1 Wissenswertes über Land und Leute
1.4 Wirtschaft - Industriezweige
1.1 Allgemeine Übersicht
Name: Japan
Flagge: Die Flagge von Japan ist weiß und hat genau in der Mitte einen roten Kreis, der das Sonnensymbol darstellt. Korrekt dargestellt, muss die Flagge folgende Maße haben: das Verhältnis der Seiten beträgt 2 zu 3, der Durchmesser des Sonnensymbols sollte 3/5 der kurzen Seite der Flagge betragen.
Die 1854 eingeführte Flagge wurde 1868 als Nationalflagge angenommen.
Wahrzeichen: Das Wahrzeichen Japans ist der Berg Fuji. Er ist die höchste Erhebung von Japan und gilt als der schönste Berg des Landes. Mit seiner Kegelform ist der Vulkan das Wahrzeichen Japans.
Größe: Die Gesamtfläche von Japan beträgt 377.930 km²
Einwohnerzahl: In Japan leben ca. 127 Mio. Einwohner. Die Einwohnerdichte beträgt 337 pro km²
Hauptstadt & größere Städte: Seit 1868 ist Tokio die japanische Hauptstadt, sie liegt in der Region Kantō, im Osten der Honshū- Insel. Im Kaiserpalast Tokio hat der Tennō/Kaiser seinen Sitz. Im administrativen Sinne gibt es die Stadt Tokio nicht, denn die Stadt Tokio wurde 1943 als politische Einheit aufgelöst. Tokio hat 23 Bezirke, die sich auf einer Fläche von 621,45 km² erstrecken. Hier leben knapp 8,5 Mio. Einwohner. Im Ballungsgebiet sind es fast 35,5 Mio. Menschen. Somit ist Tokio weltweit die größte Metropolregion. In der westlichen Welt hat Tokio drei verschiedene Definitionen, die auch in Japan alle verschiedene Namen tragen.
Amtssprache: Die Amtssprache in Japan ist Japanisch, sie wird fast von der gesamten Bevölkerung gesprochen. Allerdings gibt es auch viele regionale Dialekte. Zudem existieren Sprachen von Minderheiten, wie das Ainu, das mit dem Japanischen nicht verwandt ist - es wird hauptsächlich im nördlichen Teil der Insel Hokkaido von einheimischen Völkern gesprochen. Zudem gibt es auf den Ryūkū-Inseln die mit dem Japanischen verwandte Ryūkū-Sprachen. Die häufigste Fremdsprache im Land ist Englisch, auf Platz zwei liegt Chinesisch, Deutsch wird am dritthäufigsten gesprochen.
Währung: Die Währung ist der japanische Yen, abgekürzt durch ¥. Es gibt Scheine von 1000, 2000, 5000 und 10000 Yen. An Münzen gibt es 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen- Münzen. Geld kann man bei jeder Bank einwechseln oder tauschen lassen.
Zeitzone: In Japan herrscht das ganze Jahr über Japan Standard Time (JST), es gibt keine Umstellung von Winter- auf Sommerzeit. Im Winterhalbjahr beträgt die Zeitverscheibung zu Deutschland +8 Stunden, im Sommerhalbjahr +7 Stunden. Ist es in Deutschland also gerade Mittagszeit (12:00), ist es in Japan schon Zeit für das Abendbrot (20:00)/(19:00).
Feiertage:
1. Januar | Neujahrstag |
2. Montag im Januar | Tag der Erwachsenen |
11. Februar | Gedenktag der Reichsgründung |
Um den 21. März | Frühlingsanfang |
29. April | Shōwa-Tag – Beginn der goldenen Woche |
3. Mai | Verfassungsgedenktag |
4. Mai | Tag des Grünens |
5. Mai | Tag des Kindes |
3. Montag im Juli | Meerestag |
3. Montag im September | Tag der Ehrung der Alten |
Um den 22. September | Herbstanfang |
2. Montag im Oktober | Tag des Sports |
3. November | Tag der Kultur |
23. November | Tag der Arbeit |
23. Dezember | Geburtstag des Kaisers Akihito |
Fällt in Japan ein Feiertag auf einen Sonntag, so ist der folgende Montag arbeitsfrei, dieser Montag wird dann als Ausgleichsfeiertag bezeichnet. Wenn zwischen zwei Feiertagen ein Werktag liegt, wird dieser automatisch zum Brückentag und ist auch arbeitsfrei. Religion: 39,5 % der Japaner sind Shintoisten. Beim sogenannten Shintoismus glauben die Japaner an die einheimischen Götter, die Kami genannt werden. Die Anzahl der Götter ist unbegrenzt und sie können jede beliebige Form haben, wie die Gestalt eines Menschen oder Tieres sowie auch eine Abstrakte. Im Mittelpunkt der Religion steht die Sonnengöttin Amaterusu.38,3 % gehören dem Buddhismus an. Beim Buddhismus handelt es sich mehr um eine Lebensphilosophie, als um eine Religion. Buddha sah sich selbst nicht als Gott.18,3 % der Japaner gehören sonstigen Religionen an, wie beispielsweise dem Islam, der aber hauptsächlich durch Gastarbeiter in das Land gekommen ist.Nur 3,8 % der Bevölkerung sind Christen. Dieser Glaube wird von den Japanern schwer akzeptiert, da sie es sich nicht vorstellen können, einen einzigen allmächtigen Gott zu haben. Geographische Lage: Japan ist ein Inselstaat im Pazifik. Die aneinander gereihten Inseln verlaufen entlang der Ostküste Asiens. Im Norden findet man die Hauptinsel Hokkaido, die größte Insel Honshu liegt sehr mittig. Im Süden dagegen liegen die Inseln Shikoku und Kyushu. Außerdem gehören zu der Inselkette tausende kleinere Inseln. Den größeren Teil des Landes nehmen Gebirge ein. Der Fuji-san auf Honshu ist der größte Berg von Japan. Nur 20% der Fläche wird für Landwirtschaft, Industrie und Besiedlung genutzt.
1.2 Geschichte
nach oben
Da Japan eine lange und ereignisreiche Geschichte vorzuweisen hat, wäre eine genaue Darstellung zu umfangreich. Aus diesem Grund erfolgt nur eine Skizzierung der wichtigsten Ereignisse. Die allgemeine Periodisierung der Geschichte Japans lässt sich in Vorgeschichte, Frühgeschichte, Japanisches Altertum, Japanisches Mittelalter, Edo-Zeit und Moderne gliedern. Eine genauere Einteilung kann man in folgende Perioden und Zeiten vornehmen:
Skizzierung der wichtigsten Ereignisse
538 | Der Buddhismus wird eingeführt |
587 | Am japanischen Hof gibt es einen Machtkampf um die Anerkennung des Buddhismus |
604 | Die 17-Artikel-Verfassung wird erlassen |
645 | Staat wird nach chinesischem Vorbild umgestaltet |
672 | Tod des Tenji-Tennō, neuer Kaiser wird Tenmu-Tennō |
710 | Errichtung der Hauptstadt Heijō- kyō (heutiges Nara) |
784 | Hauptstadtverlegung nach Nagaoka-kyō |
794 | Kyōto wird zur Hauptstadt |
866 | Der erste Regent Fujiwara no Yoshifusa, der nicht zur kaiserlichen Familie gehört, wird ernannt |
955 | Es beginnt das goldene Zeitalter der Herrschaft von Fujiwara |
1087 | Beginn des Insei-Systems (Regierungsform, in welcher der Tenno abdankte, aber weiterhin Macht ausübte) |
1180 | Gempei-Krieg (Zusammensetzung aus zwei Familiennamen, die um die Herrschaft Japans kämpften) |
1274 + 81 | Einfälle der Mongolen |
1392 | Ende der kaiserlichen Spaltung in eine Nord- und Süddynastie |
1467 - 77 | Onin-Krieg (Bürgerkrieg infolge eines Erbfolgestreits) |
1543 | Der erste Europäer in Japan |
1549 | Beginn der Missionierung in Japan durch Franz Xaver |
1575 | Schlacht von Nagashino (aufgrund der Belagerung der Burg Nagashino) |
1592 + 97 | Eroberung Koreas scheitert |
1600 | Schlacht bei Sekigahara (Krieg um die Macht in Japan zwischen Tokugawa Ieyasus und Toyotomi Hideyoris) |
1614 | Der Kampf um die Burg von Osaka |
1615 | Erlassung von Gesetzen für den Kaiser, den Hofadel, Tempel und den Schwertadel |
1635 | Beginn der Abschließungspolitik (Abschottung und Isolierung des Landes) |
1639 | Abschließung wird vollendet, der Aufenthalt von Ausländern im Land ist verboten |
1787 | Kansei-Reformen beginnen |
1854 | Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags zwischen Japan und den USA |
1858 | Handelsverträge mit Russland, England, den Niederlanden, Frankreich und den USA werden unterzeichnet |
1868 | Die direkte kaiserliche Herrschaft wird wiederhergestellt |
1871 | Einrichtung von Präfekturen |
1872 | Das moderne Bildungssystem wird eingeführt |
1873 | Der gregorianische Kalender wird übernommen & eine allgemeine Wehrpflicht wird eingeführt |
1879 | Die Präfektur Okinawa wird geschaffen |
1889 | Inkrafttreten der Meiji-Verfassung (geht auf den Tenno Meiji zurück) |
1894 | Der Chinesisch-Japanische Krieg beginnt |
1895 | Friedensvertrag beendet Chinesisch-Japanischen Krieg |
1904 | Russisch-Japanischer Krieg |
1914 | An der Seite Großbritanniens tritt Japan in den ersten Weltkrieg ein |
1921 | Washingtoner Konferenz beginnt → Washingtoner Flottenabkommen 1922 |
1923 | Schweres Erdbeben in Tokio |
1925 | Das allgemeine Männerwahlrecht wird eingeführt (Wählen der politischen Parteien) |
1930 | Londoner Flottenabkommen (Abkommen über Flottenrüstung der USA,Japan & Großbritannien) |
1933 | Austritt Japans aus dem Völkerbund |
1941 | Überfall auf Pearl Harbor |
1945 | Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima/Die Schlacht um Okinawa/ amerikanische Besatzung beginnt |
1947 | Das Frauenwahlrecht wird eingeführt & Inkrafttreten der neuen Verfassung |
1951 | Der Friedensvertrag von San Francisco wird unterzeichnet/Unterzeichnung des amerikanisch japanischen Sicherheitspakets |
1952 | Die amerikanische Besetzung endet |
1990 | Kaiser Akihito besteigt den Thron |
1.3 Politik
nach oben
Japan ist eine parlamentarische Demokratie, in der der Kaiser Akihito das offizielle Oberhaupt des Landes ist. Auch wenn der Kaiser heutzutage keine Verfügungsgewalt mehr hat, ist er dennoch der wichtigste Bezugspunkt der Japaner. Das japanische Parlament teilt sich in ein Oberhaus und ein Unterhaus auf. Die Abgeordneten werden für 4 Jahre gewählt. Ab 25 Jahren dürfen die Bürger in das Repräsentantenhaus gewählt werden und ab 30 Jahren in das Oberhaus. Die Japanische Politik teilt sich in die exekutive, legislative und judikative Gewalt auf.Die exekutive Gewalt Die exekutive Gewalt besteht aus dem Kabinett und dessen Vorsitzenden, dem Premierminister, der Mitglied von einer der beiden Kammern im japanischen Parlament sein muss. In einer Wahl wird so von den Parteimitgliedern der Premierminister gewählt und vom Kaiser ernannt. Er hat dann die Befugnis Minister zu ernennen oder auch zu entlassen, er darf Gesetze und Verordnungen mit dem Ressortminister unterzeichnen und hat außerdem die exekutive Kontrolle. Gibt es aus irgendwelchen Gründen ein Misstrauen des Unterhauses, kann dem Premierminister das Amt gekündigt werden. Die Legislative Gewalt In der Japanischen Verfassung (Artikel 41) ist das Japanische Parlament das gesellschaftlich höchste Amt und hat die alleinige Befugnis über die Gesetzesgebung. Die Judikative Gewalt Diese ist von der exekutiven und der legislativen Gewalt unabhängig. Der Tenno bestimmt die Richter des japanischen Justizsystems, welches aus mehreren Gerichtshöfen besteht und die höchste Instanz beim obersten Gericht liegt. 114 Richter sind unter anderem dafür zuständig, Gesetzte und Verordnungen zu überprüfen.
1.4 Wirtschaft - Industriezweige
nach oben
Japan gehört zu den höchstentwickelten Ländern der Welt. Entsprechend fährt dessen Wirtschaft Achterbahn in einem faszinierenden Tempo. Namen wie beispielsweise Toyota, Fuji, Sony und Panasonic gehören zu den führenden und bekanntesten Firmen der Welt. Da Japan über wenige Bodenschätze verfügt, werden vorwiegend Rohmaterialien zu Produkten verarbeitet, die dann auf dem Markt oder ins Ausland verkauft werden.
Ein wichtiger Zweig der Industrie ist der Autobau. Japanische Automarken wie Mazda, Nissan, Honda und Toyota sind auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. Die fortschrittliche Technologie und die im Vergleich zu westlichen Automarken günstigen Preise, machen die japanischen Autos zu wahren Exportschlagern. Neben dem Autobau ist Japan auch Spitzenreiter, wenn es um Unterhaltungselektronik, Computertechnologie und die Erzeugung von Pharmazeutika handelt. Auch im Bereich der Stahlerzeugung ist Japan Weltspitze. Landwirtschaftlich gehört Japan zu den Schlusslichtern. Da es auf der Insel nicht genügend Nutzfläche gibt, schaffen es die Japaner nicht, genügend Hauptnahrungsmittel anzubauen. Das wichtigste Produkt der japanischen Grundnahrungsmittel wächst jedoch im Land selbst, der Reis.
1.5 Flora und Fauna
nach oben
Japan bietet eine einzigartige Pflanzenwelt. Wegen der unterschiedlichen Wetterlagen und Temperaturen ist die Vegetation opulent und abwechslungsreich. Aufgrund der verschiedenen Klimazonen, gibt es auch in den unterschiedlichen Landesteilen mehrere Arten von Wäldern, die zwei Drittel der Staatsfläche ausmachen. Zu finden sind in Japan sommergrüne Mischwälder, sowie boreale Nadelwälder und stets grüne Laubwälder. Sogar tropische Flora, in Form von einem immergrünen Regenwald ist hier zu finden. Besonders häufig kommen jedoch Nadelbäume vor. Eine weit bekannte Art ist die japanische Sicheltanne, die bis zu 45 m hoch werden kann. Weitere in Japan vorkommende Baumarten sind Fichten, Lärchen, Banyan- und Kampferbäume, Weiden, Buchen, Maulbeerbäume, wie auch Kastanien und viele Kiefernarten. Die wohl berühmtesten japanischen Bäume sind Bonsais. Bei der Bonsai- Kultur handelt es sich um eine besondere Kunst Japans, denn durch sorgfältiges Zuschneiden und besondere Pflege- und Pflanzmethoden entstehen Bäume in Miniatur-ausgaben, die der natürlichen Wuchsform entsprechen. Neben den verschiedenen Waldarten, gibt es auch zahlreiche Pflanzenarten. In Japan sind mehr als 17.000 Pflanzenarten beheimatet. Viele dieser Arten werden auf der ganzen Welt als Zierpflanzen gezüchtet, z.B. die japanische Nationalblume, die Chrysantheme, aber auch Pfingstrosen. Der Frühling wird in Japan durch die Blüte der Kirsch- und Pflaumenbäume eingeläutet. Aufgrund der reichen Blütenpracht im gesamten Land, ist der Frühling die beliebteste Zeit für einen Japanurlaub. Schon im April wachsen auf den Hügeln des Landes zahlreiche Azaleen und Rhododendren, die in vielen bunten Farben blühen. Der August ist geprägt von der Blüte der Lotusblume und der November ist der Monat der blühenden Chrysanthemen. Als Wildpflanzen findet man Primeln, Lilien, Gladiolen und Glockenblumen vor Ort. Fauna Auch die Tierwelt ist sehr groß. Es gibt über 450 Vogel- und 140 Säugetierarten, die das Land besiedeln. Die Ausbreitung des Braunbären ist lediglich auf Schutzgebiete beschränkt und der Wolf wurde sogar gänzlich ausgerottet. Jedoch findet man auf Honshū die seltene Affenart des Rotgesichtsmakakas, der eine Vorliebe für winterliche Bäder in heißen Quellen hat. Im ganzen Land zu finden sind Mauswiesel, Dachse, Rotfüchse, Fischotter und sibirische Feuerwiesel. Auch ein naher Verwandter des uns bekannten Seehundes ist hier daheim, nämlich der Largha- Seehund. Neben Shikahirschen und Wildschweinen sind auch Ziegenantilopen und Gorale hier zu finden. Kleine Tiere sind in Japan aber natürlich auch heimisch, wie die Zwerg- und Waldmaus, das Eichhörnchen, der Schneehase, aber auch Flughörnchen und Streifenhörnchen. Vertreter der verschiedenen Vogelarten sind unter anderem der See- und Fischadler sowie der Habicht und Wanderfalke, der Graugesichts- und Mäussebussard. In Gewässernähe leben Chinesendommel, Silber-, Grau- und Seidenreiher, wie auch kleine Löffler und Kormorane. Äußerst artenreich ist die Fauna der Seevögel, hierzu gehören Enten, Möwen und Wattvögel. Die auch in Mitteleuropa verbreiteten Tannenhäher, Kleiber, Feldsperlinge, Rauch- und Mehlschwalben zählen zu den Singvögeln. Ein sehr erstaunliches Tier ist der Riesensalamander, der in Bergbächen lebt und über einen Meter lang werden kann. In Japans Gewässern tummeln sich neben Lachsen und den bei Japanern beliebten Kugelfischen auch Wale, Delfine und Thunfische.
1.6 Klima und Wetter
nach oben
Das Klima ist im Lande aufgrund der großen Landesfläche sehr unterschiedlich. Hokkaido (im Norden) liegt in einer gemäßigt kalten Klimazone, in der es zu kalten und schneereichen Wintern kommt und wo es nur einen kurzen Sommer gibt. In Okinawa (im Süden) hingegen herrschen suptropische Klimaverhältnisse. Zusätzlich wird das Klima des Landes durch Winde beeinflusst, Im Sommer kommen die Winde vom Meer zum Kontinent und im Winter andersherum. Die Taifun-Saison beginnt im Frühjahr und betrifft vorallem den Süden und Südwesten des Landes. Japan kann in sechs Hauptklimagebiete unterteilt werden. In Hokkaido gibt es lange Winter mit viel Schnee, aber wenig Niederschlag. Das Japanische Meer ist vom Nordwestwind im Winter geprägt, der einen starken Schneefall mit sich bringt. In der Sommerzeit ist dieses Gebiet kühler als die pazifische Region. Im zentralen Hochland gibt es hohe Temperaturunterschiede, jedoch nicht nur zwischen Sommer und Winter, sondern auch zwischen Tag und Nacht. In dieser Region gibt es nur einen geringen Niederschlag. Das Seto-Inlandsee-Gebiet hat ein ganzjährig mildes Klima, da die Berge der Region Chugoku und Shikoku den Wind zurückhalten. In der Region des Pazifiks gibt es trockene und heiße Sommer und teils sehr kalte Winter mit nur wenig Schnee. Subtropisches Klima herrscht auf den Nansei-Inseln. Hier gibt es warme Winter und heiße Sommermonate. In dieser Region gibt es während der Regenzeit starke Niederschläge. Japan hat vier Jahreszeiten, die sich deutlich vonaneinader unterscheiden: Frühling (März – Mai): Das Land erwacht aus dem Winterschlaf und der Frühling schickt seine Boten in Form der Kirsch- und Pfirsichblüte. Es herrschen milde Temperaturen, die bei durchschnittlich 14° Celsius liegen. Sommer (Juni – August) : Der Sommer beginnt mit der eher unangenehmen Regenzeit, die drei bis vier Wochen dauern kann. Ab Juli wird es jedoch sommerlich warm und auch die Japaner verreisen in dieser Zeit gerne ans Meer. In dieser Zeit herrschen Temperaturen um die 25-30° Celsius und höher. Herbst (September – November): Im Herbst weht eine erfrischende Brise durch das Land und das bei angenehmen Temperaturen um die 18° Celsius. Die Blätter der Bäume werden in warme Farben getaucht und Blumen wie Chrysanthemen fangen nun an zu blühen. Winter (Dezember – Februar): Je nach Region kann man im japanischen Winter viel Schnee zu sehen bekommen oder gar keinen. An der Pazifikküste betragen die Temperaturen über 0° Celsius, in anderen Regionen kann es hingegen sehr kalt werden. In Nord- und Zentraljapan kann man zu dieser Zeit hervorragend Wintersport betreiben. Die Kirschblüte im Frühling ist neben dem Herbst, zur Zeit der Laubfärbung die Hauptreisezeit. Die Japaner selber sind in der Zeit vom 29. April bis zum 5. Mai in ganz Japan unterwegs. Diese Woche wird die „Golden Week“ genannt und sollte von Touristen, wenn möglich eher gemieden werden, denn in dieser Zeit ist es in allen Touristenorten und Sehenswürdigkeiten sehr voll, denn die Japaner machen am liebsten im eigenen Land Urlaub.
1.7 Stars und Berühmtheiten
nach oben
Genauso wie westliche Länder gerne mit ihren Stars und Sternchen auf internationaler Basis zu glänzen versuchen, bietet auch Japan eine Bandbreite an großen Berühmtheiten, welche teilweise sogar hierzulande bekannt sind: So begibt sich die japanische Band „Dir en Grey“ des Öfteren auf Europa- oder gar Welttournee, um sich dem westlichen Publikum zu präsentieren. Auch Sänger wie Gackt oder Miyavi sind in Europa bereits bekannte Namen: Bei beiden handelt es sich um japanische Sänger & Songwriter, welche sich nach Bandauflösungen zu nunmehr erfolgreichen Solokünstlern entwickeltem. Besonders Miyavi lenkte viel Aufmerksamkeit auf sich, nachdem er zu seinem Debüt als Solokünstler sein äußeres Erscheinungsbild komplett auf den Kopf stellte: Sein poppiger Kleidungsstil passt jedoch äußerst gut zu seiner Musik, welche sich aus Elementen aus Rock, Pop und HipHop zusammensetzt. Ebenfalls sehr bekannt ist noch heute Takeshi Kitano, welcher vielen aus der Realityshow „Takeshi’s Castle“ bekannt sein dürfte. Der japanische Regisseur, Schauspieler, Comedian und Maler, welcher aus relativ einfachen Verhältnissen stammt, wurde 1947 in Tokio geboren. Seinen ersten großen Erfolg erreichte er durch eine Rolle in der Serie „Wir sind eine Komikerfamilie“ (Ore-tachi hyokinzoku), welche im Jahre 1981 anlief. In sportlicher Hinsicht schaffte beispielsweise Shizuka Arakawa den Durchbruch als Eiskunstläuferin. Die Japanerin, welche 1981 in Tokio geboren wurde, gewann im Jahre 2004 die Weltmeisterschaft in Dortmund und nur zwei Jahre später die Goldmedaille bei den olympischen Winterspielen in Turin. Damit war sie zugleich die erste Japanerin, welche für ihr Land eine olympische Goldmedaille holte. Währenddessen punktet Ichiro Suzuki auf dem Baseballfeld für die Seattle Mariners, welchen er vor einigen Jahren beitrat. Geboren wurde er im Jahre 1973 in Kasugai und gilt als erster japanischer Feldspieler in der Geschichte des MLB. Zeitweise wurde er von den amerikanischen Medien sogar als die „menschliche Schlagmaschine“ betitelt, was sein Können perfekt zusammenfasst. Zu guter letzt sei schließlich der Mangaka Osamu Tezuka zu nennen, welcher die japanische Jugendkultur erheblich geprägt hat. Geboren wurde der japanische Manga Zeichner, Regisseur und Arzt 1928, gestorben ist er im Februar 1989. Durch seine frühe Faszination zu Comics, Mangas und Zeichentrickfilmen, veröffentlichte Tezuka nach dem zweiten Weltkrieg eine Vielzahl an Werken, darunter beispielsweise „Kimba, der weiße Löwe“ oder „Astro Boy“. Für viele Fans stellen seine Werke einen wichtigen Teil der japanischen Kultur dar, sodass Tezuka oftmals auch als „Gott des Manga“ bezeichnet wird. Ebenso wichtig wie seine heutigen „Nachfolger“ ist Tezuka jedoch allemal. Takeshi Kitano Es gibt zwar viele berühmte Japaner, doch in der westlichen Welt kennen wir nur die wenigsten von ihnen. Einer von ihnen ist der Comedian, Schauspieler und Regisseur Takeshi Kitano, der in der westlichen Welt durch die Unterhaltungssendung Takeshi´s Castle bekannt wurde. Yuta Tabuse Ein weiterer berühmter Japaner ist Yuta Tabuse. Er ist der erste in Japan geborene Basketballspieler, der es in die NBA (erste Basketballliga in den USA) geschafft hat und das obwohl er nur 1,75 m groß ist. Takemitsu Tôru Im Bereich der zeitgenössischen Musik ist Takemitsu Tôru (1930-1996) zu erwähnen, der wohl zu den größten japanischen Komponisten zählt. Neben Stücken für den Konzertsaal, hat er auch viel Filmmusik (z.B. für Black Rain) geschrieben. Er vereinte zum ersten Mal europäische und traditionelle japanische Klänge miteinander und erlangte dadurch Weltruhm. Mangas & Animes Berühmter als alle menschlichen Berühmtheiten Japans, sind Animes, Mangas und das Kätzchen Hello Kitty. Sie sind die wahren Stars des Landes und in der ganzen Welt bekannt und vor allem sehr beliebt. Sogar US-Stars, wie Mariah Carey kriegen von dem Kätzchen nicht genug.