2.1.1.1 Geschichte der Stadt
Die Stadt Hiroshima entstand im 16. Jahrhundert um die Burg Hiro-shima-jô herum. Die Burg selber wurde vom Fürsten (Daimyô) Môri Terumoto gegründet. 1589 wurde mit dem Bau der Burg angefangen und nur vier Jahre später zog Môri Terumoto dort ein. Bis 1600 war die Burg in Händen des Môri-Clans, doch nach der Schlacht von Sekigahara übernahm für zweieinhalb Jahrhunderte das Tokugawa-Shogunat die Macht.
In den darauffolgenden Jahren wurde das heutige Hiroshima von Masanori Fukushima und seiner Familie regiert. Unter ihrem Einfluss gab es große Schritte in der Entwicklung der Stadt. Das Gebiet wurde weiter erschlossen und die Stadt ausgebaut.
Damit man die Bevölkerung besser kontrollieren konnte, wurden Nachbarschaftsvereine und Gemeinschaften gegründet, die Oberhäuptern bzw. Magistraten unterstellt waren. Dieses System wurde noch 260 Jahre bis zur Meiji Zeit fortgeführt. Die Tokugawa Regierung wurde im Jahr 1619 in ein anderes Gebiet versetzt, so fielen die gesamte Umgebung und die Burg in die Hände des Asano- Clans. Zu dieser Zeit wurde das Gebiet um Hiroshima noch erweitert und auch die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung machte große Fortschritte. Als 1853 eine amerikanische Flotte unter Matthew C. Perry Japan aufforderte sich der Welt zu öffnen, war Hiroshima Japans Militärstützpunkt. 1870 wurde Hiroshima samt Umgebung zur Präfektur Hiroshima ernannt und erhielt im Jahr 1889 Stadtrecht. Nach dem Japanisch- Chinesischem- Krieg (1894-1895) erlebte die Stadt eine rasante Entwicklung, es wurden Bildungsstätten und Industrieeinrichtungen gebaut und im Jahr 1912 wurde die erste Straßenbahn eingeweiht. Hiroshima wuchs schrittweise zu Japans siebtgrößter Stadt heran und gewann immer mehr an Bedeutung, jedoch nur bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Zunächst von Bombenangriffen verschont, traf es Hiroshima am 6. August 1945 besonders hart: die Atombombe „Little Boy“ wurde über der Stadt abgeworfen. 80.000 Menschen kamen sofort ums Leben, in den folgenden Jahren starben noch weitere 180.000 bis 200.000 Bürger an den Folgen des Fallouts.
Ungeachtet solch einer Katastrophe ging der Wiederaufbau der Stadt schnell voran. Im Jahr 1949 wurde die Stadt vom Parlament zur Stadt des Friedens erklärt und noch im selben Jahr eröffnete die Universität.
Bis heute entwickelte sich Hiroshima wieder zu einer bedeutenden Handels- und Industriestadt.
2.1.1.2 Die Stadt heute
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Reist man nach Hiroshima, erwartet man vielleicht eine von der Zerstörung gezeichnete Stadt. Doch wer das glaubt, wird sich wundern, denn Hiroshima ist jeder anderen modernen japanischen Metropole ebenbürtig. Da der Wiederaufbau nach dem Atombombenabwurf schnell ging, entwickelte sich Hiroshima nach 1949 zu einer der größten Städte des Landes und zu einem wichtigen Zentrum der Industrie. In der lebendigen Stadt gibt es viele Restaurants und Einkaufspassagen, nur wenig erinnert an das dramatische Schicksal. Mit 1,1 Mio. Menschen hat sich die Einwohnerzahl, im Vergleich zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, verdoppelt.
Über eine Gefahr durch Strahlenbelastung muss man sich als Tourist übrigens keine Sorgen machen.
2.1.1.3 Geographische Lage
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Hiroshima ist eine Hafenstadt und der Verwaltungssitz der Präfektur Hiroshima. Die Stadt liegt im Südwesten der japanischen Insel Honshu.
2.1.1.4 Stadtgebiete
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Die Großstadt gliedert sich in acht Bezirke:
Im Jahr 2005 erfolgte die zunächst letzte Gebietsveränderung. Die Gemeinde Yuki wurde in den Bezirk Saeki integriert.
2.1.1.5 Sehenswertes
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Friedenspark (Peace Memorial Park)
Direkt vor dem Park gelegen erinnert der Atombomben Dom an die zerstörerischen Kräfte der Atomwaffe von 1945. In der Nähe des Hypozentrums, dem Punkt, wo die Bombe explodierte, befand sich früher die japanische Industrie- und Handelskammer. Die klaffenden Löcher, Trümmerhaufen und verdrehten Stahlträger wurden 1996 unter Protest von Amerika und China zur UNESCO Welterbestätte ernannt. Am nördlichen Eingang zum Park befindet sich die Friedensglocke, die von den Besuchern selbst geläutet werden darf. Nicht weit von der Glocke entfernt erhebt sich der Gedächtnishügel aus der Asche Zehntausender Opfer.
Im Inneren des Parks steht das Kinder Friedensdenkmal. Es zeigt ein Mädchen mit ausgestreckten Armen, über ihr ein Kranich, der in Japan für ein langes Leben und Glück steht. Das Denkmal ist einem kleinen Mädchen gewidmet, das an den Folgen der Atombombe starb. Sie glaubte, wenn sie 1.000 Papierkraniche basteln würde, würde sie wieder gesund werden. Das Schicksal des Kindes ist in ganz Japan bekannt und heute noch schicken Kinder aus dem ganzen Land Origami Kraniche, die das Denkmal schmücken.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite brennt die Friedensflamme, die erst erlöschen soll, wenn alle Atomwaffen von der Erde verschwunden sind. An diesen Wunsch schließt sich das Zenotaph (leeres Grab, zur Erinnerung an alle, die woanders gestorben sind) von Kenzo Tanges an. Hier sind alle Opfer namentlich verzeichnet und die Inschrift lautet: „Ruhet in Frieden. Dieser Fehler darf sich nie wiederholen.“
Mittelpunkt des Parks ist allerdings das Friedensmuseum. Hier gibt es Videos, Fotos und persönlichen Besitz der zahlreichen Opfer. Unter den ausgestellten Objekten befinden sich erschütternde Dinge wie ein demoliertes Dreirad, einen halb geschmolzenen Bronze- Buddha und die Granitstufen der Sumitomo-Bank mit einem dunklen Fleck, dem Überrest eines Menschen der im Augenblick der Tragödie dort saß.
Vor dem Museumsgebäude stehen die Phönix Bäume. Damals wuchsen sie 1,5 km entfernt vom Einschlagspunkt. An einer Seite ihrer Baumkronen sind noch immer Brandflecken zu sehen.
Shukkein- en
Der Wandelgarten bezaubert durch seine Teiche, Inseln, Fichtenhaine und Minibrücken. Der Garten bildet einen traumhaften chinesischen See nach.
Museum für Zeitgenössische Kunst
Das Museum wurde von dem bekannten japanischen Architekten Kisho Kurokawa entworfen. Es beherbergt moderne Nackkriegskunst und auch ein Skulpturengarten gehört zum Gebäude
Kindermuseum
Im Kindermuseum in Hiroshima gibt es interaktive Exponate für Kinder zum Anfassen.