2.1.8.1 Geschichte der Insel
Vom 12. bis 14. Jahrhundert waren die Okinawa Inseln ein eigenständiges Königreich. Im 14. Jahrhundert gab es enge Bindungen mit der Ming- Dynastie, da zu dieser Zeit der Einfluss Chinas vorherrschte. Im 15. Jahrhundert wurden die Inseln von der Sho-Dynastie beherrscht. Die Jahre 1477 bis 1525 werden das Goldene Zeitalter genannt.
Ab dem Jahr 1609 wurde Okinawa von Japan regiert. Truppen des Satsuma Königreichs fielen ein und beuteten die Inseln aus. Erst im Jahr 1879 erhielt die Insel den Status einer japanischen Präfektur. Okinawa war schon immer eine Brücke zwischen der japanischen und chinesischen Kultur.
Eine der großen Schlachten des Zweiten Weltkriegs gab es in Okinawa, die Kämpfe gingen als “Schlacht um Okinawa” in die Geschichte ein. Bei den Gefechten 1945 starben etwa 120.000 Menschen und die Inseln wurden durch die USA besetzt. Im Jahr 1972 ging die Macht über Okinawa wieder zu Japan über. Vorher hat man jedoch noch versucht, aus der Insel einen Staat Okinawa oder eine Ryukyua Insel Republik zu bilden. Ein Anschluss als Bundesstaat der USA wurde auch erwägt.
Seit dem Ende des Krieges dient ein Fünftel der Insel den Amerikanern als Militärstützpunkt. Vom 21. bis 23. Juli 2000 fand auf Okinawa der G8- Wirtschaftsgipfel statt. Zu diesem Ereignis wurden die neuen 2000-Yen Scheine mit Motiven der Insel versehen.
2.1.8.2 Die Insel heute
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Die Insel Okinawa gehörte bis 1879 noch dem selbstständigen Ryukyu Königreich an. Daher konnten sich eigene Kulturen und Sprachen entwickeln. So sind selbst Japaner, die auf die Inseln kommen quasi Fremde.
Auf Okinawa werden neben Japanisch mit einem okinawischen Dialekt auch Ryukyu Sprachen gesprochen, allerdings zum größten Teil nur von den älteren Bewohnern der Insel. Durch das Radio, Fernsehen und die Musik der okinawischen Band Begin versucht man das Interesse an der traditionellen Sprache zu wecken. Junge Leute sollen sie lernen und auch verwenden.
Die Kampfkünste Kubudo und Karatedo haben in Okinawa ihren Ursprung und auch die Tanz- und Trommlergruppe Eisa stammt von der Insel. Eine Eisa Truppe besteht aus Studenten, Schülern und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 25 Jahren, egal welchen Geschlechtes.
In Okinawa leben neben zwei weiteren Orten der Welt, die meisten Hundertjährigen pro Einwohner. Auf der Insel liegt die Lebenserwartung der Menschen höher als im übrigen Land. Männer werden im Schnitt 78 Jahre alt und Frauen 86. Die Inselgruppe hat 1,3 Mio. Einwohner, 2006 zählte man dort 740 Hundertjährige, die meisten von ihnen waren Frauen (90%). Somit kommt Okinawa auf 50 Hundertjährige pro 100.000 Einwohner, in den meisten Industrieländern sind es nur 10 bis 20 Menschen. Allerdings werden die Menschen auf Okinawa nicht nur besonders alt, sondern sind auch noch im hohen Alter sehr gesund. Die Menschen, die sich an die traditionelle Lebensweise halten, erkranken seltener an Diabetes, Schlaganfall, Krebs oder Herz-Kreislauf Erkrankungen. Für jüngere Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren gilt dies jedoch nicht, denn sie sind häufiger krank und auch fettleibiger als ihre Landsleute im übrigen Japan. Zu erklären ist dies mit der Übernahme der amerikanischen Esskultur und Lebensgewohnheiten.
In einer Studie wurde herausgefunden, warum die Bewohner von Okinawa so alt und gesund sind. Die Gene spielen eine gewisse Rolle, hinzu kommt der Verzicht auf Tabak und Alkoholgenuss in Maßen. Eine gesunde Ernährung ist ebenfalls ausschlaggebend. Die Ernährung auf Okinawa besteht zum größten Teil aus Gemüse, Obst und Fisch, die viele Omega-3 Fettsäuren enthalten. Zudem essen die Menschen nicht zu viel, sie füllen ihren Magen nur zu 80%. Beim ersten Sättigungsgefühl beenden sie das Essen. Neben einer ausgewogenen Ernährung und guten Genen ist natürlich auch Bewegung ein wichtiger Faktor, wenn es um eine hohe Lebenserwartung geht. Volkstänze, Gartenarbeit und Spaziergänge halten auch Menschen im hohen Alter noch fit. Außerdem gaben die untersuchten Hundertjährigen an, gut mit Stress umgehen zu können und flexibel zu sein. All diese Punkte zusammen sind der Grund für ein äußerst langes Leben auf Okinawa.
Okinawa wird gerne als Japans Mallorca bezeichnet, denn auf der Insel verbringen jedes Jahr sechs Mio. Menschen ihren Urlaub, zum größten Teil sind es jedoch Japaner. Da die Insel auf einer Höhe mit Hawaii und Florida liegt, ist es das ideale Reiseziel für jede Jahreszeit. Neben dem Entspannen am Strand und Baden im Meer, ist besonders das Tauchen eine beliebte Freizeitmöglichkeit auf der Insel.
2.1.8.3 Geographische Lage
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Die Inselgruppe Ryukyu umfasst 57 Inseln. Okinawa ist sowohl die Hauptinsel, als auch Sitz der gleichnamigen Präfektur, die die südlichste Japans ist. Okinawa liegt fast 2000 km von Tokio, aber nur 200 km von Taiwans Taipei entfernt. Die Präfektur Okinawa umfasst drei große Inselgruppen:
Es gibt aber auch Inseln, die zu keiner der drei großen Inselgruppen gehören.
Dazu gehört die Insel Iotorishima. Sie liegt 110 km nördlich der Okinawa Inselgruppe. Dazugehörig ist die Inselgruppe Daito. Sie liegt 350 km südöstlich von Okinawa. Auch die unbewohnte Inselgruppe Senkaku, die 400 km östlich liegt, gehört zur Präfektur Okinawa.
Das Klima der Präfektur ist subtropisch. Aus diesem Grund gibt es dort farbenprächtige Pflanzen, die ganzjährig blühen.
2.1.8.4 Stadtgebiete
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Städte der Präfektur Okinawa:
2.1.8.5 Sehenswertes
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Schlachtfelder von Okinawa
Am südlichen Ende der Insel, wo 1945 die schlimmen Gefechte stattfanden, liegen viele Kampfstätten und die Mahnmale für die Opfer des Krieges und alle, die sich lieber selbst töteten, als sich den Amerikanern zu ergeben. Schauplatz einer der schwersten Kämpfe war Kap Kyan. Von den Klippen stürzten sich viele in den Tod.
Ein reich besuchter Gedenkstein im Nordosten von Okinawa ist Himeyuri no To. Er gedenkt an eine Gruppe von Lehrern und Schulkindern, die beim freiwilligen Dienst als Krankenpfleger in der Schlacht von Okinawa ums Leben kamen. Beim Versuch zu fliehen starben 210 Menschen in einer Höhle und weitere durch eine Gasbombe, die dort gezündet wurde. Nur zwei Kilometer weiter südlich in Konpaku no To liegen 35.000 Zivilisten und unbekannte Soldaten begraben.
Auf dem Mabuni Hügel ist heute ein Gedenkpark mit Mahnmal für Soldaten und zivile Opfer. Während der Schlacht gab es hier die schwersten Verluste zu verzeichnen. In der Nähe befindet sich das Friedensmuseum, das Erinnerungsstücke, Fotos und Berichte von Zeitzeugen ausstellt.
Unterirdisches Marinehauptquartier
Die unterirdischen Tunnel und Räume, in denen das japanische Marinehauptkommando in der Endphase des Zweiten Weltkriegs operierte, sind teilweise restauriert und können besichtigt werden. Am 13. Juni 1945 brachten sich hier über 4.000 Menschen um. Einige Offiziere töteten sich mit Handgranaten, noch heute existieren davon Brandflecke an den Tunnelwänden. Viele andere begingen rituellen Selbstmord (seppuku).
Gyokusendo- Höhle
Dies ist die größte Tropfsteinhöhle Japans. Entdeckt wurde sie 1967 von Studenten der Ehime Universität. Die Höhle sieht durch ihre mehr als 460.000 Stalaktiten fast unwirklich aus. Sie erinnern in ihrer Form an Orgelpfeifen, Bambuspflanzen, Weingläser und Rodin Skulpturen. Im Zentrum gibt es einen See, den Goldenen Kelch, und die Wege und Stege der Höhle sind sehr glitschig.
Unweit der Tropfsteinhöhle liegt Gyokusendo Okokumura, ein Museum mit Park und einer großen Schlangensammlung. Zu sehen gibt es beispielsweise Okinawas giftigstes Reptil, die Habu (eine Grubenotternart).
Burgruine Nakagusuku
1450 ließ der Feudalherr Gosamaru Japans erste Steinburg in Nakagusuku bauen. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick über die Ostküste bis Zentralokinawa.
Gosamaru fiel einer Intrige von Amawari, einem Adligen aus dem Norden, zum Opfer. Er redete dem Shuri König ein, dass sich Gosamaru zum Krieg gegen ihn rüsten würde. Der König schickte daraufhin seine Truppen aus, doch der Feudalherr brachte sich lieber selbst um, als sich von seinem Führer bekämpfen zu lassen, dem er stets treu ergeben war. Nur die Wallmauern überstanden die Unbilden der Zeit und die Amawari Rebellion von 1458. Die drei Hauptbereiche sind von befestigten Mauern umgeben und durch Wege miteinander verbunden.
Nakamura- Haus
Das aus dem 18.Jahrhundert stammende Bauernhaus ist gut erhalten und ein sehr schönes Beispiel für den gehobenen ländlichen Baustil. Hier werden Dinge aus dem Alltag Okinawas ausgestellt. Das Gelände besteht aus fünf Gebäuden, die sich um einen Innenhof gruppieren. Die Baumeister aus Okinawa waren im ganzen Land bekannt, denn sogar die Schweineställe sind kunstvoll gestaltet. Gegenüber dem Eingang befindet sich eine Einzäunung gegen böse Geister. Diese ist typisch für Bauwerke aus Okinawa. Noch heute wird der Privattrakt von den Nachkommen der Nakamura Familie bewohnt.
Ie
Die kleine malerische Insel eignet sich bestens zum Radfahren. Wer die ganze Insel kennenlernen will, kann das in ca. acht Stunden per Rad tun. Fahrräder kann man sich überall auf der Insel ausleihen. Der Norden hat viele steile Klippen, das Innere der Insel ist durch Tabak-, Ananas- und Zuckerrohrfelder und auch Häuser mit Bauerngärten geprägt. Vom einzigen Hügel der Insel, dem Gusukuyama hat man einen schönen Rundblick.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Höhle Nyateiya-gama den Einheimischen während der Gefechte als Unterschlupf. Einem amerikanischen Kriegsberichterstatter, der einige Wochen vor Ende des Kriegs in seinem Auto in die Luft flog, ist das Ernie Pyle Monument gewidmet.
Ocean Expo Park
Hier fand 1975 die International Ocean Exposition statt. Seitdem wurden in dem Park an der Küste noch zusätzliche Attraktionen erbaut. Der Park ist auch unter dem Namen Commemorative National Government Park bekannt. Vor allem bei Familien mit Kindern beliebt ist das neu renovierte Aquarium, das in den drei Abteilungen Tiefsee, Meer und Tropen 300 Fischarten beheimatet, sowie das Delfin- Theater.
Ausstellungsstücke des Ocean Culture Museums zeigen die enge Entwicklung Okinawas mit der Ozeaniens, besichtigt werden können Objekte aus dem Bereich der Fischerei und Schifffahrt.
Eine detailgetreue Rekonstruktion einer Siedlung aus dem 17. bis 18. Jahrhundert ist das Native Okinawa Village. Hier kann man Schreine, heilige Quellen, Lagerhäuser, Wälder und ein Arboretum (Sammlung verschiedener Gehölze) mit einheimischen Pflanzen bestaunen. Nur 30 km weiter südlich des Parks gibt es an der Küste von Nago wunderschöne Strände. Inmitten des Kaps Busena und dem Unbu Beach liegt eines der herrlichsten Unterwasserobservatorien der Welt, das Busena Resort. Das hervorragende Unterwasseraquarium sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Kijoka
Dieser Ort ist besonders berühmt und interessant wegen seiner Herstellung von bashofu. Dies ist ein spezieller Stoff aus Pflanzenfasern, der typisch für Okinawa ist. Die Stoffe werden auf Japans Hauptland exportiert und dort teurer verkauft als in Okinawa. Im Gegensatz zu den traditionellen Kimonos, bestehen die Gewänder auf Okinawa aus Ramie, Baumwolle und leichten Stoffen, wie dem bashofu. In der Werkstatt Bashofu Kaikan ist man als Tourist herzlich willkommen, man kann sich hier die Herstellung des Stoffes anschauen.
Burgruine Nakijin
Auf die ursprüngliche Größe der Burg kann man aufgrund des Tores, der Grundfesten und der 1.100 m langen Mauerreste schließen. Gut erhalten ist der Eingang mit einer flachen Steindecke.
Im 14. Jahrhundert wurde die Burg von König Hokuzan erbaut. Er war der Gründer des kurzzeitigen esoterischen Nördlichen Bergreichs. Die Burgriune liegt gegenüber der heiligen Insel Iheya. Aus diesem Grund wurden drei Holzschreine erbaut, in denen Priesterinnen ihre Rituale nachvollziehen konnten. Allerdings ist keiner dieser Schreine mehr erhalten. Unglaublich schön ist jedoch die Aussicht über das Ostchinesische Meer und einige vorgelagerte Inseln, wie die Yoron- und Amami- Inseln.
Kap Hedo Misaki
Das Kap ist abgelegen und der nördlichste Punkt der Insel. Diese Gegend ist eher rau und wird nicht so stark von Bustouren heimgesucht. Ein Plateau, das mit Gras bewachsen ist, endet schlagartig an einem 100 m abfallenden Kliff. Am Fuß breiten sich Korallenriffe aus. Der Ausblick auf die Inseln Iheya, Izena und Yoron ist atemberaubend. Der Weg zum Kap führt durch einige traditionelle Dörfer wie Ogimi Mura, das für seinen hellgelben Bashofu- Stoff bekannt ist. Ein Stück weiter östlich von Hedo befindet sich das Dorf Uzahama und die Überreste einer prähistorischen Siedlung.
Kume
Kume wird als schönste Insel der Präfektur Okinawa angesehen. Die vulkanische Insel ist bekannt für Kumejima tsumugi (feine Pongé Seide), Ananas- und Zuckerrohrplantagen. Alle Attraktionen der Insel werden von Bussen angefahren. Im südwestlichen Dorf Nakadomari liegt das älteste Haus Okinawas, das Uezu ke. Es wurde 1726 im Samurai Stil Okinawas gebaut. Nicht weit entfernt steht der Baum Goeda no Matsu, der fünf Stämme hat. Nördlich von Nakadomari werden im Chinbei donchi, dem bekanntesten Schrein der Insel, Gebete um Regen und Rituale des Reisanbaus vollzogen. Die heilige Yajiya-gama Höhle wurde vor 2.000 Jahren als Grabstätte genutzt.
Einen wundervollen Ausblick auf die Inseln Tonaki und Aguni bietet die 200 m hohe Klippe Hiyjo-Banta. Das Korallenriff zu den Füßen der Inseln ist eine der eindrucksvollsten Naturstätten der Insel. Nahe der Klippe diente der Teida ishi (Sonnenstein) als Sonnenuhr. Er liegt in einem schönen Hain.
Im Osten der Insel liegt das Dorf Nakazato, es ist eine traditionelle Siedlung mit gut erhaltenen Häusern. Hier kann man Frauen beim Färben und Weben von Kumejima- tsumugi (japanischer Stoff) zuschauen. Der Eef Beach liegt nahe und ist Kumes größter Ferienort.
Will man auf die Insel O, muss man vom Tomari- Hafen Nakazatos über eine Brücke. Der Weg lohnt sich aber, denn im Südwesten gibt es ein Mosaik aus 1.000 Tatami ishi Steinen, das einem platten Schildkrötenpanzer ähnelt.
Miyako- Inseln
Acht flache Inseln inmitten von Korallenriffen und klaren, smaragdgrünem Wasser werden von den Miyako- Inseln umfasst. Die Inseln unterscheiden sich vom Okinawa- Hauptland durch einen eigenen Dialekt und spezielle Bräuche. Die Häuser der Miyako Inseln sind in traditioneller Bauweise errichtet. Sie blieben von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont. Die Korallenmauern sollen sie gegen Taifune schützen.
Insel Miyako
Hiara ist kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Insel und ihr größter Hafen. Hier leben 30.000 Einwohner. Der Schrein Harimizu- Utaki liegt nördlich vom Hafen. Der Schrein wurde für die Götter errichtet, die das Eiland geschaffen haben sollen. Das schöne Mausoleum für Toimiya Nakasone, einen Stammesführer aus dem 15. Jahrhundert, umfasst Gräber im kunstvollen Okinawa Stil, wie auch im örtlichen Stil. Nordöstlich von Hiara gibt es tropische Botanische Gärten, in denen es über 2.000 Pflanzen- und 40.000 Baumarten gibt.
In Hiaras kleinen Gassen kann man Frauen sehen, die Streifen von Indigo- Stoff aus Miyako- jofu (Stoff aus feinem Garn) trocknen. Während der chinesischen Herrschaft wurden sie als Tribut entrichtet.
Der Nintozeiseki Stein steht nördlich von Hiara und ist 1,4 m hoch. Er wurde zur Bemessung der Steuern benutzt, als die Inseln im 17. Jahrhundert an das Reich Satsuma fielen. Jeder, der so groß wie der Stein war, musste auch Steuern zahlen.
An der Südwestküste gegenüber der Insel Kurima liegt Yonaha Maehama, ein schöner weißer Sandstrand, der 4 km lang ist. Hier kann man wunderbar schwimmen, tauchen und angeln.
2.1.8.6 Weitere Inseln
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Yaeyama- Inseln
Die Yaeyama- Inseln liegen 430 km südwestlich von Okinawa. Sie sind die südlichsten Inseln des Landes und die äußerste Grenze des touristisch erschlossenen Gebiets. Hier gibt es einige der schönsten Tauchplätze Asiens.
Insel Ishigaki
Die besten Eindrücke der einzigartigen Kultur Yaeyamas bekommt man im Shiritsu Yaeyama Museum am Hafen. Es stellt Jofu Textilien (aus feinem Garn), alte Töpferwaren und Kanus polynesischer Machart aus. Nicht weit vom Museum entfernt liegt ein wunderschönes Adelshaus aus dem 19. Jahrhundert, das Miyara Donchi, das man unbedingt besichtigen sollte.
Das größte Blaukorallenriff der Welt ist das Shiraho- Riff vor der Südostspitze der Insel. Ein Standpunkt der Schwarzperlenzucht ist die Kabira- Bucht.
Insel Taketomi
Der Name der Insel bedeutet “gedeihender Bambus”. Die Insel ist schön gestaltet, da sie einem alten Brauch folgt, der besagt, dass jeder vor seiner eigenen Tür kehren soll. So sieht man hier akribisch angelegte und schön gepflegte Sandwege. Am besten lässt sich die Insel per Rad oder zu Fuß erkunden. So entgeht einem keine Kleinigkeit.
Die Insel ist bekannt für minsa, einen Indigo- Stoff, der für Kimonogürtel benutzt wird. Hier stehen aber auch ein paar der besterhaltenen Okinawa Häuser.
Der herrlichste Strand der Insel ist der Kondoi Misaki. Er hat sternförmigen Sand, welche fossile Skelette von winzigen Meerestieren sind. Hier gibt es auch eine große Anzahl wunderschöner buntleuchtender Schmetterlinge.
Insel Iriomote
Dieses Gebiet Japans besteht zu 90 Prozent aus Dschungel und Wald. Touren führen an den Flüssen Kuira, Urachi und Nakama entlang. Dort gibt es Mangroven, Austernbänke, tropische Bäume und Yaeyama- Kokospalmen zu sehen. Ebenfalls sehenswert sind die dreistöckigen Maryudo- Fälle.
Insel Yonaguni
Diese Insel ist die ruhigste und entfernteste der Inselgruppe. Berühmt ist sie besonders als guter Fischgrund für Schwertfische und Bonitos, wie auch Japans stärksten Sake, den awamori.