4    Einkaufen - zum Mitbringen oder selber behalten

4.1 Souvenirs

4.2 Kleidung und Schmuck

4.3 Einkaufszentren und Straßenmärkte

4.4 Öffnungszeiten

4.5 Fälschungen und Plagiate

4.6 Altersgrenze

4.7 Spritpreise


4.1 Souvenirs


Zu den beliebtesten Mitbringsel Japans gehören Kimonos und japanische Schirme (kasa). Schirme aus Baumwolle, Seide oder Papier dienen als Sonnenschirm, gegen Regen schützen Schirme, die aus Ölpapier gefertigt sind.

Ebenfalls sehr beliebt sind Digitalkameras, DVD-Player, Uhren, Seide, Perlen, Keramik, Bambusartikel (Essstäbchen und japanische Flöten) und Puppen wie die Wooden Dolls (sie stellen eine Mischung aus Dekoration und Spielzeug dar). Auch Brokat - ein fester, gemusterter Stoff der für Möbel oder Tapeten verwendet wird – oder auch Lackwaren, Holzschnitte und Antiquitäten aller Art, wie sie im Land angeboten werden, sind sehr beliebt. Dazu zählen beispielsweise die traditionell bekannten handbemalten Fächer, die nicht nur dekorativ sind, sondern auch an heißen Tagen hilfreich sein können. Das beliebte Souvenir gibt es mit unterschiedlichen Designs und in allen Preislagen. Besonders beliebt sind runde oder Faltfächer.

Auch Schmuck, wie die Edo Sarasa Ketten oder Schlüsselanhänger sind typische Geschenke, die aus Japan für die Liebsten mitgebracht werden. Dabei handelt es sich um Dinge, die aus Kimonostoff gefertigt werden. Lassen Sie sich von Japans Souvenirs inspirieren, denn die Auswahl ist groß. Da fällt die Entscheidung schwer.


4.2 Kleidung und Schmuck


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Wer sich in Japan neu einkleiden möchte hat die Qual der Wahl, denn die Großstädte sind voll mit Kaufhäusern, Modeboutiquen, Edelgeschäften und Discountläden. Es ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. Wer es etwas eleganter und kostspieliger mag, der kann in den Boutiquen der bekannten Designer einkaufen, man findet sowohl Läden der nationalen, als auch internationalen Modeschöpfer, wie Gucci, Versace oder Cavalli.

Jeder der auf Mode nicht verzichten will, aber nicht ganz so viel Geld für neue Kleidung ausgeben möchte, kann in einem der Läden für Discount Mode einkaufen. Dies hört sich schlimmer an, als es ist. Die Kleidungsstücke sind hier zwar günstig, aber dennoch von guter Qualität. Wer sich also für bequeme und farbenfrohe Kleidung begeistern kann, ist in solchen Geschäften goldrichtig.

Ist man auf Tokios Straßen unterwegs, kommt man nicht an den „verkleideten“ Jugendlichen vorbei. Die schrillen und oft gewagten Outfits orientieren sich am Manga- Stil. Die Helden der Manga- Comics werden anhand ihrer Kleidung kopiert. Menschen, die diese Art der Kleidung tragen nennt man Cosplayer (costume play/Kostümspiel). Wer auch einmal so ein außergewöhnliches Outfit erwerben möchte, der kann diese im Modeparadies Harajuku in Tokio kaufen. Hier gibt es viele Geschäfte, die diese spezielle Mode anbieten.

Typische Kleidungsstücke
Das typischste und bekannteste Kleidungsstück für Japaner ist der Kimono. Japaner tragen ihn seid über 200 Jahren. Er ist ein traditionelles, japanisches kaftanartiges Kleidungsstück, welches durch einen breiten Gürtel festgehalten wird. Die Auswahl ist groß. Je nach Alter, Geschlecht, Familienstand, Jahreszeit und Anlass variieren sie nach Farbe, Muster und Stoff (von Seide bis Leinen). Das Kleidungsstück wird aus einem Stoffballen hergestellt. Die Herstellung kann bis zu zwölf Monate dauern. Ein handgemachter Kimono kostet bis zu 10.000€. Sie sind aber auch bei traditionellen Einzelhändler sowie in Kaufhäusern reduziert zu kaufen und ein schönes Mitbringsel für zu Hause.

Das Anziehen eines Kimonos mit allen Utensilien kann bis zu 2 Stunden dauern. Zu den typischen Utensilien zählen: Gürtel (Obi), spezielle Socken (Tabi), Sandalen oder Schuhe aus Holz (Geta, Zori, Waraji). Jugendliche kombinieren das Gewand auch mit westlichen Fashion Trends.

Ein besonderer, eleganter und komplizierter Kimono der nur von Damen getragen wurde, heißt Junihitoe. Ein Junihitoe ist heutzutage aber nur noch in Museen und Filmen zu sehen. Eine weitere alltägliche leichte, unkomplizierte Variante ist der Yukata. Der Yukata ist ein Kleidungsstück aus Baumwolle, das einfach zu binden und weniger teuer ist. Er wird auch als Schalfanzug oder nach dem Baden benutzt.

Neben den Kimonos gibt es aber auch andere landestypische Kleidung, wie z. B. den Jimbei. Dieser wird hauptsächlich im Sommer von Männern und Kindern getragen. Er besteht aus einem Oberteil und einer dazugehörigen kurzen Hose. Meist ist ein Jimbei aus einer einheitlichen Farbe wie blau oder grün und besteht aus Hanf oder Baumwolle. Heutzutage wird er aber hauptsächlich als Schlafanzug verwendet.

Ein weiteres japanisches Kleidungsstück ist der Hakama. Dies ist ein Beinkleid welches über den Keiko Gi, eine Trainingsbekleidung, getragen wird. Man unterscheidet zwischen zwei Varianten: zum einen mit geteilten Beinen wie ein Hosenrock, und zum Anderen ohne Teilung wie ein Rock, das von Frauen und Männern getragen wird. Angezogen wird der Hakama bei Kampfkünsten wie Kendo, bei Zeremonien oder bei traditionellen japanischen Tänzen.

Schmuck
Neben der besonderen Kleidung ist bei den Japanern aber auch Schmuck sehr beliebt. Zu den typischen Schmuckstücken Japans gehören die handgemachten Halsketten, Armreifen und Ringe aus Kimonoseide. Eine der beliebtesten und berühmtesten Ketten ist die Edo Sarasa Kette. Das besondere Merkmal ist die Schönheit der fünf Farben, die eine exotische Atmosphäre ergeben.

Auch sehr beliebt sind die hochwertigen Anhänger mit heiligen oder historischen Symbolen, wie z. B. der Drache.

In Japan gelten dabei folgende Maßeinheiten:

Shaku: Dieses Maß wurde aus der Natur entnommen, es ist die Entfernung zwischen zwei Knoten eines Bambusrohes. Ein Shaku entspricht in etwa 300mm.

Sun: Das ist die nächstkleinere Einheit. Zehn Sun entsprechen einen Shaku. Ein Sun ist also ungefährt 30mm.

Bu: Auch hier gilt wieder das 1/10tel Verhältnis zum Sun. Ein Bu entspricht also etwa 3mm.

Maßeinheiten
Damenbekleidung

Europa

38

40

42

44

46

48

50

Japan

9

11

13

15

17

19

21

Amerika

10

12

14

16

18

20

22

England

32

34

36

38

40

42

44

Herrenbekleidung

Europa

44

46

48

50

52

54

56

Japan

S

 

M

 

L

 

LL

Amerika

34

36

38

40

42

44

46

England

34

36

38

40

42

44

46

Damenschuhe

Europa

36

37

37 ½

38

38 ½

39

40

Japan

23

23

24

24

25

25

26

Amerika

6

6 ½

7

7 ½

8

8 ½

9

England

4 ½

5

5 ½

6

6 ½

7

7 ½

Herrenschuhe

Europa

39

40

41

42

43

44

45

Japan

24 ½

 

26

 

27 ½

28

29

Amerika

5 ½

6 ½

7 ½

8 ½

9 ½

10 ½

11 ½

England

5

6

7

8

9

10

11



4.3 Einkaufszentren und Straßenmärkte


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Japan ist wohl einer der größten Einkaufsmetropolen der Welt. Nicht nur für Einheimische, sondern auch für Urlauber ist es ein Vergnügen, in Japan einzukaufen. Auf Japans Straßen finden Sie einfach alles, von Kaufhäusern und Boutiquen bis zu Discount- Läden und Basaren.

Einkaufszentren
Die berühmtesten Kaufhäuser Japans befinden sich im Ginza Viertel und in Shinjuku in Tokio. Im Ginza Viertel finden Sie die Kaufhäuser Mitsukoshi, Matsuya und Matsuzakaya. Kaufhäuser wie Takashimaya und Isetan befinden sich in Shinjuku. Hier finden Sie von Kleidern, Accessoires und Schmuck bis hin zu Haushaltsartikeln und Nahrungsmitteln alles unter einem Dach.

Firmen wie Shiseido, Gucci, Dior und Chanel haben  ebenfalls im Ginza Viertel eine Edelboutique eröffnet, während sich im gehobenen Omotesandro Stadtviertel Louis Vuitton und Issey Miyake niederließen.

Das Highlight dieser Edelboutiquen, welche unbedingt besucht werden sollten, ist das Prada-Gebäude, dessen Fassade ganz aus Glas besteht.

Arkaden wie „Porta“, „The Cube“ und „Avanti“ sowie die Modestraße Kitayama und die Ameyoko Shopping Arcade zwischen den JR Bahnhöfen und Ueno und Okachimachi bieten ebenfalls eine Vielzahl von kleineren Geschäften zum Bummeln.

Sollte das Wetter im Urlaub mal nicht mitspielen, sollte man nicht verzweifeln. In Shopping Center, in denen es nicht nur Einzelhandelsgeschäfte, sondern auch Restaurants, Kinos, Museen und Büros gibt, fühlt man sich genauso wie auf Tokios Straßen. Zu den berühmtesten dieser Mini Städte zählen Omotesando Hills, Tokyo Midtown, Shiodome und Roppongi Hills.

Wenn das Geld im Urlaub mal zu knapp werden sollte und Sie trotzdem nicht auf Japans Mode verzichten möchten, dann besuchen Sie doch einfach die Ladenketten Mujirushi und Uniquo. Hier werden preisgünstige Kleider guter Qualität angeboten. Bequeme, bunte Bekleidung für jede Situation findet man hier sicherlich. Diese Ladenketten sind so beliebt, dass sogar Zweigstellen im Ausland eröffnet worden sind. Sollte es dann aber doch nur etwas Kleines für die Liebsten zu Hause sein oder für den Eigenbedarf als Andenken an Japan, dann sind hierfür die berühmten 100 Yen(ca. 0,75€) -Läden Japans optimal. Souvenirs wie Essstäbchen oder Teetassen finden Sie hier problemlos. In den meisten Gegenden gibt es mindestens zwei dieser Läden. Die beliebtesten 100-Yen-Ketten sind Daiso und Can Do.

Straßenmärkte
Suchen Sie etwas typisch asiatisches, sollten Sie auf keinen Fall einen der vielen Antiquitäten-Flohmärkte oder Schrein-Basare verpassen. In Omotesando finden Sie den beliebten Oriental Bazar. Im historischen Asakusa Viertel bietet Ihnen das Edo-Shitamachi-Museum traditionelle Künste und Kunsthandwerksartikel von Kämmen bis Möbeln an, die zu reduzierten Preisen versteigert werden.

Sollten Sie jedoch eher auf der Suche nach Elektronikartikel sein, bietet Ihnen das Elektronik Viertel Akihabara die besten Elektronikläden, Yodobashi Akiba und das Tokyo Animation Center an. Aber auch bei den kleineren Geschäften in den Seitenstraßen lohnt sich dank ihrer reduzierten Preise ein Besuch, zudem sind die bekannten Einzelhandelsgeschäfte Laoy und Sofmap interessant.

Wir wünschen Ihnen jetzt schon viel Glück und vor allem viel Spaß beim Einkauf in Japan.


4.4 Öffnungszeiten

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In der Regel haben Geschäfte von Montag bis Samstag in der Zeit von 10:00 bis 22:00 Uhr sowie sonntags in der Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Kaufhäuser hingegen haben montags bis samstags in der Zeit von 10:00 bis 20.00 Uhr und sonntags in der Zeit von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Wichtig ist zu beachten dass Kaufhäuser in der Regel einmal pro Woche geschlossen haben. Dieser Ruhetag fällt meist auf einen Montag oder Dienstag.

Fallen nationale Feiertage in Japan auf einen Sonntag, sind die Geschäfte am Montag ebenfalls geschlossen, da dieser ebenfalls zu einem Feiertrag wird.


4.5 Fälschungen und Plagiate

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Man glaubt es kaum, doch in Japan sind kaum Fälschungen und Plagiate zu finden. Ganz im Gegenteil. Japan ist für Innovationen bekannt. Fälschungen und Plagiate werden hauptsächlich in China, Korea, Indien und Indonesien produziert. Gefälscht werden Produkte wie die Nintendo Wii, japanische Messer oder die Playstation. Diese Produkte erhalten dann den Namen Chintendo Vii oder PolyStation 3 und sind dem Original zum Verwechseln ähnlich. Da dies aber in Japan nicht der Fall ist, kann man beruhigt einkaufen gehen.


4.6 Altersgrenze

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Der Kauf und Konsum von Alkohol und Tabak ist in Japan erst ab dem 20. Lebensjahr erlaubt.

Alkohol
Das Kaufen und Konsumieren von Alkohol ist in Japan erst mit 20 Jahren gesetzlich erlaubt. Doch genauso wie in Deutschland, kommen auch in Japan Jugendliche unter 20 Jahren an alkoholische Getränke und verzehren diese in Mengen. Vielen Ostasiaten fehlt genetisch bedingt ein spezielles Enzym (Acetaldehyddehydrogenase, kurz AlDH) um Alkohol abzubauen, was viele aber trotzdem nicht daran hindert Alkohol zu trinken.

Während des Essens bevorzugen die Japaner Bier und Sake (Reiswein), zum Feiern jedoch eher Mixgetränke, Cocktails, Longdrinks und Schnäpse.


4.7 Spritpreise

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Wie in Deutschland wird auch in Japan der Einsatz von Bio-Kraftstoff stark gefördert und die Benzinpreise steigen ebenfalls. Zurzeit belaufen sich die Benzinpreise bei Normalbenzin auf ca. 0,90€, für Superbenzin auf ca. 1,08€ und für Diesel ca. 0,75€ pro Liter (1€ entsprechen ungefähr 126 JPY). In den meisten Fällen ist der Benzinpreis an jeder Tankstelle gleich, da in Japan eine Preisabsprache vorgenommen wird. Das heißt, dass alle Anbieter die Preise um denselben Betrag erhöhen, und zwar immer zum ersten eines Monats. Im Laufe eines Monat bleiben die Preise stabil oder fallen um 1 bis 2 Yen.

Unterschieden wird in Japan zwischen Full Service und Self Service Tankstellen. Bei den Full Service Tankstellen wird man von Mitarbeitern der Tankstelle an freie Zapfsäulen gewunken. Dort muss man dann nur noch das Fenster öffnen, den freundlichen Damen mitteilen, was und wie viel getankt werden soll, und schon ist der Tank voll. Nach Beendigung erhält man eine Quittung die bar oder mit Karte gezahlt werden kann. Währenddessen übernimmt eine andere Mitarbeiterin das Putzen der Fenster von außen und Sie erhalten von Ihnen ein Tuch um die Armaturen und die Fenster von innen zu reinigen. Verlässt man den Tankhof, winken die Tankstellenmitarbeiter einem zu, wenn der Verkehr frei ist.

Bei der Self Service Tankstelle handelt es sich meistens um Tankautomaten. Hier bedient man einen Computer. Eine integrierte Stimmte führt einen durch die Bedienung. Nach 5 Eingabestationen kann dann anschließend getankt werden. Auch hier ist findet sich zur Not immer ein Tankstellenmitarbeiter. Der Preisunterschied zwischen den beiden Tankstellen beträgt rund 5-6 Yen (0,04€) zugunsten der Automaten.

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