt. An warmen Abenden sollte man unbedingt ein Gläschen in einer der Terrassenbars trinken.

Nachtleben in Osaka
In Namba, der Südstadt Osakas ist abends immer etwas los, hier kann man sich sowohl kulinarisch, als auch musikalisch verwöhnen lassen. Es gibt zahlreiche Karaokebars und andere Vergnügungsmöglichkeiten, zum Beispiel Spielhallen. Wer es etwas stilvoller und eleganter mag, der kann sich in die 35. Etage des Hilton Hotels begeben und nimmt dort im Windows of the World einen leckeren Drink zu sich, der allerdings seinen Preis hat.

Bei einem Aufenthalt in Osaka sollte man es nicht versäumen, das nationale Bunraku- Theater zu besuchen. In dem traditionellen Puppentheater werden meist Liebes- oder Heldengeschichten aufgeführt, die oft mehrere Stunden dauern. Wer nicht ganz so viel Zeit in diese Art des Theaters investieren möchte, der kann auch auch nur ein oder zwei Akte zum Kennenlernen anschauen.


2.7 Sport

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Egal ob traditionelle japanische Sportarten wie Sumo, Judo oder Kendo oder westliche Sportarten wie Fußball, Baseball oder Golf. Alle diese sind in Japan vertreten. Die traditionellen Sportarten wie Sumo und Judo werden weltweit mit Japan identifiziert. Darauf sind die Japaner sehr stolz, was sie bei Wettkämpfen auch gerne zeigen. Die traditionellen Sportarten dienten entweder zur geistigen Verbesserung oder hatten puren Kampfwert. Wettkämpfe im athletischen Sinne gab es bis vor kurzem allerdings nicht. Dennoch sind die meisten japanischen Sportarten chinesischen Ursprunges.

Neben diesen Publikumssportarten gibt es in Japan viele Freizeitmöglichkeiten, in denen sämtliche Sportarten gerne betrieben werden. Vor allem Angeln, Golf, Wandern, Ski fahren sowie Wassersport dienen als Ausgleich zum hektischen Alltag. Dafür eignet sich Japan mit seinen Landschaften sehr.

Sumo
Sumo ist ein einzigartiger Mix aus Sport und Shinto- Ritualen und eine japanische Form des Ringkampfs. Einen Sumo- Ringer nennt man Rikishi (Kraftmensch) oder Sumotori. Die Bezeichnung Sumo stammt von dem japanischen Wort für “sich wehren”. Man kann es auch als Ringen bezeichnen. Er gilt als der Nationalsport der Japaner. Der Ursprung des Sumos geht weit in die frühgeschichtliche Zeit zurück. Sumo-Ringer traten damals im Rahmen kultischer Handlungen z.B. Fruchtbarkeitsriten auf. Die Kleidung ähnelt die eines Shintó-Priesters. Seit dem 8.Jahrhundert dient dieser Sport allerdings nur noch zur Unterhaltung.

Andere Kampfkünste

Kendo
ist die älteste Sportart in Japan. Übersetzt bedeutet es „der Weg des Schwertes“. Es diente seiner Zeit den Umgang mit dem Schwert zu beherrschen, aber auch um den Geist zu stärken.

Der Sinn des Sportes ist es, den Gegner mit Schlägen aufs Gesicht, Arme oder Oberkörper zu treffen. Heutzutage tragen die Sportler Schutzkleidung.

Der Karatesport kommt ursprünglich aus Indien und verbreitete sich weiter nach China. In Japan wurde Karate erst im 20 Jahrhundert bekannt und ausgeübt. Die Bedeutung ist „leere Hand“ und darauf begründet, dass man den Sport ohne Waffen ausübt.

Judo ist eine Selbstverteidigungssportart die ihre Grundlage im Jiu-Jitsu hat. Bekannt wurde es 1882. Das Prinzip liegt darin, die Kraft des Gegners so zu drehen, das sie sich gegen ihn selbst richtet. Seit 1964 ist Judo eine olympische Disziplin.

Shogi
Auch japanisches Schach genannt. Seit dem 8. Jahrhundert ist es aus China eingeführt worden mit einem Unterschied. Hier gibt es 81 Felder, nicht wie in den westlichen Ländern, wo es mit 64 Feldern gespielt wird. Die Figuren, die man erobert, kann man für sein eigenes Spiel verwenden.

Golf
Golf ist der beliebteste Sport unter den Salarymen (männliche Büroangestellten in renommierten Unternehmen). Seit 1980 wurde Golf zum Statussymbol. Was man auch an dem sehr teuren Mitgliedsbeitrag erkennen kann. Wer während des Fluges nach Narita auf die Erde schaut, bekommt den Eindruck, dass ganz Japan nur aus Golfplätzen besteht. Das Zentrum des Golfsports ist die Präfektur Chiba. Chiba liegt neben Tokio, wo es sehr viele Firmen mit besser verdienenden Angestellten gibt. Außerdem ist diese Gegend sehr hügelig und optimal zum Golfspielen.

Im professionellen Golfsport ist die Japan Golf Tour eine der wichtigen Turnierserien im Profi Golfsport. Die Tour hat das dritthöchste Preisgeldniveau. Die meisten Teilnehmer sind Japaner, es gibt aber auch Berufsgolfer aus vielen anderen Ländern.

Fußball
Nach Baseball ist Fußball die beliebteste Mannschaftssportart der Japaner. 1921 kam der Sport nach Japan, ihm wurde aber relativ wenig Bedeutung geschenkt.  Erst nach den Olympischen Spielen 1964 in Tokio hat sich die Situation geändert. Der Höhepunkt war, dass die Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan stattfand.

1988 schaffte es Japan sogar, sich für die Endrunde der Asiameisterschaften zu qualifizieren. Seitdem hat Japan das Turnier schon dreimal gewonnen. Sie sind mit Saudi-Arabien, Iran und  Südkorea die erfolgreichste Nationalmannschaft. Sie konnte sich 1998 erstmals für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Japan verfügt sogar über eine durchaus erfolgreiche Fußball-Frauenmannschaft.

Marathon in Fukuoka
Hierbei handelt es sich um einen Marathon für die männliche Laufelite. Der Fukuoka Marathon entstand im Jahre 1947 und findet meistens im Dezember statt. Der erste Marathon fand in Kumamoto statt,  dem Geburtsort vom Vater des japanischen Marathons, Shisó Kanaguri. Bis in das Jahr 1958 wechselte der Austragungsort jährlich. Seit 1954 änderte man den Namen in „Asahi International Marathon“, weil zum ersten Mal ein Ausländer teilnahm.  Geleitet und organisiert wird er von der Japan Association of Athletics Federations, dem Fernsehnetzwerk TV Asahi Corporation, der Zeitung Asahi Shimbun und dem Lokalsender Kyushu Asahi Broadcasting Co., Ltd. Im Jahre 1957 war erstmalig das Heiwadai-Stadion, so wie heute auch noch, Start und Zielpunkt. Eine Ausnahme machte man 1963, da fand der Lauf in Tokio statt, auf der Marathonstrecke der Olympischen Spiele.

1966 wurde der Name erneut geändert. Heute heißt der Marathon „IAAF in International Marathon Championships“. Der Zweck des Laufes ist, dass man zum Jahresende hin den weltweit besten Läufer ermittelt.

Der Tokio Marathon
Seit zwei Jahren existiert der Tokio Marathon und ist jetzt schon der teilnehmerstärkste Marathon auf der ganzen Welt. Die geladenen Eliteläufer, die Sportler im Rollstuhl und besonders die vielen Hobbyläufer tragen  der besonders guten Stimmung bei. Weit mehr als 25.000 Wettkämpfer können sich zwischen der klassischen Marathonstrecke oder den Marathon über 10 km entscheiden. Der letzte Internationale Tokio Marathon fand am 22.03.2009 statt. Die Strecke beginnt am Tokio Metropolitan Goverment Gebäude in Shinjuku über Iidabashi vorbei am Kaiserpalast und endet an der Messehalle Tokio Big Sight. Um an dem klassischen Marathon teilnehmen zu können, sind folgende Voraussetzungen nötig: Man muss ein Mindestalter von 19 Jahren haben und unter 6 Stunden und 40 Minuten laufen. Für den 10 km Marathon muss man ein Mindestalter von 16 Jahren haben und eine Laufzeit von weniger als 1 Stunde und 30 Minuten.


2.8 Dienstleistungen

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In Japan kann man jegliche Art von Dienstleistung in Anspruch nehmen, egal ob man sich beim Friseur neu stylen lassen möchte oder ein leckeres Essen genießen will. In Japan wird Service groß geschrieben. Besonders im Bereich der Gastronomie und den Einkaufsmöglichkeiten ist die Auswahl an Lokalen und Läden schier unendlich. Man wird überall nett empfangen, egal ob in einem Sterne-Restaurant oder einem Supermarkt. Die zuvorkommende Art in allen Dienstleistungsbereichen zeichnet das Land aus. Damit das Einkaufen auch ein Vergnügen bleibt, gibt es in vielen Kaufhäusern einen Kinderort, zudem locken Ladenbesitzer mit kostenlosen Kostproben, es werden aber auch Ausstellungen und Vorführungen zur Unterhaltung angeboten.

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