2.1.10.1 Geschichte der Stadt
Noch vor 400 Jahren kannten nur wenige das unbedeutende Fischerdorf Edo. Aber Ende des 16. Jahrhunderts ging das Dorf samt Umgebung in den Besitz des Shoguns Tokugawa Ieyasu über. Im Jahr 1603 wählte der Schogun die Stadt Edo als Hauptstadt und baute die Burg von Edo weiter aus. Die Familien der Daimyos bekamen den Befehl, sich in der Stadt niederzulassen, so begann der schnelle Wachstum. Die Stadt wurde schnell zum wichtigsten Zentrum des Landes, in dem sich immer mehr Handwerker und Kaufleute niederliessen. Der kaiserliche Hof wurde jedoch erst im Jahr 1868 auf Anweisung des Meiji Tenno von Kyoto nach Edo verlegt. Zudem wurde die Stadt in Tokio umbenannt.
Die Bezirke Marunouchi und Ginza wurden nur vier Jahre nach der Verlegung des kaiserlichen Hofs fast vollkommen zerstört. Zum Wiederaufbau wurde der englische Architekt Thomas Waters engagiert, er sollte dem neuen Zentrum einen modernen Stil verleihen.
Doch die Zerstörung der beiden Stadtteile war nicht die größte Katastrophe Tokios. Am 1. September 1923 wurde bei dem großen Kanto Erdbeben und Feuer fast die gesamte Stadt zerstört. Der Wiederaufbau dauerte sieben Jahre und es wurden mehr als 200.000 neue Gebäude errichtet. Viele wurden nach westlichem Vorbild gebaut.
Im Rahmen des Zweiten Weltkriegs musste Tokio eine weiteres Desaster verkraften, durch Bombenabwürfe gingen die meisten Teile der Stadt in Flammen auf und es kamen an die 100.000 Menschen ums Leben.
Die amerikanische Besatzungszeit dauerte bis zum Jahr 1952 an, doch nach ihr erfuhr die Stadt eine mächtige Phase des Wachstums, die ihren Höhepunkt im Jahr 1964 finden sollte. In diesem Jahr wurden in Tokio in der Zeit vom 10.- 24. Oktober die Olympischen Sommerspiele ausgetragen. Zur Zeit bewirbt sich die Stadt wieder als Austragungsort für die Olympischen Spiele im Jahr 2016.
2.1.10.2 Die Stadt heute
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Heute ist Tokio eine der modernsten und pulsierendsten Metropolen auf der Welt und hat ca. 12 Mio. Einwohner. In Tokio kann man alles finden was das Herz begehrt, egal ob man das traditionelle Japan kennenlernen möchte oder doch lieber die fortschrittliche Seite, ob man lieber schöne Spaziergänge durch die Parks und Gärten bevorzugt oder den ganzen Tag in den modernsten Geschäften einkaufen möchte. Auch beim Thema Essen hat man hier die Qual der Wahl, denn von traditionell japanisch bis experimentell europäisch, findet man hier alles auf den Speisekarten der unzähligen Lokale. Und auch für abendliche Beschäftigung ist gesorgt, das Nachtleben von Tokio ist genauso bunt und einzigartig, wie seine Einwohner.
Das Verkehrssystem ist herausragend, die Stadt wird von der Yamanote-JR (Japanische Eisenbahn) umgürtet, das Zentrum wird von U-Bahn-Linien durchzogen, Busse fahren regelmäßig und der Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszüge) verbindet Tokio mit dem restlichen Land. Einzig das Finden von Adressen gestaltet sich hier schwer. Allgemein gibt es in Japan eher selten Straßennamen und keine konsequenten Hausnummern. Die Nummerierung der Häuser in einem Block richtet sich größtenteils nach der Reihenfolge der Erbauung, so kann die Suche nach einer bestimmten Adresse zu einer wahren Geduldsprobe werden. Da Tokio spiralförmig um die Burg angelegt wurde, um Feinde zu verwirren, ist es in der Stadt nun chaotisch. Sogar Taxifahrer haben ihre Mühe die richtigen Adressen zu finden. Aus diesem Grund haben viele Japaner Ausschnitte von Stadtplänen auf ihren Visitenkarten. Und auch für Touristen empfiehlt es sich, immer eine Umgebungskarte des Hotels bei sich zu haben.
2.1.10.3 Geographische Lage
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Tokio liegt am Fluss Sumida auf der größten der vier Hauptinseln Japans, auf Honshu, an der Bucht von Tokio. Tokio und seine 23 Bezirke liegen in der Kanto Ebene. Diese Ebene ist die größte des ganzen Landes. Das Kanto Gebiet erstreckt sich weit über die Bucht von Tokio und heißt übersetzt „östlich der Barriere“, was soll viel bedeutet wie östlich der Berge in der Region Chubu.
2.1.10.4 Stadtgebiete
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Das Zentrum
Der Bereich westlich und nördlich des Sumida bildet das Herzstück der Stadt, seit Ieyasu, der erste Shogun an dieser Stelle Kapitol und Burg errichten ließ, wo auch noch heute der kaiserliche Palast steht. Der Bezirk wurde nicht nur einmal verwüstet und wieder aufgebaut.
Nihonbashi und Ginza wurden als Einkaufszentren entworfen, die mit der Mischung aus exklusiven Boutiquen und Kaufhäusern auch noch heute boomen. Für den alltäglichen Einkauf gibt es das Viertel Jinbocho, dort bekommt man Bücher und auch das Software- und Elektronikparadies Akihbara und der berühmte Fischmarkt sind dort zu finden. Im Bezirk Marunouchi und Hibiyan kann man die politische Bedeutung des Zentrums der Stadt erkennen. Viele Grünanlagen bieten Einheimischen, wie auch Urlaubern die Möglichkeit zur Erholung und eine Pause vom hektischen Treiben.
Der Norden
Die nördlichen Bezirke Ueno und Asakusa beheimaten die Überreste der alten Unterstadt Shitamachi, das einst das Herz der Edo Kultur war, wo der Handel und das Handwerk blühten. Shitamachi ist Motiv unzähliger Ukiyo-e Holzschnitte. Das berühmte Kabuki Theater und das Vergnügungsviertel Yoshiwara sind mit Asakusa verbunden. Beide Bezirke eignen sich gut für einen Bummel. Das Leben in Asakusa dreht sich auch heute noch um den Tempel Senso-ji, dessen Zufahrt von Läden gesäumt ist. Ueno hingegen ist geprägt von seinem riesigen Park, in dem sich auch das Shitamachi- und Nationalmuseum befinden. Es gibt schmale Gassen, mit eng aneinander geschmiegten Gebäuden, besonders in der Yanaka Gegend, die bei Erdbeben und Kriegen nicht zerstört wurde. Ein großes Vergnügen hat man im Norden beim Einkaufen. Man findet hier unter anderem Elektronikartikel, Kunsthandwerk, aber auch Scherzartikel wie Nahrungsmittel aus Plastik (z.B. Sushi).
Der Westen
Im Westen Tokios besteht das Doppelzentrum aus Shibuya und Shinjuku, das nach dem Erdbeben von 1923 boomte. Hier kann man Tokios junge Seite erleben: hektisch, voller Power und immer im Wandel. Die Viertel werden von modernster Architektur dominiert, von den Olympiastadien im Park Yoyogi bis hin zu den prächtigen Zwillingstürmen der Stadtverwaltung im Westen von Shinjuku. Zusammen mit Minami- Aoyama und Harajuku bildet Shibuya das Epizentrum junger japanischer Mode und Haute Couture. In den weltoffenen Clubs, bei Musikaufführungen und in Bars von Roppongis tobt gleichermaßen das Nachtleben, wie im Neonlicht des Pachinko Hallen im östlichen Shinjuku. In solch einer modernen Umgebung gibt es nur einige historische Stätten, wie das Schwerter Museum oder den Meiji Schrein.
2.1.10.5.1 Im Zentrum
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Kabuki- za- Theater
Das größte Kabuki Theater der Stadt eröffnete 1889 zur Zeit des Kaisers Meiji. Damals entwickelte sich das Theaterspiel zu einer teuren und elitären Kunstform.
Das beeindruckende Gebäude ist eines der wenigen Beispiele für die Verknüpfung von westlichen Materialien mit dem traditionellen japanischen Baustil. Nach dem Erdbeben von 1923 wurde die Gibelfassade angebracht. 1951 musste das Theater nach dem Weltkrieg neu aufgebaut werden. Im Theater finden fast jeden Tag Vorstellungen statt, sie beginnen vormittags und dauern circa drei Stunden. Der Kartenerwerb für nur einen Akt ist möglich.
Tsukiji- Fischmarkt
Der Besuch des Fischmarkt ist ein Muss, wenn man sich in Tokio aufhält und ein wahres Erlebnis für alle Sinne erleben möchte. Ursprünglich war der Markt in Nihonbashi, aber nach dem Erdbeben 1923 wurde er nach Chuo verlegt.
In der Zeit von 5 bis 10 Uhr morgens finden jeden Tag (außer sonntags) Versteigerungen statt. An die 15.000 Lebensmittelhändler und Gastronomen decken sich dann an 1.600 Ständen mit 450 Sorten von Meeresfrüchten ein. Die große Markthalle ist ein wahres Labyrinth, das aus winzigen Ständen besteht, an dem frischester Fisch verkauft wird. Man sollte sich einfach in das bunte Treiben stürtzen, denn vor Ort gibt es auch einen großen Gemüsemarkt, auf dem man bestimmt noch die ein oder andere neue Frucht entdecken kann.
Den Eingang zum Markt bildet eine kleine Brücke, direkt vor ihr liegt der Wellenbrecher Fuchsschrein Namiyoke Inari Jinja, wo Händler und Fischer für guten Umsatz und Schutz beten. Auf der Straße gegenüber gibt es vom Geschirr aus Porzellan, bis zum getrockneten Thunfisch alles. In den Läden in der Gasse rechts nebenan kann man an Ständen Curry, Tempura und Sushi kaufen. Vor der Brücke am Ausgang links gibt es weitere Läden und Restaurants.
Shiba- Park
Der Park ist eine äußerst beliebte Grünanlage in der Stadt. Der größte Teil ist ein Golfplatz, doch der östliche Teil hat einen Wald und einen künstlich angelegten Fluss. Der Shiba- Park war früher ein Friedhof des Tokugawa- Clans, dessen Familientempel Zojo- ji in der Mitte steht. Er wurde im Jahr 1393 gegründet. 1598 übersiedelte Ieyasu dorthin, um seine neuen Kapitale spirituell aus südöstlicher Richtung zu schützen. Der jetzige Bau stammt jedoch aus dem Jahr 1974.
Tokio Tower
Der Tokio Tower ist westlich des Shiba Parks und erstreckt sich mit 333 m in die Höhe. Vollendet wurde der Turm 1958 und ist größer als sein französisches Vorbild, der Eifelturm. Im Erdgeschoss gibt es ein Aquarium und mehrere Aufzüge bringen die Besucher zu den Aussichtsplattformen. Für Gäste gibt es zwei Aussichtspunkte. Eine Plattform liegt in 150 m Höhe und die andere in 250 m. Besonders an klaren Tagen hat man hier einen gigantischen Ausblick über die Stadt.
Sumida- Bootsfahrt
In der Edo- Zeit wurde beinahe der gesamte Handel über Wasserwege abgewickelt. So lebte Tokio früher von seinen Flüssen und Kanälen. Der größte Fluss der Stadt ist der Sumida, der in den letzten Jahren gesäubert wurde. Ein eher seltener Blick auf die Stadt bietet sich bei einer Bootsfahrt vom Palastgarten Hama- Ryku nach Asakusa im Norden Tokios. Das Boot erreicht durch ein Hafenmauertor das offene Wasser der Bucht. Der Hinode Pier ist der erste Halt der Fahrt, von dort aus kann man auch andere Schiffsfahrten um die Bucht von Tokio antreten. Das Boot fährt weiter flussaufwärts an den Inseln Tsukuda und Tsukiji vorbei, die das Zentrum der alten Edo-Kultur sind. Bei der Bootsfahrt passiert man zwölf Brücken, dabei hat jede Brücke eine andere Farbe. Nachtfahrten im Laternenschein kann man in langen flachen Booten machen, die von Asakusa aus starten.
Hama- Rikyu- Palastgarten
Der Palastgarten ist 25 Hektar groß und liegt an der Mündung des Flusses Sumida zur Bucht Tokios. Der Garten wurde 1654 für die Familie des Shoguns angelegt, da er hier gern auf Entenjagd ging. Und auch noch heute ist der Palastgarten mit seinen Ententeichen ein wahrer Ort der Ruhe. Leider fielen dem Bombenangriff am 29. November 1944 die Pflanzen, Villen und Teehäuser zum Opfer. Das Nakajima- Teehaus wurde originalgetreu nachgebaut und scheint auf dem Wasser des Teiches zu schweben. Hier bekommt man neben grünem Tee auch noch japanische Leckereien.
Kaiserpalast
Der erste Tokugawa Shogun Ieyasu begann mit dem Bau des Palastes im Jahr 1590. Seine Nachfolger machten aus ihm in der Edo Zeit den größten Palast der Welt, leider ist von ihm nur der innere Teil erhalten geblieben. Der heutige Kaiser wohnt mit seiner Famile im westlichen Teil. Die Öffentlichkeit hat nur zweimal im Jahr Zugang zum Palast, an Neujahr und am Tag des Geburtstags des Kaisers (aktuell 23. Dezember). Das Gelände, das hinter dem Wassergraben liegt besteht allerdings aus öffentlichen Parks.
Die Steinbrücke Nijubashi ist berühmt. Sie wurde 1888 fertig gebaut und liegt östlich des Palastes. Seit ihrer Fertigstellung war sie Haupteingang, anstatt des Großhandtors Otemon. Dieses Tor führt heute zum östlichen Garten des Palastes. Sofort dahinter befindet sich die Kunstsammlung Sannomaru Shozokan des Showa Kaisers. Ein Stückchen weiter stößt man auf Hayakunin Basho aus der Edo Zeit. Dort lebten früher 100 Samurai, die den Kaiserpalast bewachten. Dahinter steht der Hauptturm Honmaru, auf der Steinmauer kann man einen schönen Ausblick genießen. Östlich des Hauptturms erstreckt sich der Garten Ninomaru, der vom Shogun Iemitsu 1630 gestaltet wurde.
Nihonbashi- Bezirk
Dieser Bezirk war in der Edo- und Meiji Zeit Tokios Wirtschafts- und Handelszentrum. Der Bezirk hat den Namen „Japans Brücke“ und verdankt ihn der Brücke über den Nihonbashi, dem Startpunkt der fünf großen Straßen der Edo Zeit. Nach dem Erdbeben wanderten nicht nur der Fischmarkt, sondern auch Banken, Unternehmen und Läden ab.
Der frühere Glanz der Stadt ist zwar nicht mehr so intensiv, dennoch kann der Bezirk ein blühendes Handelszentrum mit Kaufhäusern Banken und auch traditionellen Geschäften vorweisen. Hier findet man das bekannte Kaufhaus Mitsukoshi, das sich von 1673 aus einem Kimonoladen, zu einem prachtvollen Kaufhaus entwickelt hat. Besuchen sollte man hier auf jeden Fall den sechsten Stock, dort findet man die Abteilung der Sonderangebote. Ebenfalls sollte man es nicht versäumen, in der Lebensmittelabteilung vorbei zu schauen, denn dort gibt es Leckereien, die man kostenlos probieren darf.
Im Bezirk Nihonbashi findet man auch die Bank von Japan, die 1896 von Kingo Tatsuno nach dem Vorbild der klassizistischen Nationalbank Berlins errichtet wurde. Die Bank ist das erste Bauwerk eines japansichen Architekten, das nach westlichem Stil erbaut wurde.
Östlich der Nihonbashi- Brücke am Südufer des Flusses ist die Tokioter Börse, die mit ihren 2.500 notierten Firmen zu einer der fünftgrößten Börsen der Welt gehört. Bevor der Handel hier 1999 auf Computer umgestellt wurde, konnte man vor allem in den 80er Jahren, zur Zeit des Wirtschaftsbooms, hektische Handzeichen der Händler sehen. Hier wird auch heute noch deutlich, was der Kommerz für die Stadt bedeutet. Man kann von der Besucherplattform aus auf das Parkett schauen, internationale Börsen sind im Vergleich mit französischen und englischen Erläuterungen, dargestellt.
Südlich der Brücke ist das Kunstmuseum Bridgestone, das Werke von Picasso, Brancusi, Manet und Rouault beherbergt. Es ist das Museum mit Japans bester Sammlung von westlichen Kunstwerken. Nördlich des Museums liegt das Pokemon Center, das den auf der ganzen Welt berühmten gleichnamigen Comicfiguren gewidmet ist.
Marunouchi- Bezirk
Dieser Bezirk liegt westlich und südlich des Hauptbahnhofs. In der Edo Zeit nannte man ihn „Spielerwiese“, da der Bezirk realtiv isoliert liegt und man das Glücksspiel hier mit Leichtigkeit betreiben konnte.
Die Attraktivität des Bezirks stieg erst mit dem Bau der Bahnlinie. Nach dem großen Erdbeben 1923 zogen auch viele Firmen hierher. Der Hauptbahnhof wurde nach Amsterdamer Vorbild gebaut. Es ist ein Bau aus Backstein. Er wurde 1914 vollendet und von dem Architekten Kingo Tatsuno entworfen. Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten die Kuppel des Gebäudes, die durch den Polyeder (dreidimensionales Gebilde aus vielen begrenzten Flächen) ersetzt wurde.
Auch in diesem Bezirk zu finden ist das Kaiserliche Theater, in dem moderne japanische Stücke, aber auch Broadway Musicals aufgeführt werden.
Hibiya- Park
Dieser Park ist der einzige große, westliche Park im Zentrum der Stadt und somit der Kernpunkt des Bezirks Hibiya. Hier gibt es oft Kundgebungen, besonders am 1.Mai. Die große Tribüne wird zudem für Konzerte genutzt.
Das Parlament
Das Parlament wurd 1936 vollendet und beheimatet die Legislative, die noch zur Meiji Zeit als Zwei- Kammern-System eingerichtet wurde. Es gibt zwar Führungen, doch sind diese leider ausschließlich auf Japansich. Man kann schön verzierte Räume bewundern, die vom Kaiser zu offiziellen Anlässen genutzt werden, aber auch das Unterhaus, in dem die Abgeordneten diskutieren.
Tokio International Forum
Das Forum gehört zu den schönsten und eindrucksvollsten Bauten der Innenstadt von Tokio. Entworfen wurde das Kulturzentrum von Rafael Vinoly und wurde 1996 vollendet. Das Forum besteht aus zwei Gebäuden. Einem weißen Riesenwürfel mit vier Sälen (im größten Saal haben bis zu 5012 Menschen Platz) und einem geschwungenen 60 m hohen Glasatrium. Beide Gebäude werden durch einen gläsernden Übergang verbunden und von einem schattigen Hof samt Bäumen getrennt.
Die Decke des Atriums erinnert an den Rumpf eines Schiffes, denn das ganze Gebäude ist mit Licht durchflutet. Im Forum ist alles auf dem neusten Stand der Technick und neben Internetterminals gibt es auch Restaurants, Cafés und Läden.
Kitanomaru- Park
Dieser Park liegt nördlich vom Kaiserpalast und man kann ihn über das große Tayasumon Tor erreichen. Vom westlichen Wassergraben Chidorigafuchi hat man während der Kirschblüte die schönsten Aussichtsplätze und man kann hier auch Ruderboote mieten. Im Park gibt es auch Gebäude, wie das Nippon Budokan, das zu den Olympischen Spielen 1964 für die Austragung der Kampfkünste gebaut wurde. Heute wird es vorzugsweise für Konzerte genutzt. Nur ein Stückchen weiter liegt das Museum für Wissenschaft und Technologie. Hier sind zwar alle Erläuterungen in japanischer Sprache, doch zum Trost gibt es auch interaktive Objekte. So kann man beispielsweise eine virtuelle Farradtour unternehmen.
Nur fünf Gehminuten entfernt findet man das Nationalmuseum für Moderne Kunst, in der Daueraustellung kann man japanische Werke aus der Meiji- Restauration 1868 betrachten. Die wechselnden Ausstellungen sind nicht selten herausragend.
Jinbocho- Buchhändler- Bezirk
In den 1870er und 1880er Jahren entstanden hier die drei größten Universitäten: Chuo, Nihon und Meiji. Aus diesem Grund siedelten sich hier immer mehr Buchhändler an. Zu Spitzenzeiten hatten 50% aller Verlage Japans ihren Sitz hier. Heute gibt es hier nur noch die Universität Meiji, doch die Buchläden ringsherum sind geblieben. Die Interessen der Studenten spiegeln sich im Angebot der Läden wieder, so werden beispielsweise auch Surfbretter und Snowboards oder Musikinstrumente verkauft.
Yasukuni- Schrein
In dem Friedensschrein der Nation wird den 2,5 Mio. Japanern gedacht, die seit der Meiji Restauration bei Kriegen getötet wurden. Geweiht wurde der Schrein im Jahr 1879, doch wegen seiner Geschichte ist es eher ein Ort der Ernüchterung.
Der Shintoismus war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Staatsreligion, aus diesem Grund wurde die Asche der gefallenen Männer zu diesem Ort gebracht, auch wenn die Angehörigen andere Wünsche hatten. Eher unverständlich für Japans Nachbarn ist die Tatsache, dass hier Planer und Führer des Weltkriegs, wie auch der Kolonisierung von Korea und China (wie der Premier der Kriegszeit Tojo Hideki und acht weitere Kriegsverbrecher) liegen.
Nebenan liegt das Yushu-kan Museum, welches den Gefallenen gewidmet ist. Die Exponate verleihen dem Ort teilweise eine humane Note, so wird einer Krankenschwester gedacht, die an Überarbeitung starb oder es wird ein Foto eines jungen Offiziers gezeigt, der lächelt. Unter dem Bild hängt eine Kopie seines letzten Briefes an die Familie.
Kanda- Myojin- Schrein
Der Schrein ist über 1.200 Jahre alt und das heutige Gebäude wurde nach dem Erdbebeben von 1923 neu erbaut. Die sich am Tor befindenden Wächterfiguren sind nett gekleidete schmalllippige Bogenschützen, links Sadaijin, rechts Udaijin. Der Schrein erstrahlt in einer leuchtend roten Farbe und das Innere beeindruckt durch chinesisch inspirierte Dekoration, Gold und Lack. Wer schon ganz früh morgens hierher kommt, kann die Rituale der Shinto Priester sehen.
Auf der linken Seite hinter dem Tor steht eine auf Reisballen thronende Statue von Daikoku, einem der sieben Glücksgötter.
Hinter dem Schrein liegt ein Museum mit Relikten aus der Myojin- Zeit.
Koishikawa- Korakuen- Garten
Dieser Garten ist einer der eindrucksvollsten traditionellen Wandelgärten der Stadt und bedeutet übersetzt so viel wie „Garten der letzten Freuden“. Der Name stammt aus dem chinesischen Gedicht Burg Yueyang von Fan Zhongyan „Nimm als Erster der Welt Sorgen auf dich, als letzter ihre Freuden.“
Die Gestaltung des Gartens wurde 1629 begonnen und 30 Jahre später vollendet. Die acht Hektar große Anlage war früher viermal so groß. Der Garten ist in Form einer Miniaturlandschaft gestaltet, nachgebildet sind zum Beispiel der japanische Fluss Kiso und der berühmte chinesische Berg Rozan.
Die Horai Insel ist ein herrliches Arrangement aus Pinien und Felsen. Sie liegt in der Mitte des großen Teichs.
Im Koishikawa-Korakuen Garten gibt es zwei Brücken, die Engetsukyo (Vollmondbrücke) und die Tsukenkyo. Letztere bildet einen interessanten Farbkontrast zum Dunkelgrün des Waldes, da sie Zinnoberrot ist. Die Vollmondbrücke ist ein Steinbogen, welcher an einen Vollmond erinnert, daher auch sein Name. Hier kann man nicht nur ein paar ruhige Minuten, sondern auch Stunden verbringen.
Akihabara- Bezirk
Der Bezirk liegt um den U-Bahnhof Akihabara. Die schmalen Gänge unter der Haltestelle sind mit kleinen Geschäften gespickt. Man bekommt hier alle Geräte aus dem elektronischen Bereich, vom modernsten Computerchip, bis hin zur Weihnachtsbaumbeleuchtung. Aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs entstand dieser Markt. Die japanische Armee wollte ihre Ausrüstung loswerden und verkauften sie an Studenten. Diese bauten aus den Teilen Radios, die damals gefragte Statussymbole waren, verkauft wurden sie auf der Straße. Seitdem ist Akihabara ein Synonym für Elektronik. Hier bekommt man Markenartikel drei bis zehn Prozent günstiger als anderswo.
Längst ist Akihabara aber nicht nur ein Viertel der Elektronik, sondern auch ein Viertel der Phantasie und somit das skurilste Viertel der Stadt. Schon Ende der 80er Jahre entwickelte sich das Viertel zum Paradies für Gamer und Fans von Anime. Hier kann man in eine andere Welt abtauchen, in die Welt der Mangas und Anime. Überall auf der Straße trifft man Cosplayer, das sind meistens Mädchen, die sich genauso stylen, wie ihre Lieblingsmangafigur. Hier kann man auch die Utensilien kaufen, die man zur Verkleidung braucht oder in eines der vielen Manga- Cafés gehen.
2.1.10.5.2 Im Norden
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Ueno- Park
Wichtigstes Ausflugsziel im Norden Tokios ist der Ueno Park, denn hier gibt es viel Sehenswertes zu bestaunen. Ieyasu, der erste Tokugawa Shogun ließ hier im 17. Jahrhundert den Tempel Kanei-ji bauen, damit die bösen Geister des Nordostens verjagt werden.1873 wurde Ueno zu einem öffentlichen Park ernannt und war vom ersten Augenblick an ein beliebtest Ausflugsziel. Der Park beherbergt neben Tempeln und Museen auch den ältesten japanischen Zoo. Der Shinobazu Teich ist jedes Jahr ein Etappenziel für viele Zugvögel.
Eine Sehenswürdigkeit hier ist die fünfstöckige Pagode, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Sie steht auf dem Gelände des Ueno- Zoos, der besonders wegen der Riesenpandas bei Kindern sehr beliebt ist.
Der Tosho- gu- Schrein ist ein dekorativer Komplex und einer der raren Bauten aus der Edo- Zeit in Tokio. Bevor Ieyasu in Nikko neu bestattet wurde, fand er zuerst hier seine Ruhe.
Im Naturwissenschaftlichen Museum kann man schon am Eingang einen lebensgroßen Blauwal und eine Dampfmaschine bestaunen. Im Inneren werden Objekte aus Wissenschaft, Technik und Naturgeschichte gezeigt.
In der Nordostecke des Parks kann man das Nationalmuseum finden, Eintrittkarten kann man am Eingang erwerben. Das Hauptgebäude heißt Honkan, östlich liegt das Toyoka und für Sonderausstellungen gibt es das Hoykeikan. Die Sammlung im Hauptgebäude erstreckt sich auf zwei Stockwerke. Unten findet man chronologisch und im Uhrzeigersinn geordnet japanische Kunst, angefangen von Tonfiguren aus der Jomon- Zeit (10.000 v.Chr.) bis hin zu Ukiyo-e Holzschnitten aus dem 19. Jahrhundert. Zudem sieht man Tee- Utensilien, Kostüme und Rüstungen, die im Kabuki- und No-Theater getragen werden sowie auch Kalligrafien. Das erste Stockwerk ist thematisch in Gruppen aufgeteilt, wie Lack, Schwerter, Skulpturen und moderne Kunst, die westlich beeinflusst ist. Das dreistöckige Gebäude Toyokan wurde 1968 eröffnet und beherbergt Exponate östlicher, aber nicht japanischer Kunst, wie Keramiken, Skulpturen und Textilien. Die meisten Stücke kommen aufgrund der langen Verbindungen aus Korea und China. Das Hoykeikan wurde erst im Jahr 1999 eröffnet und präsentiert eine Sammlung japanischer archäologischer Funde und viele Wechselausstellungen. Das Gebäude verfügt über eine moderne Ausstattung, was es ermöglicht die Objekte optimal zur Geltung zu bringen. Im Erdgeschoss finden sich die archäologischen Exponate von 10.000 - 7.000 v.Chr. Im ersten Stock finden die Wechselaustellungen statt, die meist japanische Kunst zeigen. Die Beschreibungen sind auch auf Englisch.
Ameyoko- Markt
Ameyoko ist einer der größten Basare in ganz Asien. Hier bekommt man alles zu einem meist günstigen Preis. Noch zur Edo-Zeit war der Markt ein Umschlagplatz für Süßwaren und nach dem Zweiten Weltkrieg blühte hier der Schwarzmarkt für Nylons, Schokolade, Zigaretten und Schnaps. Doch die Ansammlung vieler kleiner Geschäfte unter der Hochbahn ist schon lange kein Schwarzmarkt mehr. Gegenwärtig bekommt man dort preiswerte internationale Markenartikel wie Chanel, Nike und Rolex.
Senso- ji- Tempel
Im Volksmund Asakusa Kannon genannt, ist er Tokios heiligster Tempel. Im Jahr 628 zogen zwei Fischer eine Statue der buddhistischen Gnadengottheit Kannon aus dem Sumida Fluss. Der Herr der Fischer baute einen Schrein für die Gottheit und 645 wurde der Tempel errichtet. Der Ruhm und der Wohlstand des Tempels nahmen stetig zu und als 1657 das Vergnügnungsviertel Yoshiwara in die Nähe zog, erfreute er sich noch mehr Beliebtheit. Der Tempel überstand nicht das Erdbeben 1923, aber den Zweiten Weltkrieg. Die Hauptgebäude wurden originalgetreu nachgebaut.
2.1.10.5.3 Im Westen
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Bahnhof Shinjuku
Dies ist der belebteste Bahnhof der Welt, durch den täglich über 2 Mio. Menschen durchgeschleust werden. Der Bahnhof ist nicht nur Haltestelle für die Japanische Bahn und die städtische U-Bahnen, sondern auch Startpunkt für Züge und Busse in die Vorstädte. Zur Rushhour zwischen 7.30 und 9 Uhr morgens wird extra Personal eingesetzt, das aufpasst, dass kein Gast in den Türen der Bahn eingeklemmt wird. Die Korridore des Bahnhofs beherbergen eine Vielzahl von Läden und Restaurants, in denen man sich die Wartezeit vertreiben kann. Da der Bahnhof labyrinthartig angelegt ist, kann man sich leicht verlaufen. Wenn das passiert, sollte man einfach versuchen überirdisch die Orientierung zu erlangen.
Schwerter- Museum
Das Museum ist etwas abseits gelegen und zeigt japanische Schwerter, die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Sie vereinen Kunst und Ritual im Streben nach Perfektion. Im Erdgeschoss wird die Herstellung von Schwertern erklärt und die Exponate findet man im ersten Stock.
Meiji- Schrein
Dieser Schrein ist Tokios Wichtigster. Der Kaiserschrein stammt aus dem Jahr 1920. Hier sind der Kaiser Meiji (er regierte von 1868-1912) und seine Frau begraben. In der Zeit um Neujahr kommen über drei Mio. Menschen zum meistbesuchten Ort in ganz Japan. Sie beten und kaufen Glücksbringer für das neue Jahr. Auf das Gelände führt eine Kiesstraße, die durch ein großes Tor führt. Auf der rechten Seite gibt es eine Anlage mit Restaurants und Cafés, wie auch den Anbau des Meiji-Schatzhauses. Er zeigt Wechselaustellungen mit Objekten des kaiserlichen Paares wie Lackwaren, Kleidung und Möbel. Wer Karten für den Anbau des Schatzhauses hat, ist auch berechtigt das Hauptschatzhaus zu besuchen.
Der Nai-en Garten war der liebste Ort des Meiji Kaiserpaars. Es heißt sogar, dass der Kaiser den Garten für seine Gemahlin selbst entworfen hat. Im Garten befindet sich ein Teehaus, dass einen wunderschönen Blick auf den Seerosenteich mit Karpfen ermöglicht. Ein Weg rechts vom Teich führt die Besucher zum Iris Garten, der seine volle Pracht im Juni entfaltet, denn dann zeigen sich die Blüten der 150 Irisarten.
Der Hauptschrein liegt in einem Zedernhain. Die Gebäude sind aus dunklem Holz und eher schlicht, nur das oxidierte Dach aus Kupfer strahlt in grüner Farbe. Das geschwungene Dach ist im Baustil der Shinto gestaltet. Auf dem Außenhof gibt es Buden, die Prophezeiungen und Glücksbringer für das neue Jahr verkaufen.
Harajuku- Bezirk
Das internationale Flair der Olympischen Spiele 1964 hat den Bezirk nachhaltig geprägt. Zur Zeit der Spiele war der Harajuku- Bahnhof die zentrale Stelle für das olympische Dorf. Der Bezirk lockte besonders innovative und junge Tokioter an, denn noch heute ist das Viertel ein Zentrum für Mode, sowohl der Schnäppchenläden, als auch der exklusiven und edlen Boutiquen.
In der engen Gasse Takeshita-dori finden Teenager alles, was momentan in Mode ist und das in jeder Preisklasse. Besonders voll kann es hier an Sonntagen werden.
200 m vom Bahnhof entfernt liegt der Togo- Schrein, der dem Admiral Togo geweiht ist. Togo war ein Komandant, der die Flotte Russlands in der Tsushima Straße im Krieg von 1904 - 1905 besiegte. Admiral Togo ist in Japan ein Held ud sein Schrein wird von einem schönen Garten geschmückt.
Der Eingang des Rock‘n‘Roll Museums wird durch eine Statue des King of Rock´n´Roll, Elvis Presley bewacht. Das Museum ist aber gar kein Museum, sondern lediglich ein Geschäft, das Erinnerungsstücke verkauft.
Die wohl schönste Flaniermeile der Stadt ist die Omote-sando, die Gehwege sind breit und mit Bäumen bestückt. Hier gibt es viele edle Boutiquen von Dior, Celine oder Fendi.
Mehr als 150 Boutiquen findet man im Modemekka LaForet, da es eine sehr noble Gegend ist, muss man sich darauf einstellen hier ein bisschen mehr Geld für Mode auszugeben.
Ebenfalls im Harajuku Viertel steht das von Tange Kenzo entworfene Hanae Mori Building. Es sieht aus wie ein Haufen Glaswürfel. Die Japanerin Mori war die erste ihres Landes, die in Paris ein Geschäft für Mode eröffnet hat. Auf ihren Werken von Tischsets über Haute Couture ist ein Schmetterling als Design zu finden.
Akasaka- Bezirk
Dieses Viertel ist in der Hand der Politiker, da sich hier viele Regierungsgebäude und das Parlament befinden. Vor den vielen edlen Gebäuden werden Männer mit dunklen schicken Anzügen von Limousinen abgesetzt.
Im elften Stock eines Gebäudes ist das Suntory- Kunstmuseum. Es beheimatet eine Sammlung von Stellschirmen mit höfischen Motiven aus der Edo Zeit. Ein besonders schöner Schirm ist der mit dem Titel „Westler in Japan“. Ebenfalls zu finden sind hier Lackwaren, traditionelle dekorative Kunst- und Teeutensilien. Zu einem Päuschen lädt der nur 200 m entfernt stehende Toyokawa-Inari Schrein ein, den rote Laternen, Banner und Fuchsstatuen zieren. Ein weiterer Schrein in diesem Bezirk ist der Hie-jinja Schrein von 830, der auf Befehl von Shogun Ietsuna im 17. Jahrhundert hierher gebracht wurde. Die Gebäude sind jedoch alle neu errichtet worden. Jedes Jahr Mitte Juni wird mit einer Prozession von 50 Trageschreinen und vielen Teilnehmern in Kostümen der Heian Zeit Sanno Matsuri gefeiert.
Roppongi- Bezirk
Roppongi ist das Tokioter Zentrum der Musik und der Clubs. Hier kann man jeden Musikstil finden, von Jazz, über Ska und Blues bis hin zu Country, Hip Hop und Disco. Manche Clubs sind nur groß genug für eine Theke und ein paar Barhocker. Außerdem sollte man die Preise vergleichen, die ziemlich unterschiedlich sein können. Ebenso vertreten sind hier viele internationale Lokale, wie das Hard Rock Café oder Tony Roma´s. Neben Restaurants liegen hier auch Geschäfte, Kinokomplexe, Fußgängerwege, schöne Plätze, Apartements und Büros. Der berühmteste und einer der weltweit größten Nachtclubs ist das Velfarre. Hier können 3.000 Meschen feiern.