10    Gesundheit - damit Sie heile wiederkommen

10.1 Allgemeine Tipps

10.2 Apotheke und Rezepte

10.3 Ärzte und Krankenhäuser

10.4 Krankenversicherung

10.5 Notruf


10.1 Allgemeine Tipps


Wenn man nach Japan reist, sollte man alle wichtigen Medikamente in seiner Reiseapotheke mitnehmen. Besonders wichtig sind Präparate, auf die man jeden Tag angewiesen ist, wie beispielsweise Herztabletten. Diese sollte man stets vorrätig haben. Aber auch allgemeine Medikamente, wie zum Beispiel Kopfschmerztabletten, Durchfallpräparate und Verbandszeug, sollten im Urlaub immer griffbereit sein. Wie schon im Punkt Apotheke und Rezepte erwähnt, sollte man besonders bei der Einfuhr von Medikamenten für die Nase und bei Allergiepräparaten vorsichtig sein. Am besten man holt sich Informationen bei der japanischen Botschaft ein, so läuft man nicht Gefahr, gegen das japanische Drogengesetz zu verstoßen.

Wer in Japan Wasser trinken möchte, der kann dies ganz beruhigt tun. Sowohl aus dem Wasserhahn als auch aus dem Brunnen, das Wasser ist überall im Land sauber und frisch.

Da das Klima in Japan, je nach Region und Jahreszeit, sehr unterschiedlich ausfällt, empfiehlt es sich, immer Sonnenschutz dabei zu haben. Die Sommer können recht warm werden, aber auch die Wintersonne sollte man nicht unterschätzen. Urlauber machen keinen Fehler, wenn sie Sonnenschutzmittel mit in den Japanurlaub nehmen.

Reist man in der Zeit von April bis Oktober in das Land der aufgehenden Sonne, dann sollte man bedenken, dass in dieser Zeit ein landesweites Übertragungsrisiko für Borreliose/Lyme-Krankheit besteht, die durch Zeckenbisse hervorgerufen wird. Da sich Zecken in Sträuchern, Gräsern und im Unterholz verstecken, ist es empfehlenswert, gerade in dieser Zeit, auf Haut bedeckende Kleidung zu achten und zusätzlich insektenabweisende Mittel zu verwenden.

In der Zeit von Juni bis September besteht, vor allem in den ländlichen Gebieten, ein Ansteckungsrisiko für japanische Enzephalitis (Tropenerkrankung). Um das Risiko möglichst minimal zu halten, sollte man sich vor dem Antritt der Reise impfen lassen.

Im Süden des Landes, vorrangig im Buschland der Flusstäler, kann es zu Fleckfieber durch Kleiderläuse kommen. Eine einfache Vorbeugung lässt sich mit gründlicher und regelmäßiger Kleider- und Körperhygiene erreichen.

Auch Hepatitis A und B kommen in ganz Japan vor. Eine Impfung gegen Hepatitis A wird im Allgemeinen empfohlen. Gegen Hepatitis B sollten sich, neben Kindern und Jugendlichen, auch Touristen impfen lassen, die sich länger im Land aufhalten wollen oder engen Kontakt zu Einheimischen haben werden.


10.2 Apotheke und Rezepte

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Auch der Erwerb von Arzneimitteln ist in Japan kein Problem. In jeder Stadt finden sich Apotheken, in denen aber vorwiegend nur japanisch gesprochen wird. Man sollte sich also schon im Vorfeld einen Zettel mit den wichtigsten Erkrankungen in deutscher und japanischer Sprache mitnehmen, damit man auch garantiert die richtige Medizin erhält. Damit es zu keinen Problemen kommt, sollte man sich am besten alle wichtigen Medikamente, die man benötigt, von daheim mitbringen. Vor der Abreise nach Japan wird empfohlen, sich vorzugsweise bei der japanischen Botschaft seines Heimatlandes zu erkundigen, ob die Möglichkeit besteht, seine eigenen Medikamente einzuführen. Dies ist nicht mit allen Arzneien so einfach möglich. Sowohl Medikamente für Nasennebenhöhlenerkrankungen oder Allergien als auch Inhalatoren sind in Japan verboten. Reisende mit diesen Medikamenten werden vom Zoll aufgehalten.


10.3 Ärzte und Krankenhäuser


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Der medizinische Standard in Japan ist sehr hoch. Technisch, hygienisch und apparativ steht die medizinische Versorgung der in Europa in nichts nach. Manche sagen sogar, dass die Hygiene in Japan noch besser sei. Die Kommunikation mit Ärzten in Japan kann sehr schwierig sein, wenn sie kein Deutsch oder Englisch verstehen. Es gibt aber durchaus Ärzte, die auch englisch- oder sogar deutschsprachig sind, wie Dr. Peter Seez von der Tokyo Medical & Surgical Clinic in Tokio. Man braucht auch keine Angst zu haben, dass man in Japan auf unfähige Ärzte trifft. Weltweit genießen sie einen guten Ruf und sollen oft fähiger sein als ihre europäischen Kollegen.

Das japanische Wort Byōin sollte man sich merken, denn es bedeutet Krankenhaus (nicht zu verwechseln mit Biyōin, dies bedeutet Friseursalon). Viele Krankenhäuser sind größere Arztpraxen, aber es gibt auch genügend große Allgemeinkliniken.

Um die medizinische Versorgung in Japan muss man sich daher keinerlei Sorgen machen. In Notfällen kann einem schnell und gut geholfen werden.


10.4 Krankenversicherung

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Da es im Urlaub immer zu unerwarteten Ereignissen und somit auch zu medizinischen Notfällen kommen kann, empfiehlt es sich, eine Auslandsreiseversicherung abzuschließen. Diese übernimmt dann die im Urlaub entstandenen Arzt- und/oder Krankenhauskosten. Da diese Versicherung nur ein paar Euro im Jahr kostet, sollte man auf sie nicht verzichten. Denn: Die Krankenkassen kommen nicht für alles auf, wie beispielsweise den Rücktransport nach einem Unfall.


10.5 Notruf

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Auch im Urlaub kann es zu unvorhersehbaren und gefährlichen Situationen kommen. Daher sollte man immer die wichtigsten Notrufnummern im Kopf haben.

Polizei: 110
Feuerwehr: 119

Nach einem Notruf sollte man sich auch mit der diplomatischen Vertretung in Verbindung setzen. Eine allgemeine Unterstützung in Notsituationen bietet das Tourist Information Center in Tokio: (03)3201 3331.

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